Menschen im Dialog e.V.
Azubis setzen Zeichen in Nepal
Hausen/Nepal. Die POS Service Group aus Hausen (Wied) hat ein bemerkenswertes Programm ins Leben gerufen, das ihren Auszubildenden ermöglicht, während eines vierwöchigen Auslandseinsatzes in Nepal wertvolle Lebenserfahrungen zu sammeln. Die Initiative von Geschäftsführerin Gabriella Schnell-Horbach zielt darauf ab, mehr als nur finanzielle Hilfe für benachteiligte Menschen zu leisten. In Zusammenarbeit mit dem Verein Menschen im Dialog e.V. aus Neresheim in Baden-Württemberg ist die Idee einer Schulpatenschaft entstanden, in deren Rahmen sich Auszubildende des Unternehmens aktiv vor Ort einbringen können.
Alexander Bolz, Geschäftsführer, betont die Bedeutung dieser Erfahrung: „Die Arbeit in einer fremden Kultur erfordert eine große Anpassungsfähigkeit. Menschen können lernen, flexibler zu sein und sich an unterschiedliche Lebensbedingungen anzupassen. Dies wiederum stärkt ihre Resilienz und ihren Umgang mit Unsicherheit“.
Die Auszubildenden Annika Kuhn, Hannah Kloß, David Schommers und Lucas Kanke reisten im Frühjahr nach Nepal, in das abgelegenen Bergdorf Hulchuk, um die ‚Shree Ichcha Basic School‘ mit Strom, einem Computerraum und einer Bibliothek auszustatten und sogar einen Kindergarten einzurichten. Lucas wurde besonders von der Freude und Neugier der Kinder beeindruckt und erinnert sich an den Besuch bei einer Frau, die in ärmlichen Verhältnissen lebt: „Die Erfahrungen in Nepal führten mir vor Augen, wie bevorzugt wir in Europa sind. Ich habe eine Familie kennengelernt, eine Frau mit zwei Kindern und zwei Enkelkindern, die in einer etwa zwölf Quadratmeter großen Hütte aus Lehm und Stein lebt. Ihr monatliches Einkommen in Form einer Rente entspricht umgerechnet in etwa 14 Euro.“
Ralf Ledl, Vorstand von Menschen im Dialog e.V., fügt hinzu: „Der Kontakt mit Menschen, die mit begrenzten Ressourcen auskommen müssen, lässt junge Menschen den Wert von Dingen wie sauberem Wasser, Nahrung und medizinischer Versorgung wertschätzen. Sie lernen, dass diese grundlegenden Bedürfnisse nicht selbstverständlich sind und dass es wichtig ist, sie zu schützen und zu teilen.“ Pressemitteilung
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