22. Fahrt der DJK Ochtendung
Auf zum schöne Bodensee
Ochtendung. „Peter, wo fahren wir in diesem Jahr hin?“ Vor diese Frage sah sich Peter Weiler in den letzten Monaten immer wieder gestellt. Er ist es, der für seine DJK-Freunde seit 1977 alle zwei Jahre eine Fahrt plant, organisiert und durchführt. Die Wahl fiel diesmal auf die 4-Länder Region am Bodensee rund um das österreichische Bregenz. Gut gelaunt starteten die Teilnehmenden in den Kurzurlaub. Es waren immerhin 36 DJK-ler. Einige mussten kurz vorher wegen Corona absagen.
Die Fahrt mit dem alten DJK-Fahrer Wolfgang, verlief trotz einiger Verkehrsstörungen und Regenschauern sehr harmonisch. Am Abend warman sich einig: Das Hotel war gut gewählt, wurde es doch im Blick auf Wohnkultur und Lage hohen Erwartungen gerecht.
Entlang der Südseite des Bodensees ging es dann am nächsten Morgen nach Konstanz. Die Stadtführerin verstand es, sehr präzise die ehemalige Konzilsstadt von 1414 - 1418 näherzubringen. Traumhaft die Insel Mainau, die nachmittags mit ihrer Blumenpracht erfreute.
Mit der Markthalle Altenrhein am Bodensee schuf Friedensreich Hundertwasser ein Bauwerk der besonderen Art, welches sie dann am darauffolgenden Samstag besichtigten. Zahlreiche Mitbringsel aus dem dortigen Kunstshop finden sich heute in Ochtendunger Häusern wieder. Weiter ging es an diesem Tag nach St. Gallen, der Stadt, in der Hauserker beliebt und deshalb kunstvoll an zahlreichen Bauten angebracht sind. Geradezu filmreif wurde es anschließend in Appenzell: Almabtrieb! Die DJK-Freunde durften miterleben, wie Kühe und Ziegen laut mit ihren Glocken bimmelnd durch den Ort zogen, um nach längerem Aufenthalt auf der Alm wieder in ihre Ställe zurückzukehren.
Damit nicht genug. Nach einer Weiterfahrt rheinaufwärts am ‚jungen Rhein‘ gelangten sie am Ostrand der Schweiz in den viertkleinsten Staat Europas, nach Liechtenstein, dort wo Hans-Adam II Landesfürst und zugleich als erste Person im Staate residiert. 40 000 Einwohner zählt das Land. Eine Fahrt in einer kleinen Bummelbahn durch die Straßen und Gassen und in die Weinberge des Fürsten brachte die Reisenden mit vielen Informationen, Land und Leute der Hauptstadt Vaduz näher.
Nahtlos setzten sie am Sonntag die Erkundungstour fort. Zunächst fuhr man nach Friedrichshafen, dem Ort am Bodensee, wo man auf Schritt und Tritt auf die Leistungen des Grafen Zeppelin in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stößt. Dabei erfuhren sie, man fliegt nicht, sondern man fährt in einem Zeppelin. Lindau war die nächste Station. Bei herrlichem Wetter und Kaffee und Kuchen konnte man die sehenswerte Promenade an der markanten Hafeneinfahrt genießen. Der Tag hatte zu späterer Stunde noch ein i-Tüpfelchen parat. Das Abendessen nahmen die DJKler in Bregenz ein, im Montfortsaal des Burgrestaurants Gebhardsberg. Von hier aus hatten sie eine unbeschreiblich schöne Sicht auf Bregenz und die gesamte Region des Bodensees. Der Blick fiel dabei auch auf das Festspielgelände von Bregenz. Nach abgeschlossener Spielzeit 2022 waren hier umfängliche Renovierungen zu erkennen.
Am Montag ging es dann über den Rheinfall bei Schaffhausen wieder nach Hause. Alle waren sich einig: Die Fahrt war ein großes Geschenk! Das Ziel, das Wetter, die Stimmung – alles passte. Peter Weiler hatte mal wieder Zeichen gesetzt.
Eine Sehenswürdigkeit ist die Markthalle in Altenrhein nach den Plänen von Hundertwasser errichtet. Foto: Horst_Hulley
