Allgemeine Berichte | 02.11.2019, 12:48 Uhr

Tischtennis Verband Rheinland e.V.

Außerordentliche Verbandstage in Dichtelbach

Rheinland und Rheinhessen bilden gemeinsamen Verband

(V.l.): TTVR-Präsident Felix Heinemann, TTVR-Ehrenpräsident Heinz-Alfred Fuchs, Franz Homscheid und DTTB-Präsident Michael Geiger.Foto: privat

Dichtelbach. Einmütig reckten die Delegierten des Außerordentlichen Verbandstags des Tischtennisverbands Rheinland in der Römerhalle von Dichtelbach ihre grünen Karten in die Luft. „Damit kann ich feststellen, dass die Verschmelzung einstimmig angenommen ist“, sagte TTVR-Präsident Felix Heinemann um exakt 15.06 Uhr. Ab dem 1. Januar 2020 gehen das Rheinland und Rheinhessen gemeinsame Wege. Der TTVR nimmt die Rheinhessen auf, der neue Verband trägt den Namen Tischtennisverband Rheinland/Rheinhessen und firmiert unter dem Kürzel R.TTV.R. Einstimmig wurde auch die neue Satzung angenommen.

Zuvor hatte schon der andere Fusionspartner den Weg frei gemacht. An gleicher Stelle hatte der Rheinhessische Tischtennisverband lediglich rekordverdächtige 46 Minuten benötigt, um bei einer Gegenstimme der Verschmelzung mit dem Rheinland zuzustimmen. Markus Baisch hatte vor der Abstimmung noch einmal daran erinnert, dass er 2006 eigentlich angetreten war, um einen Zusammenschluss aller drei Untergliederungen im Land zu erreichen. „Wir können auf die Pfälzer nicht warten“, musste der RTTV-Präsident eingestehen. „Die Verschmelzung ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, Ziel muss aber weiterhin die Zusammenführung der gesamten rheinland-pfälzischen Tischtennisfamilie sein.“ Baisch wollte den Vereinsvertretern keine blühende Landschaften versprechen, hob aber die Notwendigkeit hervor, einen Negativtrend in der Mitgliederentwicklung zu stoppen. „Wir wollen Synergieeffekte erzielen, um Ressourcen für die Sportentwicklung freizusetzen“, sagte Baisch. Klaus Weber erinnerte daran, dass es bereits vor 30 Jahren ähnliche Bestrebungen gegeben hatte, die aber gescheitert waren. „Machen Sie mit Ihrem Votum den Tag zu einem historischen Tag“, appellierte der RTTV-Ehrenpräsident an die Versammlung. Da die Fusion schon seit längerem vorbereitet war, bestand kein Diskussionsbedarf. Nach der Zustimmung zur Verschmelzung wählte der Verbandstag Baisch, der mit Jahresende sein Amt verliert, zum Ehrenpräsidenten.

Etwas länger benötigten die Rheinländer, um zur Abstimmung zu kommen, auch weil Monika Sauer ihr Grußwort nutzte, um in 30 Minuten Nöte und Sorgen im Landessportbund darzustellen. Die Präsidentin des Sportbunds Rheinland bekam nicht mehr mit, dass Heinemann ihr riet, auch in ihrem Gremium nach Synergieeffekten Ausschau zu halten. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie die Versammlung bereits verlassen. Konkreter auf das aktuelle Thema ging dafür Michael Geiger ein. „Wir kommen um eine Professionalisierung nicht herum“, sagte der Präsident des Deutschen Tischtennis-Bunds (DTTB). „Ich glaube, Sie haben heute die Chance, schlagkräftig zu bleiben.“ In seinen Augen bergen größere Einheiten Risiken, eröffnen aber auch Chancen.

Die Rheinländer nutzten ihren Verbandstag auch, um verdiente Funktionäre und Mitarbeiter auszuzeichnen. Heinemann überreichte Stefan Seufert (TTC Winnen), Berndt Späth (TuS Monzingen) und Ingo Terschanski (SG Sinzig/Ehlingen) den TTVR-Ehrenteller, Patrick Aicher (SSV Hattert) sowie Anja Becker (TuS Rheinböllen) die Ehrenmedaille.

Franz Homscheid (Niederbreitbach), der Geschäftsführer des Verbands, erhielt aus den Händen des Präsidenten des Deutschen Tischtennis Bundes, Michael Geiger die Goldene DTTB-Ehrennadel.

Diese Ehrung spiegelt die Wertschätzung des Deutschen Tischtennis Bundes gegenüber seiner Arbeit im Verband und in den vielen Gremien des DTTB wieder, betonte Michael Geiger. „Ich hoffe als DTTB-Präsident, dass Du weiterhin, auch im Ruhestand, dem Tischtennissport mit Rat und Tat zur Verfügung stehst“.

„Franz ist ein Kümmerer“, hatte TTVR-Ehrenpräsident Heinz-Alfred Fuchs in seiner Laudation hervorgehoben. „Er war immer präsent. Er war ein Glücksfall für unseren Verband und hat seit 1992 den Tischtennis Verband Rheinland maßgeblich mitgeprägt.“

(V.l.): TTVR-Präsident Felix Heinemann, TTVR-Ehrenpräsident Heinz-Alfred Fuchs, Franz Homscheid und DTTB-Präsident Michael Geiger.Foto: privat

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