Schachclub Talentschmiede Ahrtal: Auch gegen Mendig-Mayen gibt es einen denkbar knappen Sieg
Auch gegen Mendig-Mayen gibt es einen denkbar knappen Sieg
Ahrtal. Nervenstärke ist alles: zum wiederholten Mal gewinnt die Talentschmiede Ahrtal in der Rheinlandliga mit dem knappsten aller Ergebnisse. Es ist in dieser Saison der vierte Streich: Auch in der 8. Runde gab es einen 4,5:3,5-Erfolg. Die Talentschmiede verteidigt damit ihren 2. Platz in der höchsten Liga im Schachverband Rheinland.
Diesmal musste ein ersatzgeschwächtes Team bei der dadurch leicht favorisierten Schachvereinigung (SV) Mendig-Mayen antreten. Nach völlig verkorkstem Saisonstart war die SV zuletzt auf der Überholspur und rechnete sich auch diesmal in nahezu Bestbesetzung gute Chancen aus. Die Gastgeber gingen auch nach gut vier Stunden Spielzeit mit 2:1 in Führung. Während Julian Köhler (Brett 2) und Christian Wolf (Brett 5) je ein sicheres Remis für die Talentschmiede erspielten, musste sich Ben Klatt an Brett 8 geschlagen geben. Dabei konnte er zunächst die Angriffsbemühungen seines Gegners abwehren. Nachdem er im 15. Zug eine gewinnbringende Kombination übersah, geriet er mit seinem zentralen König schnell in eine Verluststellung. Kurz darauf konnte jedoch Jonas Naumann den 2:2-Ausgleich melden. An Brett 7 hatte er wichtige Felder für Springer und Türme erobern und dadurch das Endspiel souverän für sich entscheiden können. An Brett 6 entfachte Tobias Naumann einen unwiderstehlichen Angriff auf dem Königsflügel, sodass sein Gegner sich mit Mühe in ein Dauerschach zum 2,5:2,5 Zwischenstand retten konnte. An Brett 1 war zu dem Zeitpunkt abzusehen, dass Luca Häusler seine Partie wohl verlieren würde. Er hatte mit einem überraschenden Damenopfer gegen Turm und Läufer für ein dynamisches Ungleichgewicht auf dem Brett gesorgt. In der Folge wurde aber die Korrektheit des Opfers nicht bestätigt, so dass sich die Partie stetig zugunsten seines Gegners neigte. Diese Niederlage konnte Jürgen Kaster an Brett 4 ausgleichen. Nach einem Bauerngewinn im Mittelspiel und dem folgenden Figurentausch war das Endspiel leicht zu gewinnen, so dass es nun 3,5:3,5 stand. Die Entscheidung musste also an Brett 3 fallen. Helmut Bürger hatte mit Weiß ein starkes Bauernzentrum aufbauen können, das sein Gegner nur durch ein Qualitätsopfer sprengen konnte. Das reichte aber nicht, die Partie zu halten. Nach einem weiteren Figurentausch konnte der Ahrtaler die Partie für sich entscheiden und damit den unverhofften Mannschaftssieg sicherstellen. Mit einer Ausbeute von 5 Punkten aus 6 Partien führen zudem Julian Köhler an Brett 2 und Jürgen Kaster an Brett 5 jeweils die Brettmeisterschaft an.
In der Tabelle behauptete die Talentschmiede damit mit nunmehr 11:3 Mannschaftspunkten den zweiten Tabellenplatz, einen Punkt hinter der SG Reil-Kinheim. In der letzten Runde gilt es Mitte März, beim Heimspiel gegen den Tabellenletzten aus Wittlich diesen Platz zu behaupten und vielleicht auf Schützenhilfe von Kettig gegen Reil-Kinheim zu hoffen.
