Allgemeine Berichte | 12.10.2017

NaturFreunde Kettig

Auch essbare Pilze verträgt nicht jeder

Die diesjährige Pilzsaison war ein großer Erfolg. Privat

Bassenheim. Nach dem nahezu völlig pilzleeren letzten Jahr, wo es wegen der anhaltenden Trockenheit fast nichts zu finden gegeben hatte, hält die diesjährige Pilzsaison schon seit Monaten eine große Fülle an Pilzen bereit. Die diesjährige Pilzführung der NaturFreunde Kettig am Karmelenberg in Bassenheim, unter der Führung von Stephanie Shirazi war darum eine unterhaltsame und erfreuliche Erfahrung.

Freundlich begrüßt vom Vereinsvorsitzenden Oliver Hartmann konnten viele der knapp 40 Teilnehmer sich daher tatsächlich etwas für eine Mahlzeit mit nach Hause nehmen, da wir an essbaren Pilzen den Nebelgrauen Trichterling (auf einzelne Unverträglichkeiten wurde mehrfach von Frau Shirazi hingewiesen), Halimasch, Stockschwämmchen, Parasolpilz und seinen kleinen Bruder Safranschirmling, Fichtenreizker, Boviste, Rotfüßchen, Ziegenlippen, Schwefelporling und Semmelstoppelpilze fanden. Und natürlich zu erwähnen die zwei Steinpilze, an denen der Unterschied zu Gallenröhrlingen von ganz Mutigen getestet wurde. Besonders aufmerksam musste man sein, weil sich unter die Nebelgrauen Trichterlinge in den Körben auch etliche giftige Tigerritterlinge und graue Milchlinge gemischt hatten. Da hieß es wirklich sehr genau hingucken. Auch der giftige grünblättrige Schwefelkopf und sein köstlicher Suppenpilzkollege, das Stockschwämmchen, wurden systematisch verglichen. Man hätte auch auf den giftigen Riesenschirmling reinfallen können, der auf den ersten Blick wie ein Parasolpilz aussieht. Zum Begreifen, wie zentral das genaue Hinsehen ist, war das eine wichtige erste Lektion. Auch, dass die Informationen in alten Pilzbüchern sehr schädlich sein können, wurde bei den Funden des kahlen Kremplings klar.

Galt er früher als Speisepilz, weiß man heute um seine nach Jahrzehnten eintretende, zuweilen tödliche Wirkung. Die Nase bekam auch zu tun, denn Knoblauchschwindling und Anistrichterling, Rettichhelmling und Schwefelritterling (beide giftig) machen deutlich, dass beim Pilze bestimmen jeder Sinn gefordert sein kann und das manchmal schon sehr eindrücklich ist. An ungenießbaren Pilzen wurden viele weitere Milchlinge, Elsterntintlinge, verschiedene Baum- und Korallenpilze, Birnenstäublinge und ein besonders hübscher Klebriger Hörnling gefunden. Überhaupt sind ja viele Pilze eine reine Augenweide und fordern die Fotografierfreudigen heraus, so auch einer der besonders giftigen Risspilze mit einem zarten gelben Hütchen. Selfies mit Knollenblätterpilz gab es aber keine - denn es wurde dank gründlicher Warnung und Beschreibung diesmal wirklich kein einziger in die Körbe gelegt. Es mussten auch viele eigentlich ursprünglich essbare Pilzgreise aussortiert werden, die durch Fäulnis giftiger sein können, als Giftpilze. Ebenso wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass es einfach keine Grundregel gibt, Pilze in essbar oder giftig einzuteilen. Es tauchten auch auf dieser Pilzführung immer wieder allerlei sich hartnäckig haltende „sichere“ Generalregeln auf, die dann mit vielen Gegenbeispielen widerlegt werden konnten. Man muss die Pilze wirklich einzeln lernen. Zum Abschluss der Führung gab es zwei verschiedene Pilzsuppen zum Probieren, die in inzwischen bewährter Tradition von Axel Strehlau im Camper gekocht wurden, während alle anderen sich im Wald aufhielten. Beide Töpfe wurden in Windeseile restlos geleert und das Sparschwein der Kettiger Naturfreunde dankenswerter Weise gefüllt. Alles in allem also eine gelungene Veranstaltung, zumal die ersten Regentropfen erst nach Abschluss der Führung fielen. Auch im nächsten Jahr wird eine ähnliche Veranstaltung geben. Informationen auf der Homepage der Naturfreunde Kettig.

