Allgemeine Berichte | 19.01.2019

Neujahrskonzert in Pfaffendorf begeisterte

Atmosphäre, Applaus und Arien

Klaus Büschler, Robert Mang, Florentine Schumacher und Thomas Schwarz. Foto: privat

Koblenz. Mit Begeisterung aufgenommen wurde das 20. Neujahrskonzert in der evangelischen Kirche Koblenz-Pfaffendorf. Sopranistin Florentine Schumacher, Klaus Büschler (Oboe), Robert Mang (Violine) und Thomas Schwarz (Klavier und Orgel) stimmten die Besucher der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche auf das neue Jahr ein.

Florentine Schumacher, die kurzfristig für die erkrankte Ursula Targler-Sell eingesprungen und deren Programm weitestgehend übernommen hatte, bestach mit ihrer leuchtend warmen Stimme und strahlender Höhe.

In der Arie „Jesus soll mein erstes Wort“ von Johann Sebastian Bach gefielen vor allem das warme Timbre und die gekonnte Phrasierung, dank derer sie sich mit den virtuosen Läufen der Violine abwechselte. In „Höre, Israel“ von Felix Mendelssohn konnte sie die ganze Bandbreite ihrer Klangfarben und in der Dynamik zeigen, vom feinen Pianissimo bis zum mächtigen, nie forciert wirkenden Forte.

Die heitere Vertonung von „Epiphanias“ von Hugo Wolf trug sie sehr textverständlich vor und kostete die langen Phrasen in Max Regers „Mariä Wiegenlied“ aus, bevor sie mit der Arie „Liebe, du Himmel auf Erden“ von Franz Lehár das Publikum zu Ovationen riss.

Klaus Büschler zeigte die Bandbreite seines Könnens zunächst im langsamen Satz der Oboensonate von Camille Saint-Saens, deren Melodiebögen er verträumt darbot, und brillierte sodann im schnellen, sowohl rhythmisch als auch technisch überaus anspruchsvollen Finalsatz.

Ebenso bravourös gelang ihm die Interpretation des dritten Satzes des Oboenkonzerts von Franz Krommer, teils keck verspielt, teils melancholisch ins Moll wechselnd, teils packend und pulsierend, immer technisch perfekt und mitreißend umgesetzt, von Thomas Schwarz ebenso begleitet.

Wolfgang Amadeus Mozarts Adagio E-Dur ließ Robert Mang mit wunderbar warmem Ton melancholisch und ausdrucksstark erklingen ebenso wie das Cantabile von Niccolo Paganini mit seinen kunstvollen Läufen und Verzierungen, die er scheinbar mühelos meisterte.

Einen gelungenen Kontrast hierzu bildete der pulsierende Walzer Nr. 2 aus der Jazz-Suite von Dmitri Schostakowitsch, dessen klanglichen Kontraste er hörbar werden ließ.

Thomas Schwarz eröffnete das Programm an der Orgel mit „in dulci jubilo“ von Johann Michael Bach und dem vom schnellen Pedalbass untermauerten Präludium G-dur von Johann Sebastian Bach. Im weiteren Verlauf war er nicht nur allen Solisten ein stets verlässlicher und umsichtiger Begleiter, sondern gefiel auch in Gustav Langes Weihnachtsfantasie auf dem Klavier, in der verschiedene Weihnachtslieder vertont sind und die im festlichen, mit Läufen umspielten „O du fröhliche“ endete.

Für den lang andauernden Applaus dankten die Solisten mit dem „Halleluja“ von Wolfgang Amadeus Mozart.

Das nächste Konzert im Rahmen der Konzertreihe ist das Frühlingskonzert am 5. Mai mit den Solisten Ursula Targler-Sell (Sopran), Haesu Kim (Tenor), Klaus Büschler (Oboe), Stephanie Lichtmeß (Violine) und Thomas Schwarz (Klavier).

Klaus Büschler, Robert Mang, Florentine Schumacher und Thomas Schwarz. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Hausmeister, bis auf Widerruf
Grillsaison Filiale Dernbach
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige Reinigungskraft
Tag der Architektur im Steigenberger Hotel Bad Neuenahr
Stellenanzeige Elektroniker/-in
Murrefest u. St. Peter & Paul-Kirmes in Westum
Empfohlene Artikel
Die vulkanische Geschichte der Eifel lässt sich im Lava-Dome spielerisch entdecken. Foto: Dominik Ketz
55

Wer glaubt, Vulkane gäbe es nur auf Island oder in Italien, hat die Rechnung ohne die Eifel gemacht. Im Lava-Dome in Mendig wird schnell klar: Auch hier ging es einst verdammt heiß her! Das Deutsche Vulkanmuseum entführt seine Besucher auf 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte. Klingt staubtrocken? Von wegen! 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte.

Weiterlesen

In der ehemaligen Ahrweiler Synagoge diskutierten (von links) Nick Falkner, Ulrich van Bebber, Susanne Bell und Dr. Martin Wein.
244

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wie hat die Flut den Zusammenhalt im Ahrtal verändert. Welche Konflikte bestehen noch? Wo trägt bürgerschaftliches Engagement weiterhin? Wo brauchen Menschen, Vereine und Kommunen mehr Unterstützung? Und was muss Politik aus dieser Katastrophe lernen, damit Warnketten funktionieren, Zuständigkeiten klar sind und der Staat im Krisenfall schneller handeln kann?

Weiterlesen

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 11
138

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Trotz der Hitze: gute Stimmung und Gespräche beim fairen Frühstück vor dem Andernacher Rathaus
132

Fairtrade Frühstück Andernach

Fairtrade Frühstück in Andernach

Andernach. Mit einem fairen Frühstück vor dem Historischen Rathaus hat die Stadt Andernach erneut ein sichtbares Zeichen für mehr globale Gerechtigkeit und nachhaltigen Konsum gesetzt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, gemeinsam zu frühstücken und dabei mehr über die Bedeutung fair gehandelter Produkte zu erfahren.

Von Hans-Georg Hansen aus Andernach

Weiterlesen

Symbolbild.
505

Feuerwehr im Großeinsatz: Brand bleibt unter Kontrolle, Nachlöscharbeiten laufen

20.06.: Großbrand in Niederzissen: Feuerwehr verhindert Flammenübergriff

Niederzissen. Am 19. Juni 2026 geriet ein holzverarbeitender Betrieb im Bereich "Im Stiefelfeld" in Niederzissen in Brand. Um 22:50 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Bei ihrem Eintreffen stand das Gebäude bereits in Vollbrand, und rund 110 Feuerwehrleute sowie andere Hilfsorganisationen nahmen den Kampf gegen die Flammen auf.

Weiterlesen