Brauchtum und Feierlaune bei Buschhovener Kirmes
Autoscooter und Paias-Verbrennung
Buschhoven.Feierliche Begrüßung und tragisches Ende - der Paias, traditionelle Symbolfigur einer rheinischen Kirmes, erlebte auch in diesem Jahr bei der Buschhovener Hertha-Kirmes eine Achterbahn der Gefühle. Am letzten Samstag im September läuteten Swisttals Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner und der Hertha-Vorstand um die Vorsitzenden Werner Neffgen und Peter Schneider mit dem Einholen des Paias, musikalisch begleitet vom Spielmannszug der Buschhovener Feuerwehr, die jährliche Herbst-Kirmes ein. Auf dem Festplatz angekommen besiegelte dann ganz im Stile des Münchner Oktoberfests der Fassanstich der Bürgermeisterin feierlich den Start der Festlichkeiten.
Schon bald füllte sich der Toniusplatz, der auch in diesem Jahr mit Attraktionen wie dem Autoscooter, einer Schießbude oder einem Karussell einiges zu bieten hatte. In den Abendstunden lud die Hertha im Festzelt zur Party, wo bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen gefeiert und getanzt wurde und besonders die eigens kreierten „Hertha macht Happy“-Lebkuchenherzen reges Interesse hervorriefen.
Der Sonntag begann traditionell mit einer heiligen Messe auf dem Autoscooter und wurde mit einem Frühschoppen und buntem Familienprogramm fortgeführt. Am Montag verlagerte sich das Kirmestreiben auf die Straßen Buschhovens, wo der Köttzug, angeführt von Fähnerich Manuel Spatz, durch das Dorf zog und den Gönnern und Unterstützern des Vereins musikalische Ständchen darbrachte.
Am Dienstag endeten die Kirmes-Feierlichkeiten auf traditionelle Weise: Mit der Verurteilung und anschließenden Verbrennung des Paias – ein symbolträchtiger Abschluss.
Der 1. Vorsitzende des SV Hertha Buschhoven, Werner Neffgen, bedankte sich im Rahmen des Kirmesabschlusses „bei allen Spendern der Haussammlung, die im Rahmen der Kirmes unsere Jugendabteilung unterstützt haben“. Weiterhin galt der Dank Neffgens auch „allen Schaustellern, den zahlreichen Besuchern auf dem Kirmesplatz und im Festzelt und allen helfenden Händen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.“
1. Vorsitzender Werner Neffgen (l.) und 2. Vorsitzender Peter Schneider (r.) mit Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner. Foto: privat