Pressemitteilung

der NaturFreundeKettig

Die diesjährige Pilzsaison war ein großer Erfolg. Foto: Privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Andi-RLP: Hallo Herr oder Frau Bastian, Sie haben Recht, die Kommentarantwort von mir war falsch ausgedrückt. Das Wort "vertrauensvoll" steht natürlich im Bericht. Jedoch habe nicht ich den vertrauensvollen Abstimmungsprozess...
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Elke Zeise: Nur Schade das man als Nachbarin keine Information bekommt ob der Täter noch in U Haft ist oder wieder auf freiem Fuß ist. Habe Angst die Wohnung zu verlassen
Hausmeister, bis auf Widerruf
Image Anzeige
Heizölanzeige
Maifest in Dedenbach
Erzieher
Gesundheit im Blick
Innovatives rund um Andernach
Verwaltung Immobilien
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Empfohlene Artikel
Die Kreisverwaltung in Koblenz. Foto: ROB
129

Kreis MYK. Im Mai 2026 findet im Kreis Mayen-Koblenz die Bundeswehrübung „Gelber Merkur 2026“ unter der Leitung der Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum statt. Der Zeitraum dieser Übung erstreckt sich vom 8. bis 22. Mai, und die Aktivitäten sind nicht nur auf Standort- oder Truppenübungsplätze beschränkt. Die beteiligten Kräfte bewegen sich auch im öffentlichen Raum, was dazu führen kann, dass Schussgeräusche durch den Einsatz von Platzpatronen wahrnehmbar sind.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: ROB
34

Remagen. Das Dienstgebiet der Polizeiinspektion Remagen umfasst die Städte Remagen und Sinzig sowie die Verbandsgemeinden Bad Breisig und größtenteils Brohltal. Auf einer Fläche von rund 200 Quadratkilometern werden mehr als 61.000 Einwohner betreut. Das Straßennetz beinhaltet neben innerörtlichen Verkehrsflächen etwa 60 Kilometer Bundesstraßen, über 100 Kilometer Landesstraßen sowie rund 60 Kilometer Kreisstraßen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Nadine Kreuser.  Foto: privat
46

In Ahrweiler gehört es fest dazu: das Maibaumstellen. Gemeinsam werden die großen geschmückten Bäume aufgerichtet – mit viel Vorbereitung, Muskelkraft und Gemeinschaftssinn. Gleichzeitig sieht man in diesen Tagen vor vielen Häusern kleinere Maibäume stehen. Sie werden meist ganz persönlich aufgestellt: als Zeichen der Zuneigung, der Verbundenheit oder einfach, um einem Menschen zu zeigen: Ich denke an dich.

Weiterlesen

Symbolbild.
42

Pkw touchiert Kind an einer Bushaltestelle

21.04.:Kind bei Unfall in Marienfels verletzt

Marienfels. Am Dienstag, dem 21. April 2026, kam es gegen 16:30 Uhr in der Römerstraße in Marienfels zu einem Verkehrsunfall an einer Bushaltestelle. Ein Kind wurde von einem vorbeifahrenden PKW leicht touchiert und erlitt dabei leichte Verletzungen.

Weiterlesen

Ralf Schweiss
Gesundheit im Blick
Kleinanzeigen
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Stellenanzeige Kaufmännische/r Angestellte/r
Titel-Eckfeld - Bestellung Nr. 4300003863
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Industriemechaniker
Save the Dates
Titelanzeige
Angebotsanzeige (April)
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
100 Jahre Eifelverein Dernau
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Anzeigenschaltung zur Praxisschließung
Shopping Genuss Abend Ahrweiler / o.B. Sponsoring
T-Roc & R-Line / Meckenheim
Veranstaltung