Allgemeine Berichte | 13.01.2026

BUND-Kreisgruppe Ahrweiler: Begehung des NSG „Quiddelbacher Höhe“ in der Hocheifel

Erfolgreiche Entwicklung von Heideflächen und Wacholderpflanzen

Walter Schmitz erläutert Maßnahmen an einem freigestellten Wacholdergebüsch. Foto: Winfried Sander, Leimbach

Leimbach. Schnee, vereiste Bäume und leichte Nebelschwaden, also ein wahrhaft mystisch anmutendes Ambiente, bildeten zu Jahresanfang auf etwa 600 Meter Höhe den äußeren Rahmen für die jährliche Begehung des Naturschutzgebietes „Quiddelbacher Höhe“ mit Naturschutzbehörden.

Ein wichtiger Termin für Walter Schmitz aus Quiddelbach und für Winfried Sander aus Leimbach und weitere Engagierte, die sich seit Jahrzehnten für die Entwicklung dieses wertvollen Kultur - und zugleich doch Naturraumes von Heide- und Wacholderpflanzen einsetzen.

Schmitz, der vor fast 25 Jahren das Projekt initiiert hat, und Sander vom BUND, der im Jahr 1995 maßgeblich daran beteiligt war, die 27 Hektar (270.000 m²) große Fläche nach dem Bundesnaturschutzgesetz als Kompensation für die ökologischen Eingriffe durch das jährliche 24-Stundenrennen am Nürburgring zu sichern.

Sie begrüßten drei Vertreter der zuständigen Struktur- und Genehmigungsdirektion aus Koblenz mit Volker Hartmann als Fachreferenten an der Spitze. Auch Gerd Schneider von der Nürburgring 1927 GmbH & Co KG, der Besitzerin der Flächen, war mit einem Kollegen vor Ort und zudem Dr. Ingolf Dietrich aus Remagen, Kreisvorsitzender des NABU.

Die Begehung stellte nicht nur einen Rückblick auf die Erfolge der letzten Jahre dar, sondern auch einen Ausblick auf künftige Maßnahmen zum Schutz und Erhalt der einzigartigen Flora und Fauna dieser Region. Es wurden die Herausforderungen und Chancen besprochen, die mit der Pflege und dem Schutz des Gebiets verbunden sind. Angesichts der historischen Bedeutung des Projekts waren alle Beteiligten motiviert, weiterhin gemeinschaftlich an der Weiterentwicklung des Gebiets zu arbeiten. Konkret wurde festgehalten, dass ein sich auf der Fläche befindlicher Tümpel durch die Nürburgring 1927 GmbH so bald wie möglich vom intensiven Bewuchs freigestellt wird. Ziel ist die weitere Entwicklung eines Biotoptyps, neben den schon bestehenden. Durch die Umweltverbände BUND und NABU soll ehrenamtlich die weitere Pflege (u.a. Entfernung von Brombeerhecken und Ginster) an eingegrenzten Bereichen erfolgen. Sander betont: „Heide – und Wacholderflächen sind Kulturlandschaften, die durch den Mensch entstanden sind und weiterhin von ihm unterhalten werden müssen. Sonst droht die Verbuschung und damit das Aus dieses wertvollen Biotyps.“ Die jährliche Beweidung des Geländes mit Schafen durch einen ortsansässigen Landwirt und die jährliche Mahd sind weitere Maßnahmen.

Hartmann sagte die weitere Unterstützung durch seine zuständige Behörde zu, u.a. das Mühen um eine ausführliche, schriftliche Darstellung des NSG in einem so genannten „Steckbrief“ für die Öffentlichkeit. Er bedankte sich zudem für die langjährige, engagierte Arbeit von privater und ehrenamtlicher Seite. Die winterliche Kulisse der Quiddelbacher Höhe bot den perfekten Rahmen, um die Verbundenheit von Mensch und Natur zu erleben und zukünftige Schritte im Sinne des Naturschutzes zu planen.

Pressemitteilung BUND-Kreisgruppe Ahrweiler

Walter Schmitz erläutert Maßnahmen an einem freigestellten Wacholdergebüsch. Foto: Winfried Sander, Leimbach

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