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Lateinkurs des Bendorfer Gymnasiums auf literarischer Entdeckungsreise in der Ewigen Stadt

Auf den Spuren der alten Römer

14.06.2019 - 13:37

Bendorf. „Anderer Orten muss man das Bedeutende aufsuchen, hier werden wir davon überdrängt und überschüttet.“ Diese Zeilen schrieb Johann Wolfgang von Goethe in sein Tagebuch, als er am 7. November 1786 in Rom weilte. Die Stimmung, die in diesen Worten anklingt, konnten auch die Schülerinnen und Schüler des Bendorfer Wilhelm-Remy-Gymnasiums (WRG) allzu gut nachempfinden, als sie eine Woche lang die Schönheit der italienischen Hauptstadt bestaunen durften. Großzügige Unterstützung erfuhr das Vorhaben auch in diesem Jahr durch den Förderkreis des WRG. Unter der Leitung der beiden Lateinlehrer Claudio Civello und Matthias Prill war die Reise monatelang vorbereitet worden. „Das Konzept der Reise besteht darin“, so Civello, der die literarische Studienfahrt im Jahre 2015 ins Leben gerufen hat, „nicht einfach die bekanntesten Sehenswürdigkeiten abzulaufen, sondern sich vor Ort mit einigen der schönsten Texte der Weltliteratur zu befassen.“ Dabei hat der passionierte Philologe, der neben Latein unter anderem auch fließend Französisch, Italienisch, Spanisch und natürlich Englisch spricht, nicht nur die römische Literatur im Sinn. Vielmehr geht es ihm darum, „über den Tellerrand der Römer hinauszusehen und auch Texte in den Blick zu nehmen, die in der Bewunderung für die klassische Antike entstanden sind: etwa von Petrarca, Du Bellay, Goethe oder auch Spenser.“ Und natürlich dürften auch die griechischen Autoren nicht fehlen, ergänzt sein Kollege Prill, der selbst unter anderem in Italien Altgriechisch studiert hat. Intensive Vorarbeit erfordert jedes Mal die Erstellung eines eigenen Reiseführers, für den alle Mitreisenden mindestens eine Doppelseite mit den Texten und nützlichen Zusatzinformationen gestalten. Vor Ort dient dieser dann als Grundlage für die literarische Stadterkundung, die– davon sind die beiden Literaturliebhaber fest überzeugt– Vergangenes immer wieder eindrucksvoll lebendig werden lässt. „Die Romreise ist nicht bloß eine Kursfahrt wie die anderen: wir Schüler sind von Anfang an in die Organisation und Planung eingebunden. Vor Ort sind wir dadurch ein bereits eingespieltes Team, genau wie unsere Lehrer: Man merkt, dass sie lieben, was sie tun“, schwärmt Jonas Westphal (MSS 12), der in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal an der Studienfahrt teilgenommen hat. Zu den Highlights der diesjährigen vierten Studienreise gehörten unter anderem drei nächtliche Spaziergänge durchs antike Stadtzentrum. „Als wir am ersten Abend aus der Metrostation kamen und das in der Dunkelheit beleuchtete Colosseum vor uns sahen– das war schon atemberaubend“, erinnert sich Roland Petty begeistert. An ihrem zweiten Tag in der Ewigen Stadt wagten die Schülerinnen und Schüler den Aufstieg auf die Kuppel des Petersdoms, wo sich ihnen am italienischen Nationalfeiertag ein toller Blick über die Stadt bot. Zudem nutzte Gina Velten diesen ausgefallenen Ort, um ihre Mitreisenden– und auch andere aufmerksame Zuhörer– über die Geschichte des Petersdomes und der Obelisken, die sich wie ein roter Faden durch die Stadt ziehen, zu informieren. Es folgten im Laufe der Woche zahlreiche Referate zu den verschiedensten Epochen der römischen Literatur und Architektur sowie der Besuch der Vatikanischen sowie Kapitolinischen Museen. Für ihren Vortrag über den Circus Maximus hatten sich Nico Banks und Lars Velten etwas ganz Besonderes überlegt: Auf der antiken Rennbahn ließen sie ihre Mitreisenden ein Rennen austragen; auf diese Weise schafften sie es, die Atmosphäre des von ihnen vorgestellten Pliniusbriefes lebendig werden zu lassen. Und natürlich ließen es sich die Schülerinnen und Schüler hier nicht nehmen, die in der Ars amatoria studierten Flirttipps eines Ovid vor Ort auszuprobieren. Am vorletzten Tag besuchte die Bendorfer Reisegruppe schließlich Neros Geburtsstadt Antium und die Ruinen seines ehemaligen Kaiserpalastes.

