Christoffel-Blindenmission sagt Danke für 2093 Augenoperationen
Bad Neuenahr-Ahrweiler auf Platz zwei in Rheinland-Pfalz
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wenn ein Mensch nach langer Zeit plötzlich wieder sehen kann, ist das wie ein Wunder. Solche Wunder haben die Bürgerinnen und Bürger von Bad Neuenahr-Ahrweiler allein im vergangenen Jahr fast 2093-mal bewirkt. Insgesamt 62809 Euro haben sie an die Christoffel-Blindenmission (CBM) gespendet. Das sind 2,36 Euro pro Einwohner. Damit ist Bad Neuenahr-Ahrweiler eine der wundervollsten Städte in Rheinland-Pfalz, denn in kaum einer anderen Stadt war das Pro-Kopf-Spendenaufkommen für die CBM so hoch wie hier. Dafür sagt die CBM Danke.
Weltweit sind mehr als 17 Millionen Menschen erblindet durch Grauen Star, einer Trübung der Augenlinse. Um diese Trübung zu beseitigen, braucht es durchschnittlich 15 Minuten – und 30 Euro in den CBM-unterstützen Projekten. Doch das sind Beträge, die sich viele der Betroffenen in Afrika, Asien und Lateinamerika nicht leisten können. Ein Arzt oder eine Ärztin und die Spenderinnen und Spender in Bad Neuenahr-Ahrweiler machen das Unglaubliche trotzdem möglich.
Ein Wunder wird wahr
So war es auch bei Janeth aus Tansania. Die junge Frau lebt zusammen mit ihrer Familie auf dem Land. Für Janeth ist es eine Selbstverständlichkeit, ihre Familie zu unterstützen. „Ich war mit anderen Kindern unterwegs, um Feuerholz zu sammeln“, erinnert sich Janeth. „Plötzlich sah ich nichts mehr.“ Für Janeth ist nichts mehr so wie zuvor: Sie kann dem Unterricht in der Schule nicht mehr folgen und sitzt den ganzen Tag allein in der Hütte. „Was für ein Schock für die gesamte Familie“, erzählt ihre Großmutter.
Ihre Mutter geht mit ihr zu einem Heiler, doch Kräuter und Tee helfen nicht. Janeth bleibt blind. Die Großmutter setzt schließlich durch, dass die Mutter mit ihr in das zwei Autostunden entfernte Krankenhaus nach Moshi fährt. Im CBM-geförderten Klilimanjaro Christian Medical Centre (KCMC) stellt man fest, dass Janeth Grauen Star auf beiden Augen hat. Dank der CBM-Spenderinnen und Spender wird Janeth operiert. „Ich sehe bis heute wieder normal, hatte nie wieder Probleme“, versichert Janeth. „Wäre ich blind geblieben, würde ich noch heute in unserer Hütte sitzen. Ich hätte die Schule nicht beendet, meine Tochter Zahib wäre nicht geboren und ich könnte meinen Traum von einem eigenen Laden nicht verwirklichen.“ Dieser kurze Eingriff hat Janeths Leben nachhaltig verändert. Für Janeth und ihre Familie ist ein Wunder wahr geworden.
