Allgemeine Berichte | 20.07.2023

Bertha-von-Suttner-Gymnasium und Partnerschule in Chambéry fördern interkulturelles Lernen

Austauschschüler setzen Fokus auf Nachhaltigkeit in der Ernährung

Die deutsch-französische Schülergruppe in Chambéry . Foto: Barbara Klaiber

Andernach. Nach einer zweijährigen Unterbrechung wurde im Mai der Schüleraustausch zwischen dem Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Andernach und der Partnerschule in Chambéry in den französischen Alpen wieder aufgenommen. Französische Schüler reisten nach Andernach, um die Verbindungen, die fast seit 20 Jahren bestehen, wiederzubeleben. „Es ist jedes Jahr ein neues Abenteuer für alle“, erklärte die Lehrerin Dörte Valette, die den Austausch seit vielen Jahren auf der französischen Seite betreut.

Das Bertha-von-Suttner-Gymnasium ist Teilnehmer des ERASMUS+-Programms des Europaparlaments, das das interkulturelle Lernen fördert. Eine Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Jugendlichen sich gemeinsam mit einem speziellen Thema beschäftigen. In diesem Jahr entschied sich die deutsch-französische Gruppe für das Thema Nachhaltigkeit in der Ernährung.

Die Schüler erhielten auf dem Bio-Hof in Maria Laach einen Einblick in die biologische Landwirtschaft. Bei einem Besuch des Schokoladenmuseums in Köln beschäftigten sie sich mit den Auswirkungen des Kakaoanbaus auf Mensch und Natur. Dabei hatten sie auch die Möglichkeit, Schokolade zu probieren. Am 19. Juni begab sich die Klasse 8c auf die Reise, um die französischen Partner in Chambéry zu besuchen. Während dieses Besuchs stand wieder Nachhaltigkeit im Mittelpunkt: Im „Ferme de l’ourson“, einer Biohof-Kooperative in den Bergen, konnten die Schüler bei der Herstellung des regionalen Käses „Tomme de Savoie“ mitwirken und diesen probieren.

Doch ebenso beeindruckend waren die Erlebnisse in den Gastfamilien und der Einblick in den französischen Schulalltag. Viele Schüler nahmen mit ihren Familien an der Fête de la Musique teil oder unternahmen einen Badeausflug zum tiefblauen Lac du Bourget. „Bei meiner Austauschfamilie gab es morgens eine ganze Müslischüssel voll Kakao zum Trinken. Das war schon komisch“, erzählte eine deutsche Teilnehmerin. Ein anderer Schüler bemerkte: „Am Anfang habe ich meinen Austauschpartner fast gar nicht verstanden, aber zum Schluss war es richtig gut.“

Nach zwei Wochen Austausch in Frankreich bleiben den Schülern bleibende Eindrücke von der französischen Kultur, zahlreiche neue Freundschaften und das gute Gefühl, ein echtes Abenteuer erlebt zu haben.

BA

Die deutsch-französische Schülergruppe in Chambéry . Foto: Barbara Klaiber

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