Abenteuer-Pur- Geschäftsführer ist tief enttäuscht
„Aus“ für Rheinbacher Zeltstadt?
Beliebte Ferienaktion soll keine finanzielle Unterstützung von der Stadt erhalten
Rheinbach. „Wie ein Hammer ist es bei mir und meinen ehrenamtlichen Mitarbeitern eingeschlagen, als uns die Nachricht erreichte: Jugendhilfeausschuss verweigert in diesem Jahr den Zuschuss von 2.000 Euro für die Zeltstadt in den Sommerferien“, so der Geschäftsführer von Abenteuer-Pur, Georg Schroeter. Seit zehn Jahren ist die Zeltstadt im Freizeitpark ein beliebter Treffpunkt für alle Kinder, die nicht mit ihren Eltern in Ferien fahren können oder deren Eltern zu der Zeit keinen Urlaub bekommen. Insgesamt 20, zum größten Teil ehrenamtliche, Helfer standen den ca. 60 Kindern eine Woche lang zur Verfügung und boten aufregende Aktionen, wie z. B. einen Besuch in der Bronxx-Rock-Kletterwand, Ausflug zur Sommerrodelbahn, Schwimmspaß im monte mare, Workshops auf dem Gelände der Zeltstadt und Lagerfeuer zu später Abendstunde. Der „Vollpensionspreis“ für Unterkunft, Verpflegung und alle Ausflüge betrug 2012 pro Kind 99 Euro. Der Preis wurde deshalb so niedrig gehalten, damit auch Kinder aus finanziell schlechter gestellten Familien teilnehmen konnten. Aus diesem Grund würden auch die 2.000 Euro Zuschuss vonseiten der Stadt in diesem Jahr dringend gebraucht werden. „Wenn wir keinen Zuschuss bekommen, kann in diesem Jahr die Zeltstadt nicht stattfinden, obwohl sich bereits jetzt schon 70 Kinder angemeldet haben“, so Georg Schroeter. Er hätte gerne dem Jugendhilfeausschuss Rede und Antwort gestanden, aber leider erhielt er keine Einladung, weder zur Sitzung noch zu einem Gespräch. In den letzten zehn Jahren ließen sich regelmäßig regionale und überregionale Politiker bei der Zeltstadt sehen und lobten das außergewöhnliche Engagement der Abenteuer-Pur Mitarbeiter. „Waren das nur Lippenbekenntnisse?“, fragt sich Schroeter. Die Ausschussmitglieder des Jugendhilfeausschusses monierten, dass auch Kinder aus anderen Städten und Gemeinden an der Aktion teilgenommen haben. Das stimmt, aber meistens waren es Kinder, die Rheinbacher Schulen besuchten und somit die Ferien auch mit ihren Freunden verbringen wollten. Der Ausschuss betonte, dass der Leiter von Abenteuer-Pur doch bitte bei den auswärtigen Kommunen vorstellig werden sollte, um dort Fördergelder zu bekommen. Das lehnte Georg Schroeter ab, da jede Gemeinde und jede Stadt andere, seitenlange Anträge hat, die dann auszufüllen wären. „Den Arbeitsaufwand kann weder ich noch meine ehrenamtlichen Mitarbeiter leisten“, meinte Schroeter. Im Übrigen lebt die Stadt Rheinbach doch auch von Kunden aus der Nachbarschaft, da dürfte es doch nicht schwer sein, der beliebten Zeltstadt den seit Jahren gewährten Zuschuss auch in diesem Jahr zu gewähren. Auch bei klammen Kassen müsste sich der Jugendhilfeausschuss schon wegen seines Namens nicht verweigern. Noch hoffen die Mitglieder des Vereins Abenteuer-Pur auf ein Einlenken des Ausschusses, ansonsten sind sie auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen.
Spendenkonto: Abenteuer-Pur e.V., KtoNr.:589 260 19, BLZ: 370 696 27, Raiffeisenbank Rheinbach/Voreifel. Weitere Informationen über den Verein unter www.abenteuer-pur-team.de.
Georg Schroeter, Geschäftsführer des Vereins Abenteuer-Pur, bangt um das Zustandekommen der diesjährigen Zeltstadt.
