26. Erlebnistag „Jedem Sayn Tal“ startete in Bendorf-Sayn
Autofreies Sayntal zog Tausende an
Bendorf-Sayn. Am letzten Sonntag war das Sayntal, das Bendorf-Sayn und Selters verbindet, den ganzen Tag wieder für den motorisierten Verkehr gesperrt. Die 25 Kilometer lange romantische Strecke schlängelt sich ab Sayn entlang des Saynbachs, vorbei an dichten Wäldern und bunten Wiesen, durch beschauliche Orte wie Isenburg, Breitenau, Deesen und Ellenhausen bis nach Selters im Westerwald. Schon lange haben auch Radfahrer diese idyllische Strecke für sich entdeckt, allerdings ist die Fahrt auf einem Fahrrad wegen des starken Verkehrs und den teilweise engen und unübersichtlichen Kurven nicht ganz ungefährlich. Diese Gefahr wird einmal im Jahr am dritten Sonntag im Juni durch eine ganztägige Sperrung der Route für Autos und Motorräder gebannt. Zwischen 10 und 18 Uhr kann die Natur auf dem gesperrten Abschnitt in beide Richtungen dann ungestört durch Autoverkehr von Radfahrern, Skatern und Wanderern genossen werden.
In diesem Jahr veranstalteten die Verbandsgemeinden Selters, Ransbach-Baumbach und Dierdorf sowie die Stadt Bendorf gemeinsam bereits zum 26. Male die autofreie Fahrt durch das liebliche Sayntal, gestartet wurde in Sayn am Biergarten. Hier versammelten sich Politiker, Sponsoren und Organisatoren aus den drei beteiligten Verbandsgemeinden und der Stadt Bendorf. Nach einer kleinen Begrüßung durch den Bendorfer Beigeordneten Bernhard Wiemer stieg der Tross gemeinsam aufs Rad und los ging es in das schöne Sayntal auf die erste Etappe nach Isenburg.
In Sayn sorgte der Biergarten „Sayner Scheune“ mit zünftigen Speisen und Getränken für Genuss, das Funkencorps Sayn tischte hausgemachten Kaffee und Kuchen auf und nachmittags gab es musikalische Unterhaltung mit dem Musikverein Stromberg. Neben einem Sicherheitsmobil der Polizei informierte die Bendorfer Touristinfo und bei den kleinen Gästen kam bei Kinderschminken und Luftballonmodellagen keine Langeweile auf.
In Isenburg lockte leckeres Essen aus Feldküche und Riesenpfanne, für pannengeplagte Radler stand ein Fahrradreparaturservice bereit. Im nächsten Ort Kausen empfing die Rentner-Band musikalisch die Besucher, die sich zur Mittagszeit auch mit dem köstlichen Kausener Deppekuchen stärken konnten. Weiter ging die Reise nach Breitenau. Hier fanden hungrige und durstige Radler, Wanderer oder Inlineskater den bekannten Imbiss der Familie Spang. An der nächsten Station in Deesen präsentierte die Chorgemeinschaft „Haiderbach“ ein buntes Programm mit Live-Musik, Kinderbelustigung, Getränken und Speisen. Die Angelfreunde Haiderbach servierten Forellen und Fischgerichte, im Hof Gassen gab es bei Ludwig Freisberg erfrischendes Softeis. Danach wartet noch Ellenhausen auf die Teilnehmer am autofreien Sonntag. Auf dem Dorfplatz unter der Kastanie ließ sich eine gemütliche Rast einlegen, dort standen Helfer der Ortsgemeinde bereit, um die Gäste ganz nach Geschmack mit heißem Fleischkäse und Getränken oder Kaffee und Kuchen zu verwöhnen.
Am Ende der 25 Genusskilometer am Ziel in Selters lud der reich mit Ständen bestückte Marktplatz zum Verweilen ein. Ein attraktives Bühnenprogramm sowie im ganzen Ort geöffnete Geschäfte sorgten für Kurzweil. Die fleißigen Helfer im Bierpavillon boten allerlei Köstlichkeiten an, von Reibekuchen über Steaks bis hin zu asiatischen Gerichten und Crêpes blieben kaum Wünsche offen.
Da auch das Wetter mitspielte waren alle zufrieden, die Organisatoren mit einer weitgehend unfallfreien und stark frequentierten Veranstaltung und die Besucher mit einem kurzweiligen Erlebnistag für die ganze Familie.
Ein großes Lob gebührt den Mitarbeitern von Rettungsdiensten, Feuerwehr, Polizei und Ordnungsdiensten, durch deren uneigennützigen Einsatz konnte die Sicherheit entlang der Strecke auch in diesem Jahr gewährleistet werden.
Vor dem gemeinsamen Start gratulieren die Bendorfer Beigeordneten Bernhard Wiemer und Gaby Zils dem Bürgermeister von Ransbach-Baumbach Michael Merz zu seinem 50. Geburtstag.
Bei bestem Radlerwetter zog es Tausende in das idyllische Sayntal.
