Allgemeine Berichte | 18.11.2022

Vorträge am 1. Dezember 2022 im Ratssaal der Stadt Andernach

Auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe

Blick in das Innere des Alten Krahnens. Foto: Klaus-Peter Kappest

Andernach.Wie durch vielfältige Aktionen schon bekannt, möchte das Mühlsteinrevier RheinEifel, welches das Gebiet rund um Mayen, Kottenheim, Ettringen, Mendig und Andernach umfasst, auf die Liste des geschützten kulturellen Erbes der UNESCO gelangen.

Mit zwei unterhaltsamen und informativen Vorträgen sollen interessierte Bürgerinnen und Bürger am Donnerstag, 1. Dezember 2022, ab 15 Uhr im Historischen Rathaus in Andernach in das UNESCO-Projekt eingeführt werden. Der wissenschaftliche Mitarbeiter des Mühlsteinreviers Nicolas Junglas MA wird in einem ersten Teil nicht nur die historische Entwicklung der UNESCO und ihre Zielsetzung beleuchten, sondern auch darauf eingehen, warum man vom Potenzial des Mühlsteinreviers, Welterbe zu werden, überzeugt ist. Da sich das Mühlsteinrevier als serielles Kulturgut bewirbt, wird Nicolas Junglas außerdem auf die fünf Bestandteile - Grubenfeld Mayen, Lavakeller Mendig, Ettringer Lay, Kottenheimer Winfeld und Andernacher Hafen - eingehen, da jeder Bestandteil einen speziellen Aspekt der Mühlsteinproduktion repräsentiert. Den Bestandteil Andernach und seine Funktion im Rahmen des Welterbeantrags wird Dr. Kai Seebert, Leiter des Andernacher Stadtmuseums, im zweiten Teil detailliert vorstellen: Andernach diente von vorrömischer Zeit bis ins 20. Jahrhundert als Verladeort für Reib- und Mühlsteine aus Mayen und Kottenheim. Spektakulärstes Zeugnis dieser langen Tradition ist der Mitte des 16. Jahrhunderts errichtete Hauskran, dessen bauzeitliche Technik noch heute funktionsfähig ist. Wie kaum ein anderes Bauwerk spiegelt der Alte Krahnen die jahrtausendealte Mühlsteinindustrie der Osteifel wider. Ende des 19. Jahrhunderts war es niemand Geringeres als der Basaltlavamagnat F.X. Michels, der den Alten Krahnen von der Stadt pachtete. In unmittelbarer Nachbarschaft ließ er seine repräsentative Villa errichten. Dieses Beziehungsgeflecht wird Kai Seebert in seinem Vortrag dezidiert darlegen. Beginn der beiden Vorträge am 1. Dezember ist um 15 Uhr im Ratssaal im Historischen Rathaus der Stadt Andernach, Hochstr. 52/54. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht nötig. Die Kooperation Mühlsteinrevier RheinEifel und die Stadt Andernach freuen sich auf zahlreiche interessierte Gäste.

Pressemitteilung des

Mühlsteinreviers RheinEifel

Blick in das Innere des Alten Krahnens. Foto: Klaus-Peter Kappest

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