Allgemeine Berichte | 24.02.2017

Hochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz - Projekttage

„Asyl in Deutschland - ausgegrenzt oder willkommen?“

Die Projektgruppe mit ihrem Dozenten Jürgen Maximini (2. v. r.).privat

Mayen. Die Frage „Wie ergeht es Flüchtlingen in Deutschland?“ haben 19 Studierende des Fachstudiums II im Rahmen der Projekttage der Hochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz (HöV) für sich beantworten können.

Den ersten Projekttag nutzten die Studentinnen und Studenten, um die rechtlichen Grundlagen der Thematik für sich zu erarbeiten. Neben dem Ablauf eines Asylverfahrens wurden die verschiedenen Schutzformen Asylberechtigung, Flüchtlingseigenschaft, subsidiärer Schutz und Abschiebungshindernis vorgestellt. Welche finanziellen Leistungen werden Flüchtlingen gewährt und wie verhält es sich mit der medizinischen Versorgung? Welche Bleibeperspektiven gibt es? Wer erhält Zugang zum Arbeitsmarkt und wem ist der Familiennachzug gestattet? Welche Möglichkeiten und Chancen bietet das jüngst in Kraft getretene Integrationsgesetz den Menschen, die dauerhaft in Deutschland bleiben können? Diese und andere Fragen führten zu spannenden Diskussionen.

„Realitätscheck“

Der zweite Projekttag stand dann unter dem Motto „Realitätscheck“. Erste Anlaufstelle für die Studierenden war die Stadtverwaltung Koblenz. Hier stellten engagierte Mitarbeiter/innen der Ausländerbehörde, der Asylabteilung und der Integrationsstelle ihre Arbeit vor. Beeindruckt durfte festgestellt werden, dass es die Verwaltung sehr kurzfristig verstanden hat, auf veränderte Rahmenbedingungen und neue Herausforderungen zu reagieren. Eine nicht mehr zeitgemäße Verwaltungsorganisation musste Service-Point, Front- und Backoffice weichen. Sprachproblemen begegnet man mit Digitalübersetzern. Innovation und Behörde sind also kein Gegensatz. Anschließend ging es ins Jugend- und Kulturzentrum der Stadt Lahnstein. Das JuKZ ist Haus der Generationen und wird auch gerne von Flüchtlingen als Begegnungsstätte genutzt. Den Nachmittag verbrachten die Studierenden dann im Gespräch mit einer Iranerin, die nach ihrem Architekturstudium ihre Heimat verlassen musste, einem ehemaligen Polizisten, der vor der Taliban floh und zwei jungen Afghanen, etwa im Alter der Studierenden. Begleitet wurde das Projekt von Frau Dipl.-Sozialpädagogin (FH) Nasstaran Houshmand als Übersetzerin der persischen und der deutschen Sprache. Die Projektleitung hatte Jürgen Maximini, Dozent für Recht der Sozialen Sicherung an der HöV Rheinland-Pfalz.

Die Projektgruppe mit ihrem Dozenten Jürgen Maximini (2. v. r.).Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2025
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Stellenanzeige Personalreferent/in
Wohnträume
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 // Wohnträume MYK
Werksverkauf Anhausen
Sachbearbeiter (m/w/d)
Empfohlene Artikel
Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Foto: Stadt Rheinbach
14

Rheinbach. Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Der 17 Meter lange und 26 Tonnen schwere Promotion-Truck tourt jährlich durch rund 60 Städte in ganz Deutschland. Ziel ist es, die Arbeit des Parlaments anschaulich zu vermitteln. Im Laufe von zwei Wahlperioden sollen so alle 299 Wahlkreise besucht werden.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
58

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
14

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Rund ums Haus
Wir helfen im Trauerfall
Dauerauftrag 2026
Stellenanzeige mehrere Stellen
Stellenanzeige
Wohnträume
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten- Modernisieren
Leiter/in (w/m/d)
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Sonderseite Geschäftsführungswechsel