Allgemeine Berichte | 03.07.2023

Open-Air Literaturkonzert bei der Stommel Stiftung in Urbar

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Freitag, 21. Juli um 21 Uhr

Urbar. Es zählt zu den bekanntesten Büchern der Welt, aber kaum jemand hat es gelesen. Kein Wunder: Mit über 5.000 Seiten war „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ von Marcel Proust bis vor Kurzem der längste Roman, der je geschrieben wurde. „Lang“ = „langweilig“? Weit gefehlt: Mit scharfem Blick erkennt Proust die kleinen und großen Schwächen der Menschen in seiner Umgebung und schildert diese mit unnachahmlicher sprachlicher Raffinesse und einer guten Portion Humor. Legendär sind auch seine Landschaftsbeschreibungen: Seine zu Papier gebrachten Erinnerungen wie z.B. an den charakteristischen Kirchturm im Provinzörtchen Combray sind nicht nur große Kunst, sondern eröffnen auch erstaunliche Einsichten über die Bedeutung von Erinnerungen für unser Leben. Der in Berlin lebende Schauspieler Julian Weigend (bekannt u.a. aus „Tatort“ und „In aller Freundschaft“), der das Publikum bei der Stommel Stiftung immer wieder in Begeisterung versetzt hat, wird ausgewählte Auszüge vortragen.

Das musikalische Programm gestalten die international bekannten Musiker/innen Clémence De Forceville (Geige), Anna Fedorova (Klavier) und Benedict Kloeckner (Cello) mit Musik von Maurice Ravel, Claude Debussy, César Franck, Gabriel Fauré und Mel Bonis. Das Konzert findet statt in Kooperation mit dem Internationalen Musikfestival Koblenz mit großzügiger Unterstützung der Wolfram-Haymann-Stiftung.

Wie immer wird die Aufführung von einer stimmungsvollen Illumination untermalt.

Wann: Freitag, 21. Juli um 21 Uhr.

Wo: Urbar, Platz vor der Stommel Stiftung, Bornstraße 23.

Vorverkauf: www.stommel-stiftung.de, Buchhandlung Reuffel, Abendkasse.

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