AWO Karthause
Auf ins schöne Cochem
Karthause. Es war ein sonniger Frühlingstag als 27 Mitglieder der AWO Karthause mit Bus und Bahn nach Cochem reisten. Zuerst war ein Besuch an die Senfmühle geplant. Als Führerin begrüßte sie eine geborene Karthäuserin, so dass sie sich direkt heimisch fühlten. Ihre klaren und verständlichen Ausführungen fesselten die Gruppe. Die Geschichte der Cochemer Senfmühle geht bis zum 18. Jahrhundert zurück. Die Mühle gelang via Belgien und Holland zufällig nach Deutschland, wo sie restauriert wurde und in 2001 in Betrieb genommen werden konnte.
Der Senf wird nach Original Rezepten aus dem 15. und 19. Jahrhundert hergestellt. Die Zusammenstellung konnte man Führerin leider nicht entlocken und bleibt ein Betriebsgeheimnis. So lernten sie, dass durch das Kaltmahlverfahren die wertvollen ätherischen Ölen und natürlichen Inhaltsstoffen vollwertig erhalten bleiben. Die Senfmühle in Cochem produziert täglich 180 kg, Senf.
Ein Blick in den Topf entlockte etlichen Besuchern feuchte Augen. Ob sie traurig waren über das Ende der Führung oder die Zusammenstellung des Mostrich zu viel Schärfe hatte, möchte man nicht bewerten.
Nach der Führung hatte ein Weinhaus das Mittagessen für uns vorbereitet. Gut gestärkt, konnte jeder die Stadt auf eigene Faust erkunden. Einige wollten shoppen, andere suchten die Nähe der Mosel oder bewunderten die Altstadt mit den hübschen, mit Moselschiefer bedeckten Fachwerkhäusern, die Reste der Stadtmauer und den Martinsbrunnen.
Zum Kaffee trinken oder Eis schlemmen war Zeit genug, bevor 27 Koblenzer zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken nach Koblenz zurückkehrten.
