Allgemeine Berichte | 21.11.2024

Besuch von der polnischen Partnerschule am Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld

Aus unbekannten Nachbarn wurden geschätzte Freunde

Der Höhepunkt des Tages der Besuch im Mainzer Landtag.Foto: KuBa

Münstermaifeld. Die Woche vor den Herbstferien wurde für 15 Schülerinnen und Schüler des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums Münstermaifeld zu einer ganz besonderen Woche des Lernens und Kennenlernens: Aus der polnischen Partnerschule I Liceum Ogólnoksztalace im. Stanislawa Wyspianskiego in Mława kamen 15 SchülerInnen in Begleitung ihrer Lehrerinnen Malgorzata Bielska und Jolanta Mieszanek sowie dem Schulleiter Marek Kielbinski nach Münstermaifeld.

Gegenseitiges Kennenlernen, gemeinsames Lernen und gruppenbildende Aktivitäten waren für diese Woche geplant, um unbekannte Nachbarn zu geschätzten Freunden werden zu lassen.

Finanziell unterstützt wird der Schüleraustausch in Deutschland und Polen durch das europäische Bildungsförderprogramm Erasmus+.

Nach einem gemeinsamen Schulbesuch ging es am ersten Tag zu dem Kleinod unserer Region, das die Münstermaifelder stolz ihren polnischen Partnern präsentierten: die Burg Eltz.

Am Tag darauf startete die Gruppe in die Landeshauptstadt Mainz. Nach einer kleinen Stadtführung, die auch zu den Chagall-Fenstern und zum Dom führte, war der Höhepunkt des Tages der Besuch im Mainzer Landtag. Dort wurde die Gruppe durch den Landtag geführt und konnte dann eine Stunde lang mit den Abgeordneten Torsten Welling (CDU) und Claus Schick (SPD) über für sie wichtige Themen diskutieren: Bildung, Umweltschutz, Einschätzung des deutsch–polnischen Verhältnisses sowie Ursachenforschung zum Erstarken von demokratiefeindlichen Gruppierungen. Die Fragen an die Abgeordneten hatten die SchülerInnen zuvor gemeinsam erarbeitet.

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der Stadt Köln. Natürlich war die Führung durch den Kölner Dom sowie der Aufstieg über 533 Stufen auf den Turm des Domes ein Muss für alle. Bei leichtem Nieselregen war der Ausblick zwar ein wenig getrübt, aber man war stolz darauf, oben angekommen zu sein. Denkt man an die deutsch–polnische Geschichte, dann gehen die Gedanken zurück in die Zeit des Dritten Reiches. Köln bietet hier für Schulgruppen mit dem ELDE–Haus einen geeigneten Ort, sich über diese düstere Zeit der Geschichte zu informieren. Hier war nämlich das Hauptquartier der Kölner Gestapo, wo im Keller auch polnische Männer und Frauen gefangen gehalten und gequält wurden, nicht wenige wurden hier auch ermordet. Erschütternd war es vor allem für unser Gäste, die polnischen Wandinschriften zu entdecken, mit denen sich die Gefangenen in den Wänden der Zellen verewigten und so ihr Schicksal mit der Nachwelt teilten.

Köln steht natürlich auch für gelebte Genusskultur, weshalb ein Besuch zum gemeinsamen Abendessen in einem Dom nahen Brauhaus den Tag dort abrundete.

Am vorletzten Tag hatten Stefan Kliemt und Georg Krautz, die für den Austausch verantwortlichen Lehrer vom KuBa, ein Projekt zur gemeinsamen Aktivität geplant: das Erstellen einer digitalen Schnitzeljagd quer durch Münstermaifeld, welche eine individuelle Erkundungstour der Stadt ermöglicht und ein entsprechendes Pendant beim Gegenbesuch in Mława finden soll. Ebenso wurden alle gemeinsamen Aktivitäten der Woche in Form eines dreisprachigen Online–Reise–Blogs in Text und Bild festgehalten; auch dieser soll entsprechend fortgeführt werden.

Finaler Abschluss war dann am Abend der gemeinsame Besuch des Bigband–Konzertes im Forum des KuBa; ein Konzert, welches unseren Gästen eindrucksvoll die musikalische Kreativität der Schülerinnen und Schüler unserer Schule präsentierte.

Dass es gelungen ist, die deutschen und polnischen Schülerinnen und Schüler einander näherzubringen, zeigte dann der zum Teil tränenreiche Abschied am Koblenzer Bahnhof. Trost für alle ist, dass im kommenden Juni der Gegenbesuch in Mława stattfinden wird und dann werden nicht mehr Fremde am Bahnhof begrüßt, sondern Freunde treffen sich zu einer gewiss ähnlich intensiven Woche wieder.

Der Höhepunkt des Tages der Besuch im Mainzer Landtag. Foto: KuBa

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