Die Bienenkämpfer der Kath. Kita St. Medard besuchen den Bürgermeister
Auch im Rathaus sagt man ja zur Biene
Bendorf. Dem Rathaus-Besuch der jungen Bienenfreunde der kath. Kita St. Medard Bendorf ging eine intensive Vorbereitung voraus. Nachdem die jungen Naturschützer sich bienenfreundliche Gärten anschauten, entstand die Idee, nicht alle öffentlichen Grünflächen in Bendorf mit dem Rasenmäher zu kürzen, sondern bienenfreundlichere Wiesen wachsen zu lassen. Tims Idee und die seiner Freunde hatte Folgen: „Wir müssen mit dem Chef von Bendorf sprechen. Der kann uns helfen!“ Nico: „Aber wenn er keine Zeit hat, dann schreiben wir ihm einen Brief.“ Simon: „Chefs haben immer Arbeit. Mein Vater ist auch ein Chef.“ Christina: „Also, wir können auch Bilder malen, wie sich die Bienen eine Stadt wünschen und sie dem Bürgermeister zeigen, damit er weiß, was er tun kann.“ Mit Stiften und Wachskreide entstanden Straßenpläne, Kreisverkehr-Bepflanzungsvorschläge, und ein ausführlicher Brief mit einer Unterschriftenliste zudem auch neu gefüllte Bienensamentütchen für Bürgermeister Michael Kessler. Mit den angefertigten Plänen unterm Arm wurden die jungen Naturschützer im großen Sitzungssaal des Rathauses vom Stadtoberhaupt begrüßt. Dort wo sonst der Stadtrat im großen und beeindruckenden Saal sitzt, durften die kleinen Bienenschützer Platz nehmen.
Versorgt mit Getränken und Gummibärchen hörten die Kinder aufmerksam zu, als Herr Kessler anfangs über seine Arbeit im Rathaus berichtet. Anschließend bittet er seine jungen Besucher, von ihrem Anliegen zu berichten. Tim eröffnet die Gesprächsrunde: „Herr Bürgermeister, wir sind gekommen, um mit Ihnen über die Bienen hier in Bendorf zu sprechen. Wir brauchen einfach mehr Bienen.“ Christina: „Die sind wichtig für die Obstbäume und die vielen Vitamine, die wir brauchen.“ Sophia: „Sie müssen uns helfen, dass hier in unserer Stadt viele Blumen, Büsche und Bäume wachsen, damit die Bienen mehr Nahrung bekommen.“ Nico: „Wir haben Straßenpläne gemalt. Schauen Sie mal hier.
Das ist ein Kreisverkehr mit einer kleinen Insel. Da können Blumen und Büsche stehen für die Bienen.“ Bürgermeister Kessler ist sichtlich beeindruckt von der Kreativität der Kita-Kinder. „Mich interessiert was Bürger meiner Stadt denken. Ich selber mag die Natur sehr und wandere gerne. Zudem bin ich beeindruckt, dass ihr Euch so viele Gedanken gemacht habt für die Natur in und um Bendorf herum. Danke, dass ihr gekommen seid. Ich werde dem Stadtrat von Eurem Anliegen berichten. Versprechen kann ich Euch schon jetzt, dass wir nächstes Jahr, also 2018, einen Wettbewerb ausschreiben werden für alle Bendorfer Bürger unter dem Motto: „Sagt JA zur Biene! Die schönsten Bienengärten werden gesucht. Und im Stadtpark wird eine Wiese, eigens für die Bienen, angelegt. Ich freue mich, dass ihr mit Euren Ideen aktiv etwas für unsere Stadt tut. Danke.“ Nach einer herzlichen Verabschiedung ist auf der Treppe zu hören: „Siehste Karla, der Bürgermeister hilft uns.“
Im Sitzungssaal trugen die Kinder ihr Anliegen vor. Foto: Anwender