Der St. Martins-Chor Bad Ems beendete sein Konzertjahr
Aufführung des „Requiem“ von Gabriel Fauré
Bad Ems. Voll besetzt war am Sonntagnachmittag die katholische Pfarrkirche Sankt Martin in Bad Ems. Die Zuhörer waren gekommen um gemeinsam mit dem St. Martins-Chor das Konzertjahr zu beenden.
Pfarrer Michael Scheungraber begrüßte die Gemeinde, dankte für ein musikreiches Jahr und wünschte allen viel Freude.
Der Chor stand bereits, dann kamen die Musiker und Musikerinnen des Hessischen Staatsorchester Wiesbaden in das Kirchenschiff. Oben von der Empore erklang die Sandtner Orgel, (eingangs gespielt von Lutz Brenner) dazu die Instrumente der Bläser. Mit „Salvum fac populum, op.84 (Charles-Marie Widor 1844-1937) für drei Trompeten und Orgel, begann das eindrucksvolle „Requiem“.
Nach diesem Stück nahmen die restlichen Musiker ihren Platz ein. Bezirkskantor Lutz Brenner, der die Leitung für dieses großartige Konzert inne hatte, betrat den Dirigentenstuhl. Dann erklangen die hellen Stimmen des Chores. Passend zum Totensonntag, an dem jeder seiner Verstorbenen gedenkt mit „Introit et Kyrie“. Faure‘ schrieb diese Komposition seines Requiems durch den Verlust seiner Eltern. „Herr, gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen.“
Benjamin Russell (Staatstheater Wiesbaden) sang mit seiner schönen Bariton Stimme gemeinsam mit dem Chor als Solist eine „Offertoire“ und „Libera Me“ - „Rette mich, Herr, vor dem ewigen Tod“.
Die Solistin Anke Briegel (Königliche Oper Kopenhagen) überzeugte mit ihrer hellen und klaren Stimme als Sopranistin mit „Gütiger Jesus, Herr gib ihnen Ruhe, die ewige Ruhe“, Pie Jesu.
Die tiefen Streicher, Bläser, Harfe, Pauken und Orgel dazu der Gesang und die hervorragende Akustik der Kirche, ließen das Faure’s Requiem zu einer musikalischen Besonderheit verschmelzen. Dieses Requiem wird häufig als Filmmusik bei Sterbeszenen benutzt.
Neben „Sanctus“ und „Agnus Dei“, sang der Martinschor zum Schluß „In Paradisum“ - ins Paradies mögen die Engel dich geleiten.“ Thomas Schnorr (Kantor an der St. Clemens in Mayen/Eifel) begleitete das Konzert an der Orgel. Die Musiker, Solisten, der Chor, sowie dem Dirigenten Lutz Brenner folgte zum Abschluss ein lang anhaltender Applaus.
Faure‘ war ein berühmter und gefragter Organist seiner Zeit. Mit diesem Requiem schuf er ein Werk „so sanftmütig“ wie sein Charakter, dass den Tod als „eine glückhafte Befreiung“ darstellt und dem Zuhörer etwas Tröstliches mit auf dem Weg gibt.
Lutz Brenner mit Solistin Anke Briegel (Sopranistin).
Benjamin Russell, Solist (Staatstheater Wiesbaden) Bariton.
