Vernissage zur Ausstellung „Berufswunsch Journalist“
Ausstellung über die Legende Willy Brandt in Unkel
Unkel. Genau 108 Besucher zog die Vernissage zur Ausstellung „Berufswunsch Journalist. Der Zeitungsschreiber Willy Brandt. 1913 bis 1947“ in den bis auf den letzten Platz gefüllten Ratssaal der Verbandsgemeinde Unkel. Darunter waren Hausherr Karsten Fehr, der zur Eröffnung sprach, alle Bürgermeister der Verbandsgemeinde, der Vorstandvorsitzende der Bürgerstiftung Unkel „Willy Brandt Forum“, Georg Walenciak, die Künstlerin Gabriela Mrozik, die drei Arbeiten als Kommentar zur Ausstellung beisteuerte und viele ehrenamtliche Mitarbeiter, an der Spitze Sigrid Wesely, die unermüdliche gute Seele des WBF.
In seiner Einführung sprach der Kurator der Ausstellung Christoph Charlier von Willy Brandts Leben, das in Anlehnung an eine Äußerung von Heinrich Böll, die Stoff für eine Legende biete. Schon in jüngsten Jahren habe Herbert Frahm, der sich später Willy Brandt nannte, und schon mit dreizehn Jahren seinen ersten Zeitungsartikel im „Lübecker Volksboten“ publizierte, erkennen lassen, dass sein Lebenslauf einzigartig sein würde.
Brigitte Seebacher weitete den Blick auf den Politiker Willy Brandt, der allein mit der Kraft des Wortes, die politische Szenerie neu zu ordnen vermochte. Sie lenkte die Aufmerksamkeit auf das zentrale Exponat der Ausstellung, eine Originalausgabe von Brandts Buch „Efter Segern“ (Nach dem Sieg), geschrieben in norwegischer Sprache und erschienen 1944 in dem schwedischen Bonnier-Verlag, in dem der spätere Bundeskanzler seine Vision des Nachkriegseuropa mit „Vereinigten Staaten von Europa“ niedergelegt hatte.
Die Ausstellung läuft vom 28. August bis zum 21. September 2025, jeweils donnerstags bis sonntags in der Zeit von 13 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
