Der SSV Heimerzheim hat Grund zur Freude
Aus dem letzten Swisttaler Aschenplatz wird bald ein moderner Hybridrasenplatz
Auch ein neuer Nebenplatz ist geplant – Gesamtkosten werden auf eine halbe Million Euro geschätzt – Verein will neue Angebote machen
Heimerzheim. „Mit dieser sehr gelungenen Aktion verschwindet bald auch der letzte Aschenplatz in der Gemeinde Swisttal“, freute sich Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner (CDU) beim Spatenstich für den Umbau der Sportanlage in Heimerzheim. Es sei zwar ein langer und anstrengender Weg gewesen, doch mittlerweile seien alle Hindernisse überwunden, so das nun der bisherige Aschenplatz in einen Hybridrasenplatz umgewandelt und zudem gleich daneben ein zweiter, etwas kleinerer Nebenplatz errichtet werden soll. Alles in allem sind für das Projekt eine halbe Million Euro veranschlagt, von denen der SSV Heimerzheim 100.000 Euro übernehmen muss. Den Rest finanziert die Gemeinde, weil sie Eigentümerin der Sportanlage ist, auf der auch der Schulsport der Swistbachschule und der Georg-von-Boeselager-Sekundarschule stattfindet.
Endlich wieder ein Angebot für die Jugend
Die lange Dauer rühre vor allem daher, dass man zunächst einen Kunstrasenplatz habe bauen wollen, doch dann habe sowohl beim Verein als auch in der Kommunalpolitik ein Umdenken eingesetzt hin zum jetzt geplanten Hybridrasenplatz. Weil der aber im Laufe des Jahres auch einige Ruhepausen brauche, sei es notwendig geworden, einen Nebenplatz zu errichten, berichtete der SSV-Vorsitzende Reinhart Marschall.
Mit dem Hybridrasenplatz, der vom Atelier Esser in Rheinbach geplant wird, könne endlich wieder der Jugend ein gutes Angebot gemacht werden. Dies sei in den vergangenen Jahren scharenweise zu den Nachbarvereinen abgewandert, die bereits Kunstrasenplätze nutzten. „Aschenplätze sind einfach nicht mehr zeitgemäß, durch die Abwanderung haben wir in manchen Bereichen überhaupt keine Jugendmannschaften mehr zusammenbekommen“, schüttelte Marschall den Kopf. „Ein unzumutbarer Zustand für einen so großen Ort und für so einen renommierten Verein.“
Jugendmannschaften haben nur noch Auswärtsspiele
So bekomme der SSV Heimerzheim als letzter Fußballverein in Swisttal endlich einen „grünen Platz“ – genauer gesagt zwei Hybridrasenplätze mit echtem Fußballrasen, der durch ein Kunststoffgeflecht im Untergrund stabilisiert wird. Der Abschied vom alten Aschenplatz aus dem Jahr 1986 fällt nicht schwer, zumal das letzte Punktspiel auf dem holprigen Geläuf ziemlich in die Hose ging. Die D-Fußballjugend des SSV kassierte nämlich eine bittere 0:11-Klatsche gegen den SC Widdig, der seine körperliche und spielerische Überlegenheit auszunutzen wusste. Wegen der voraussichtlich im Frühjahr beginnende Umgestaltung des Platzes waren für die Jugendmannschaften des Vereins sämtliche Heimspiele in die Hinrunde verlegt worden, sodass in der Rückrunde nur noch Auswärtsspiele anstehen. Das Training wird dann überwiegend auf deren nahegelegenem Sportplatz der Bundespolizei am Gabrielweg durchgeführt. Diesen Sportplatz nutzt auch die erste Mannschaft des SSV für ihr Training. Ihre Heimspiele und einen Teil des Trainings absolviert sie jedoch eine als Gast auf dem Platz des TuS Odendorf, wofür sich Marschall noch einmal bedankte.
Einweihung des Hauptplatzes im August geplant
Voraussichtlich sollen im März die Umbauarbeiten für den Hauptplatz beginnen, sodass im April der Rasen eingesät werden kann, der zunächst einmal drei Monate lang anwachsen muss. Die Einweihung des von der Größe her bundesligatauglichen Hauptplatzes soll voraussichtlich im August kommenden Jahres mit einem zweitägigen Fest gefeiert werden. Mit etwas Glück könne dann auch schon der Nebenplatz mit eingeweiht werden. In den vergangenen Wochen hat der Verein bereits fleißig gearbeitet und eine 400 Quadratmeter große Fläche zwischen Laufbahn und Tribüne gepflastert. An deren hinterem Ende ist Platz für eine Boule-Bahn, denn der SSV hat vor, den Umbau des Sportgeländes auch für neue Angebote zu nutzen. So wird derzeit die Internetseite des Vereins überarbeitet und technisch und optisch auf einen aktuellen Stand gebracht. Dafür wird auch ein eigenes Leitbild mit Motto für den Verein erarbeitet, das von möglichst vielen Mitgliedern mitgestaltet und mitgetragen werden soll. „Wir sind ein breit aufgestellter Verein mit einem Sportangebot von Aquajogging über Badminton bis Gymnastik für alle Altersgruppen, das wir gerne noch erweitern wollen. Daher möchten wir eine Boule-Bahn fertigstellen und eine Nordic-Walking-Gruppe neu einrichten“, erklärte Marschall.
Aufbruchstimmung ist im Verein zu spüren
„Es ist eine echte Aufbruchstimmung im Verein zu spüren“, freute er sich abschließend. Sein besonderer Dank galt den Sponsoren, die den Umbau des Platzes mit Spenden und Platzpatenschaften finanzieren helfen. Es seien noch Felder für weitere Platzpaten frei. Perfekt wäre es, so der Vereinschef, wenn die Gemeinde dann auch in absehbarer Zeit die für den Schulsport genutzte Laufbahn und den Leichtathletik-Bereich hinter den Toren mit einem Kunststoffbelag versehen würde. Der jetzige Aschenbelag vertrage sich nämlich nicht gut mit dem dann vorhandenen Hybrid-Rasen. Kalkbrenner bestätigte, man wolle dieses Vorhaben im kommenden Doppelhaushalt der Gemeinde verankern.
JOST
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- Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!
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