Das letzte Referat im Laufe einer lehr- und ereignisreichen Woche blieb dem Ovidliebhaber Claudio Civello vorbehalten; am Flughafen ließ er seine Zuhörer die traurige Stimmung des 8. n. Chr. aus Rom verbannten Dichters beim Abschied aus seiner Heimat nachempfinden: „Wenn mir das – ach! – so traurige Bild jener Nacht wieder einfällt, welche der letzte Rest Zeit in meiner Stadt für mich war, wenn ich erinner‘ die Nacht, in der so viel Liebes ich da ließ, fließt aus den Augen auch jetzt mir eine Träne heraus.“ Diese Verse stimmten auch die Bendorfer traurig. Lateinlehrer Civello vermochte sie jedoch ein wenig über ihren Abschiedsschmerz hinwegzutrösten: „Für Ovid gab es leider kein Zurück, wir aber können und werden wiederkommen.“

Pressemitteilung

Wilhelm-Remy-Gymnasium

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juergen mueller:
Herr Schupp,wie kommen Sie darauf,dass man gerade Sie in einen direkten Vergleich mit den "Dosen-Politikern" gestellt habe?Seien Sie doch einfach nur froh,dass Ihr Konterfei nicht auf einer Dose war.Das hätte die Berechtigung zu einer Anzeige sein können.Meine Oma hat immer gesagt:"Getroffene Hunde bellen".Ich an Ihrer Stelle hätte mir nicht entgehen lassen,den ersten Ball zu werfen - nicht auf den Mann mit dem Schnorres,denn der ist ja tot. Machen sie doch lieber ernsthafte Politik,als diese anderen zu empfehlen und schauen sich einmal "Verstehen Sie Spaß" an.
Antje Schulz:
Der Kommentar von K. Schmidt muß richtig gestellt werden. Die AfD hatte bei der Kreistagswahl nicht rund 350.000 Wähler, sondern rund 350.000 Stimmen. Jeder Wähler konnte bei Kreistagswahl bis zu 50 Stimmen vergeben. Im Bundesdurchschnitt liegt die AfD momentan bei etwa 13 Prozent. Da sind 7,4 Prozent für die AfD bei der Kreistagswahl Mayen-Koblenz nunmal weiter unter Schnitt. Das heißt, daß die Wähler im Landkreis Mayen-Koblenz mit der Arbeit der AfD nicht besonders zufrieden sind, jedenfalls weit weniger als im Bundesdurchschnitt. Und das liegt auch an der schlechten Arbeit von Uwe Junge.
K. Schmidt:
Das Argument, alle Wahlen in der Konstitution sind vorher abgesprochen, soll deshalb nicht ziehen, weil auch die meisten anderen Beschlüsse vorher abgesprochen und somit nur noch abzunicken sind? Und Junge soll man einfach nicht ernst zunehmen? Als Vorsitzender der drittstärksten Landtagsfraktion? Leute, genau so hält man dieses politische Krankheitssymptom am Leben, genau so wird man die Afd nicht wieder los. Bekämpft sie doch endlich mit vernünftiger Politik, nicht mit solch dilettantischen Quengeleien. Selbst die 350.000 Wähler bei der Kreistagswahl hat die AfD sich nicht selbst gewonnen, sondern die haben die anderen Parteien verloren. Warum versucht denn keiner, die zurück zu gewinnen? Das lässt sich so auf alle Ebenen übertragen. Man kann es nicht verstehen.
Antje Schulz:
Uwe Junge ist kein ernst zu nehmender Politiker.
Uwe Klasen:
Dazu zwei Zitate: "Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt." Immanuel Kant (1724-1804) ----- "Die Freiheit besteht darin, daß man alles das tun kann, was einem anderen nicht schadet." Matthias Claudius (1740-1815)
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