Allgemeine Berichte | 09.10.2017

Ehrentag für die Biene in der Kindertagesstätte St. Medard Bendorf

Auszeichnung für die kleinen Bienenfreunde

Jeder kann etwas zu bienenfreundlichen Lebensbedingungen beitragen

Im Pfarrgarten wurden Blumenzwiebeln und Heidekräuter gepflanzt.Marianne Mock-Hüllen

Bendorf. Es war etwas ganz Besonderes: Der „Tag der Biene“ in der Kindertagesstätte St. Medard Bendorf. Bereits im Eingangsbereich wurden die Besucher nach einer Begrüßung ermuntert, einen gelben Fingerabdruck auf eine dafür vorgesehene große Herzkarte abzugeben als Dokumentation „Ich sage JA zur Biene“. Zum Thema „Biene“ wurde gebastelt, gesät, gesungen und im Café „Zum Bienenstich“ der künstlerisch verzierte Bienenkuchen im sommerlichen Garten gekostet.

Die Kita-Flurwände zeugten in Bild und Wort von einzelnen Stationen des Großprojektes. Bendorfer Gartenbesitzer stellten Fotos ihres Bienengartens zur Verfügung, zeigten neu angelegte Nektarflächen und demonstrierten auch in Großformaten, welche Blüten von Bienen bevorzugt werden. Die Besucher konnten sich ein buntes Bild zum Thema „Sag JA zur Biene“ machen.

Peter Meffert, ehemaliger Informatik-Lehrer und Programmierer war den Kindern schon bekannt. Er begeisterte mit seinen Bienen-Robotern nicht nur Jungs und Väter und vermittelte erneut einen einfachen Zugang zu den Themen Robotik und Programmieren. Das Bienenlädchen verkaufte auch süßen, gespendeten Bendorfer Honig. Der Vortrag von Siegfried Gäthke, dem 1. Vorsitzenden des Bendorfer Bienenzuchtvereins, wurde sehr rege besucht. Groß und Klein waren sehr interessiert und stellten viele perfekt beantwortete Fragen. „Was ist der Unterschied zwischen einem Bienenstich und einem Wespenstich? Wie entfernt man einen Bienenstachel? Welche Pflanzen locken Bienen an?“. Der Bendorfer Imker, mit seiner Jahrzehnte langen praktischen Erfahrung, wies in seinem Bienenvortrag eindringlich darauf hin, dass Bienen und andere Bestäuber uns lehren, dass es in der Natur auf das Zusammenspiel aller ankommt, denn ohne Bestäubung könnten viele Früchte nicht geerntet werden. Weiter erklärte er, dass 80 Prozent aller Pflanzen auf Bienen angewiesen seien. Wenn bereits Kinder das verstehen, und lernen danach zu handeln, haben wir viel für die Zukunft gewonnen. Mit den Worten „Egal ob im Kindergarten, in der Schule, im eigenen Garten, in der Kommune oder in der Landwirtschaft. Wir alle können dazu beitragen, dass Bienen in und um Bendorf herum bessere Lebensbedingungen finden“, endete sein Vortrag.

Anschließend tummelten sich die geladenen Gäste am gläsernen Bienenschaukasten im Garten. Auch hier war Siegfried Gäthke, Dozent für werdende Imkerkolleginnen und -kollegen an der Volkshochschule in Bendorf, der gefragte Mann. Die Ordnung und Intelligenz der kleinen summenden Wesen erstaunte alle Betrachter – immer wieder.

Nachmittags wurde der Tag der Biene mit einem Wortgottesdienst in der St. Medard-Kirche, aufgerufen von der Gemeindereferentin Judith Richter, beendet. Sie hatte das Kita-Team, Eltern, Kinder und Bendorfer Einwohner eingeladen, der Schöpfung Gottes, am Beispiel der Biene, zu danken, ihr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und den Bienenschützern Gottes Segen weiterhin mit auf den Weg zu geben. Denn eines ist klar: Die Kita St. Medard kämpft weiter für das Wohlbefinden der wichtigen Bestäuber. Im Außenbereich des Pfarrgartens pflanzte Judith Richter, selber begeisterte Bienenschützerin, mit den Kindern Blumenzwiebeln und Heidekräuter. Die jungen Bienen-Unterstützer erfuhren danach eine Auszeichnung: sie wurden mit eigens geschaffenen „Bienen-Medaillen“ geehrt, an die auch eine „süße Belohnung“ geknüpft war.

Die Fürbitten im Wortgottesdienst.

Die Fürbitten im Wortgottesdienst.

Die Stationen des Großprojektes wurden im Kita-Flur dargestellt.

Die Stationen des Großprojektes wurden im Kita-Flur dargestellt.

Im Pfarrgarten wurden Blumenzwiebeln und Heidekräuter gepflanzt. Fotos: Marianne Mock-Hüllen

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