Pfingstspectaculum in Bad Hönningen
Auf der Promenade waren die Hunnen los
Bad Hönningen. Entlang der Rheinpromenade in Bad Hönningen war über die Pfingsttage viel Aktion. Neben dem großen Trödelmarkt lockten das mittelalterliche „Pfingstspectaculum“ und das Hunnenlager trotz des kühlen und manchmal auch nassen Wetters nicht nur viele Gäste aus der Stadt und der Umgebung, sondern auch aus entfernteren Regionen an. Schon am Samstag sorgten ab 11 Uhr die mittelalterlichen Handwerker und Händler für guten Zulauf. Um 19.30 Uhr startete das Livekonzert Band Prestorica mit mittelalterlichem Rock/Folk und zog zahlreiche Zuschauer und Zuhörer an.
Am Sonntagabend zog auch das traditionelle „Feuerspectaculum“, das von „Kaspar der Gaukler“ kommentiert wurde, viele Besucher in seinen Bann.
An allen drei Tagen zeigten die Hunnen- Bauchtänzerinnen ihr Können, mehrfach täglich gab es zudem Schaukämpfe, Tänze und vieles mehr. Auch für die kleinen Gäste gab es viel zu sehen und erleben. Neben mehrfacher Kinderbelustigung gab es für den Nachwuchs viel zu lernen: zum Beispiel, wie eine Trommel gebaut und Bücher gedruckt werden. Zudem lernten die jungen Besucher, wo Wolle herkommt und wie sie gefärbt wird. Neben vielen anderen Berufen konnten sie sich auch als Kinderschmied versuchen. Für die kleineren Besucher gab es im Märchenzelt Geschichten zu hören und sehen.
Den Handwerkern über die Schulter geblickt
Aber auch die Erwachsenen kamen auf ihre Kosten: an den rund 50 Ständen konnten sie Handwerker und „fahrende. Händler von Schmuck, Leder, Traumfängern, Beerenwein und Met, Gewandung, Spielzeug, Kräuter und Gemüsepflanzen. Buchdrucherey, Filzerey, Drechslerey, Feldbeckerey, Badezuber, Trommelbauer“ und vielem mehr über die Schulter blicken und die Produkte erwerben.
Angesichts des breiten und liebevoll zusammengestellten Programms waren die Ticketpreise nicht zu viel. Kinder unter dem „Schwertmaß“ von 1,25: Meter hatten freien Zugang. Mit großem Engagement der Teilnehmen und Hunnen wurde das mittelalterliche Ambiente gut und überzeugend dargestellt..
Die „mittelalterlichen Wettergötter“ hatten auch am Montag beim Ausklang wechselhaftes Wetter im Gepäck. Zwar machten die kühlen Temperaturen warme Kleidung nötig, überwiegend blieb es aber für Aktive und Besucher trocken. Trotz des Wetters war die Promenade wieder voll, denn die Organiastoren und die Stadt hatten einen guten Mix gefunden, da sich Flohmarkt, das Pfingstspecatculum und die Hunnen bestens ergänzten.
Dank der mittelalterlichen Kleidung der Mitwirkenden und Lagerfeuern vor fast jedem Zelt konnte das Wetter die Stimmung bei den Aktiven und Zuschauern nicht schmälern.
Positive Bilanz auch bei den Aktiven
Nicht nur die Besucher und Zuschauer zogen eine Bilanz. Auch die „Aktiven“ zeigten sich mit den Besucherzahlen, deren Interesse und den Geschäften sehr zufrieden: „Miriam“ aus Frankfurt, die zum ersten Mal am mittelalterlichen Markt in Bad Hönningen teilnahm und mit „neugierigen“ Frettchen viele Zuschauer in ihren Bann lockte, ist sicher: „Dieser mittelalterliche Markt ist superschön. Wir kommen nächstes Jahr auf jeden Fall wieder.“
Auch die Aktiven des „Milites Sentiacum“ aus Sinzig, die Mitglieder aus Bonn, Koblenz und einem Umkreis rund 50 Kilometer zählt, zogen ebenfalls eine positive Bilanz: „Der Zulauf am Samstag war noch etwas schleppend, der Montag war aber immer sehr gut. Zwar war der Sturm am Wochenende nicht so toll, es gab aber dennoch mehr Besucher, als erwartet.“
Die „Hunnen der Horde“ der 1. KG Unkel, die 2005 gegründet wurde, waren zufrieden. 1. Hunnenhorden-Chef Attila brachte es auf den Punkt: "Es macht hier sehr viel Spaß."
Das große Hunnenlager bestand aus vielen Zelten.
Miriam aus Frankfurt mit ihren Frettchen.
Die aktiven Teilnehmer präsentierten sich beim Rundgang dem Publikum.
Zahlreiche Handwerker ließen sich über die Schultern gucken.
