Allgemeine Berichte | 26.04.2026

Besuch aus Tansania

Auf Initiative eines ehemaligen Schülers: Gäste aus Tansania besuchen Goethe-Gymnasium Bad Ems

Referendar Johannes Plitzko und Lehrerin Britta Fuhr, Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Deutsch mit Gästen aus Tansania

Bad Ems. Am 27. März, dem letzten Schultag vor den Osterferien, durfte das Goethe-Gymnasium Bad Ems besonderen Besuch begrüßen: Im Rahmen der langjährigen Partnerschaft des Dekanats Nassauer Land der Evangelischen Kirche und dem Arbeitskreis der evangelischen Kirche in Mabira in Tansania durfte unsere Schule 8 junge Leute und zwei Betreuer durch unsere Schule führen.

Gemeindepädagogin Saskia Klump, Gemeindepädagoge Romiro Hocke, ehemaliger Schüler des Goethe-Gymnasiums, Pfarrer Andreas Mangusson sowie Bildungsreferentin Beate Schmittel engagieren sich intensiv für das Wohl der Gäste und einen lebendigen interkulturellen Dialog.

Die Begegnungen finden alle zwei Jahre statt und erstrecken sich jeweils über drei Wochen. Sie bieten eine wertvolle Gelegenheit für gegenseitiges Lernen, persönliche Begegnungen und den Austausch über unterschiedliche Lebenswelten.

Während ihres Aufenthalts am Goethe-Gymnasium erhielten die Gäste vielfältige Einblicke in den Schulalltag. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Schulleiterin Christa Habscheid gab Sie zunächst einen kurzen Einblick in die Struktur und Organisation des deutschen Schulsystems. Anschließend lud sie die Gäste ein, ihrem Computerunterricht in einer fünften Klasse beizuwohnen. Darüber hinaus hospitierten die Besucherinnen und Besucher im Deutsch-, Kunst- und Erdkundeunterricht und kamen dabei mit Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften ins Gespräch.

Im Austausch berichteten die Gäste aus Tansania unter anderem, dass die Grundschule dort bis zur siebten Klasse reicht und der Übergang in die weiterführende Schule anschließend erfolgt. Vor diesem Hintergrund war es für sie besonders interessant zu erleben, dass am Goethe-Gymnasium jüngere und ältere Schülerinnen und Schüler an einem gemeinsamen Schulstandort lernen.

Besonders bereichernd waren die offenen Fragerunden, in denen sich deutsche und tansanische Teilnehmende über ihren Alltag, ihre Lebensbedingungen und schulischen Erfahrungen austauschten.

Ein musikalischer Höhepunkt war ein spontanes Ständchen im Lehrerzimmer, das für große Freude und eine herzliche Atmosphäre sorgte.

Auch die Eindrücke der Gäste aus Tansania waren für die Schulgemeinschaft von großem Interesse. So beschrieben sie die Menschen, die sie bisher in Deutschland kennengelernt haben als eher zurückhaltend, sehr pünktlich und ausgesprochen gastfreundlich. Besonders beeindruckt zeigte sich die Delegation von der herzlichen Aufnahme und der Fürsorge, mit der sie während ihres Aufenthalts in der evangelischen Gemeinde begleitet wurde. Ihr großes Interesse galt vor allem dem Alltag in Deutschland: Wie Menschen hier leben, wohnen und kochen, waren zentrale Fragen, die immer wieder gestellt wurden.

In den Gesprächen wurde zugleich deutlich, wie unterschiedlich der Alltag junger Menschen in beiden Ländern sein kann. Während Schülerinnen und Schüler in Deutschland ihre Zeit nach der Schule häufig individuell gestalten, übernehmen viele Jugendliche in Tansania Aufgaben im familiären Umfeld – etwa beim Kochen, in der Landwirtschaft oder im Haushalt.

Der Besuch hat einmal mehr gezeigt, wie bereichernd und wichtig internationaler Austausch ist. Er fördert Verständnis, Respekt und Offenheit und schafft Verbindungen, die weit über den schulischen Alltag hinausreichen.

vorne: Romiro Hocke bedankt sich bei Schulleiterin Christa Habscheid für die Möglichkeit des kulturellen Austauschshinten: Anna Gerhold, Markus Pfaff-Merkel

vorne: Romiro Hocke bedankt sich bei Schulleiterin Christa Habscheid für die Möglichkeit des kulturellen Austauschs hinten: Anna Gerhold, Markus Pfaff-Merkel Foto: Julia Acar

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Referendar Johannes Plitzko und Lehrerin Britta Fuhr, Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Deutsch mit Gästen aus Tansania Foto: Julia Acar

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