Allgemeine Berichte | 10.02.2020

1. Kappensitzung des NCV Nickenich

Auf dem Narrenschiff des NVC schlugen die närrischen Wogen hoch

Mit ihrem rasanten Tanz rissen die Grazy Devils das Publikum von den Stühlen. Fotos: UBU

Nickenich. Mit Tempo, Witz und einer gehörigen Portion Einfallsreichtum tobten die Akteure des Nickenicher Carneval-Vereins (NCV) bei ihrer ersten Kappensitzung auf und hinter der Bühne durch den Abend und bescherten den närrischen Gästen in dem vollbesetzten Narrenschiff Pellenzhalle unterhaltsame Stunden.

Nach dem Einzug des Elferrates, in Begleitung der Nachwuchsgarde, des Mariechens, der großen Garde und Damengarde, hieß Kapitän Niklas Laux die große Narrenschar an Bord willkommen und führte als Sitzungspräsident wortgewandt durch das abwechslungsreiche Programm. Dabei vergaß er nicht, seinem Vorgänger Timo Dietz, für sein Engagement für den Nickenicher Karneval zu danken, dem dieser als Elferratsmitglied sowie in der Bütt, trotz hoher beruflicher Einspannung, auch künftig treu bleibt.

Eine Büttenrede zum Auftakt

Frederik Leersch trat als „En Jemeindsarbeiter“ als erster in die Mitte. Als ein in 4. Generation arbeitsuchender Arbeitsloser freut sich Herbert Spritkopp, alias Frederik Leersch, über ein Stellenangebot der Gemeinde. „Direkt vor der Haustür und vom Staat bezahlt, das wär was für mich.“ Gewohnt spitzzüngig, dennoch mit einem Augenzwinkern, hatte Leerschs Vortrag viel Lokalkolorit zu bieten. So nahm er nicht nur die Gemeindemitarbeiter, sondern auch den Abgesang der Burgklause, als auch den Ortschef Detlev Leersch aufs Korn, und verriet, dass Letztere am Gemeindetelefon unter der Durchwahl 4 ausschließlich für Damen unter Vierzig zu erreichen ist. Ganz andere Sorgen plagten die Therapeutinnen „Trizi und Kathrin“ (Patricia Daun und Kathrin Kill), die mit ihrem ersten gemeinsamen Auftritt die Lachmuskeln des Publikums ordentlich strapazierten. Kathrins Enttäuschung darüber, dass sie von ihrem Freund Micha verlassen wurde, kommentierte Trizi ungerührt mit einem Seitenhieb gegen die Nachbargemeinde: „Endlich bist du den Krufter los!“ Dass sie mit ihrer Enttäuschung schlafen müsse, sei hingegen weitaus dramatischer. Den Frust über ihr Liebesleben ließen sie ungeniert an ihren zwei männlichen Kunden aus, die alles anderen als eine sanfte und entspannende Massage über sich ergehen lassen mussten. Dem Entschluss der frustrierten Therapeutinnen, ihre Kunden mit ihrer erotischen Nutzfläche zu beglücken, machten diese allerdings einen Strich durch die Rechnung, indem sie händchenhaltend die Praxis verließen.

Mit ihrer Live-Fernsehshow „Schlag den Leersch“ glänzte die mehrköpfige Formation der NCV Allstars. In spannenden Duellen musste sich Ortsbürgermeister Detlev Leersch (Dominik Leersch) gegen hochkarätige Dorf-Prominente, wie beispielsweise dem Hüter des Burgtores, Paul Weyer (Henning Carstensen) und dem Alleinunterhalter Willi Barz (Niklas Laux) beweisen. Unterstützt von Assistentin Lilke (Janina Forster) studierte Moderatorin Marina Wiesinger mit dem Publikum die passenden Schlachtrufe ein. Geschichten aus dem Leben gab schließlich Timo Dietz als „En Schwadlappe“ zum Besten. Dabei weihte er auch die neue Smart-Bütt ein, die ausschließlich über einen Modus – dem Kramosta-Modus – verfügte.

Tänze sorgten für Augenschmaus

Nicht zuletzt sorgten die schwungvollen Tanzdarbietungen der NCV Tänzerinnen und Tänzer für Würze und immer wieder für Augenschmaus. So trieb der Tanz des NCV Gemüses unter dem Motto „Monster Party“ nicht nur dem Elferrat Gänsehaut auf die Arme. Frenetisch bejubelt wurden auch die Tanzdarbietungen der Nachwuchsgarde, der großen Garde sowie der Tanz der drei Pellenzmariechen Marice Schlaus von der KG Wohlgemuth Kruft, Yvonne Debüser von der GKG Plaidt und Laura Deböser, vom NCV Nickenich, die im späteren Verlauf der Sitzung noch einmal mit ihrer Solovorstellung glänzte. Verkleidet als Hexen und Zauberer tanzte sich die Gruppe No Name unter dem Motto „Harry Potter“ in die Herzen des Publikums und heimste mit ihrer fantastischen Vorstellung die erste Rakete des Abends ein, der im Verlauf der Veranstaltung noch zahlreiche folgten. Mit Rollator und Stock bewaffnet lieferte sich schließlich der Möhnenverein „Viva Alaaf“ ein schwungvolles Tanz-Battle. Tänzerische Höhepunkte setzten der Tänze der Gruppe Crazy Devils, die als Cowgirls und Cowboys die Bühne des Narrenschiffs enterten, sowie der Free Style Dance der Sportvereinigung Nickenich, die als lebende Tote über die Bühne schwebten. Die jungen Gruppen zeigten mit Begeisterung, wie viel Spaß körperliche Höchstleistungen machen können.

Das Elferratsvideo von Henning Carstensen, die Büttenrede von Thomas Müller als Prinz Tompra von Nitjanzpur, sowie die Tänze der gemischten Tanzgruppe und des Herrenballetts und der Gesangsvortrag der „Korretlerchen“ trugen ebenfalls mit dazu bei, das dem gutgelaunten Narrenvolk in der Nickenicher Pellenzhalle urwüchsige Dorffastnacht vom Feinsten geboten wurde.

Nach dem großen Finale gegen Mitternacht wurde schließlich mit der Aftershowparty mit Perfect Events in der Sekt- und Bierbar die Nacht zum Tag gemacht.

Ein Highlight war auch der gemeinsame Auftritt der Pellenz-mariechen von den Karnevalsvereinen aus Nickenich, Plaidt und Kruft.

Ein Highlight war auch der gemeinsame Auftritt der Pellenz- mariechen von den Karnevalsvereinen aus Nickenich, Plaidt und Kruft.

Mit Stock und Rollator liefertendie Möhnen „Viva Alaaf“ einschwungvolles Tanz-Battle.

Mit Stock und Rollator lieferten die Möhnen „Viva Alaaf“ ein schwungvolles Tanz-Battle.

Das NCV-Gemüse begeisterte unter dem Motto „Monsterparty“.

Das NCV-Gemüse begeisterte unter dem Motto „Monsterparty“.

Auf dem Narrenschiff des NVC schlugen die närrischen Wogen hoch

Mit ihrem rasanten Tanz rissen die Grazy Devils das Publikum von den Stühlen. Fotos: UBU

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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