Allgemeine Berichte | 21.11.2018

Tagesfahrt des Partnerschaftsvereins Wachtberg

Auf zu den alten Römern und an die schöne Mosella

Das Römerbergwerk Meurin war ein Ziel der Tagesfahrt.privat

Wachtberg. Wie jedes Jahr lud der Partnerschaftsverein Wachtberg auch diesmal zu einer Tagesfahrt ein, um sich für das Engagement der Mitglieder bei den Austauschprogrammen mit den Partnergemeinden Bernareggio und La Villedieu du Clain zu bedanken.

Ziele des Ausflugs am 27. Oktober waren das Römerbergwerk Meurin am Rande des Vulkanparks Eifel sowie die schöne kleine Stadt Alken an der Mosel mit ihrer Doppelburg Thurant.

In einem Talkessel bei Kretz wurde Mitte des 20. Jahrhunderts ein unterirdisches römisches.

Bergwerk entdeckt, dessen Stollensystem ab 1998 von Archäologen freigelegt wurde. Hier bauten römische Legionäre um 300 vor Christus den begehrten Tuffstein ab, der für Repräsentativbauten unter anderem in Colonia Agrippina, dem heutigen Köln, benötigt wurde. Es ist eindrucksvoll, wie mit einfachen Werkzeugen und dem technischen Fachwissen der damaligen Zeit mannshohe Steinblöcke aus dem Fels gesprengt werden konnten, indem die Arbeiter Keile in den Fels trieben und so die Blöcke herausbrachen.

Die Markierungen und Spuren der Werkzeuge sind heute noch deutlich zu erkennen.

Der Rundgang durch die angrenzende Ausstellung bei fast winterlichen Temperaturen zeigte zum unter anderem die Funktion nachgebauter Vorrichtungen zum Heben schwerer Blöcke, zum Sägen von Steinen und zur Bearbeitung von Säulen. Mit großem Hallo konnten die Teilnehmer diese Geräte auch selbst betätigen. Weiter ging es nach Alken an der Mosel, wo in dem bezaubernden Landhaus Zimmermann das Mittagessen eingenommen wurde. Anschließend bestand die Gelegenheit, die über 1000 Jahre alte romanische St. Michaelskirche zu besichtigen, die Jahrhunderte lang Pfarrkirche war.

Wertvolle Fresken, kunstvolle Altäre, Gemälde und Statuen bestimmen die Atmosphäre des Innenraumes.

Der Anstieg zur Burg Thurant wurde teils zu Fuß zurückgelegt. Diese Burg aus dem 12. Jahrhundert hat zwei Türme und besteht aus zwei getrennten Einheiten, da in der Zeit ab 1248 ein Teil dem Erzbistum Trier und der andere dem Erzbistum Köln gehörte und diese Trennung auch räumlich dokumentiert werden sollte. Einige Gebäudeeinheiten wie das Verwalterhaus, das Wappenzimmer, die Kapelle, der Weinkeller und der Wehrgang sind noch erhalten, andere werden zur Zeit wiederhergestellt. Von der Burg mit ihren kleinen Nischen genießt man einen zauberhaften Blick auf das Moseltal.

Den Abschluss des Tages bildete ein Umtrunk in einer gemütlichen Winzerwirtschaft, in der bei einem guten Schoppen Wein und angeregter Unterhaltung schnell die Zeit verging. Man tauschte seine Erfahrungen bei der Aufnahme von Gästen aus den Partnerländern aus und erkundigte sich nach den künftigen Aktivitäten des Partnerschaftsvereins. Spannend waren die Erzählungen aus der Jugendzeit einiger gebürtiger Wachtberger, die über die Verhältnisse und Gebräuche der damals noch bäuerlichen Dörfer berichteten, die heute in der Gemeinde Wachtberg zusammengefasst sind. So war es üblich, dass die männliche Jugend für das Holz des Martinsfeuers sorgte und auch das Aufschichten übernahm. Für Swen Christian, den Beigeordneten der Gemeinde Wachtberg, war diese Fahrt eine willkommene Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit Bürgern und Bürgerinnen über Fragen der kommunalen Entwicklung sowie Probleme in der näheren Umgebung.

Pressemitteilung der

Gemeinde Wachtberg

Die Teilnehmer konnten auch den Nachbau einer antiken Säge testen.

Die Teilnehmer konnten auch den Nachbau einer antiken Säge testen.

Das Römerbergwerk Meurin war ein Ziel der Tagesfahrt.Fotos: privat

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