NLS-Lauf 6: Fotofinish nach Hitzeschlacht am Nürburgring
Nürburgring. Nachdem der MSC Sinzig und der MSC Adenau bereits die Läufe zwei und drei der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie ausgerichtet hatten, fungierten die beiden Vereine aus dem Kreis Ahrweiler beim Start der NLS in ihre zweite Saisonhälfte gemeinsam als Ausrichter der 1. ADAC Eifel-Trophy.
Ein Blick in die Starterliste mit insgesamt 110 Fahrzeugen, darunter 17 GT3-Boliden, versprach bereits im Vorfeld einen spannenden Rennverlauf. Und dieses Versprechen sollte am Ende der vierstündigen Hatz auch eingelöst werden. In einem Fotofinish sicherten Nico Menzel und Sven Müller mit dem Dunlop-Porsche 911 GT3 R dem Team von Schnabl Engineering den Sieg. Das Duo überquerte nach einer Fahrzeit von 4:09:46,280 Stunden mit einem Vorsprung von lediglich 0,319 Sekunden vor Jens Klingmann und Robin Frijns im BMW M4 GT3 EVO von Schubert Motorsport die Ziellinie.
In Abwesenheit von Manthey, HRT und Scherer Sport PHX belegte der Porsche 911 GT3 R EVO des Meuspather Black-Falcon-Teams mit Platz drei die beste Platzierung eines heimischen Teams. Mit diesem Erfolg sicherten sich Patrick Assenheimer, Tobias Müller und Dylan Pereira zugleich den Sieg in der SP9-Pro-Am-Wertung. Auf Rang vier folgte mit dem PROsport-Mercedes ein weiteres Fahrzeug aus der Region am Nürburgring. Die Top Fünf komplettierte der Aston Martin von Walkenhorst Motorsport, dessen Besatzung damit Platz zwei in der SP9-Pro-Am-Wertung belegte.
Mit Moritz Kranz aus Linz am Rhein, der unter anderem den BMW M4 GT3 EVO von Giti Tire Motorsport by WS Racing auf Position sieben pilotierte, und Andreas Gülden aus Reifferscheid, der gemeinsam mit seinen Teamkollegen im Mercedes-AMG GT3 von Ring Racing die Zielflagge auf Position acht sah, konnten sich zudem zwei Fahrer aus dem Kreis Ahrweiler in die Top-10-Statistik des Rennens eintragen.
Aber nicht nur die große Anzahl an GT3-Fahrzeugen drückte dem Rennen ihren Stempel auf – auch die Witterung hatte ihren Anteil daran. Bei strahlendem Sonnenschein und damit Kaiserwetter für die Fans brachten die für die Eifelregion ungewöhnlich hohen Temperaturen von bis zu 31 Grad Celsius sowie Asphalttemperaturen von mehr als 50 Grad Fahrer und Fahrzeuge an ihre Grenzen. Nicht zuletzt dürften diese Bedingungen mit ein Grund für die von aggressiver Fahrweise geprägten Rennen gewesen sein, aus denen zahlreiche Code-60-Phasen sowie eine entsprechend hohe Ausfallquote von 30 Fahrzeugen resultierte.
Besonders in den ersten Runden schenkten sich die Piloten in der Spitzengruppe keinen Millimeter. So kam es auch zu der einen oder anderen Berührung, die entscheidende Auswirkungen auf die Positionierungen hatte. Sven Schnabl, Teamchef des siegreichen Porsche, brachte es auf den Punkt: „Das Fahrverhalten heute ist eine Katastrophe. Wir alle machen Fehler, aber bei fünf bis sechs Code-60-Zonen gleichzeitig muss sich jeder an die eigene Nase fassen.“
Nachdem Andreas Ziegler bei den Rennen in diesem Jahr nicht ins Lenkrad gegriffen hatte, ließen er und seine Mitstreiter sich vom Geschehen auf der Strecke nicht beirren. Und so verlief seine Rückkehr beim sechsten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie sehr erfolgreich. Der Audi-Pilot feierte gemeinsam mit seinen Teamkollegen Carrie Schreiner und Roland Froese einen Klassensieg in der AT1-Kategorie für Fahrzeuge mit alternativen Kraftstoffen. Den Erfolg verbuchte das Trio mit dem Audi R8 LMS GT3 des Teams équipe vitesse.
Weitere Erfolge für die Lokalmatadore verbuchte zudem das Team Schmickler Performance aus Bad Neuenahr-Ahrweiler: Mit einem Porsche 982 Turbo gewann die Mannschaft die Klassenwertung der SP3T, zudem belegte man in der Klasse V6 mit einem Porsche 911 den zweiten Rang.
Zwei Podiumsplatzierungen in den Klassenwertungen konnte auch für Black Falcon feiern. In der mit zwölf Fahrzeugen stark besetzten Porsche-CUP2-Wertung belegte man den zweiten Rang. In der SP10 platzierten die Piloten des Teams den BMW M4 GT4 auf den dritten Platz.
Neben dem vierten Gesamtrang verbuchte das Team von PROsport um Teamchef Mark Hennerici aus Mayen mit einem Mercedes-AMG GT4 noch den Sieg in der SP10.
Am 1. August steht mit dem KW 6h ADAC-Ruhr-Pokal-Rennen das Saisonhighlight der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie auf dem Programm. Die um 50 Prozent längere Renndauer bedeutet zugleich mehr Punkte für die Meisterschaft. BURG
Der siegreiche Dunlop-Porsche 911 GT3 R des Teams Schnabl Engineering.
Der unter anderem von Andreas Ziegler pilotierte Audi R8 LMS GT3 des Teams équipe vitesse.
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