Tag der offenen Tür der Melsbacher Feuerwehr mit großem Angebot
Bald mit Eimern selbst löschen?
Auf Szenario ohne freiwillige Wehrleute hingewiesen – Neues Einsatzfahrzeug kommt
Melsbach. Rote Wassereimer, um ein Feuer selbst zu löschen, hatte die Feuerwehr Melsbach bei ihrem Tag der offenen Tür ausgestellt. Sie wollte so darauf verweisen, dass dieses Szenario eintreten kann, wenn es keine freiwilligen Feuerwehrleute mehr gibt.
Davon kann in Melsbach derzeit aber keine Rede sein, denn 18 aktive Wehrleute, darunter eine Frau, stellen sich hier in den Dienst der guten Sache. Und alle zwei Jahre präsentierten sie sich und ihre Ausrüstung bei einem Tag der offenen Tür.
So hatten die Floriansjünger die Altwieder Straße zugestellt mit ihren beiden Einsatzfahrzeugen: Ein Tankkraftspritzenfahrzeug und ein Tanklöschfahrzeug mit 2000 Litern Fassungsvermögen. Dieser Oldie aus dem Jahre 1983 war jetzt zum letzten mal zu sehen, denn die Feuerwehr Melsbach bekommt noch dieses Jahr von der Verbandsgemeinde Rengsdorf ein neues, das wohl über 200 000 Euro kosten wird. „Ich hatte schon einige Anfragen von Privatleuten, die das alte Fahrzeug kaufen wollten, denn das ist wohl sehr begehrt“, erklärte der Melsbacher Wehrführer Bodo Polifka.
Beim Tag der offenen Tür waren nicht nur die vom Gerätehaus offen, sondern auch die der beiden Einsatzfahrzeuge. Sehr zur Freude der Kinder, die sich mal in ein Feuerwehrauto setzen konnten. Aber auch für Wasserspiele hatten die Melsbacher Wehrleute gesorgt: Zielspritzen in die Fenster eines brennenden Hauses, natürlich simuliert, war hier angesagt. Und bei den ganz Kleinen ging auch schon mal ein Wasserstrahl auf andere Kinder.
Darüber hinaus hatten die Floriansjünger noch eine Hüpfburg in Form eines Feuerwehrwagens gemietet. Die bot den Kindern innen ungeahnte Sprungmöglichkeiten, denn ringsum war die Hüpfburg mit Netzen abgesichert.
Für die Erwachsenen gab es einen Bierbrunnen sowie Infos und Gespräche von und mit ihren Wehrleuten, die etwa zwei Tage brauchten, um dieses Fest vorzubereiten. Ihre Partnerinnen, etwa 15 Frauen, hatten für das Kuchenbuffet gebacken und einige standen auch beim Verkauf von Kaffee und Kuchen hinter der Theke.
Die Wehrmänner sorgten für Grillspeisen, Pommes sowie für Bier und andere Getränke. Das Fest hatte sich wohl gelohnt, denn Bodo Polifka unterstrich: „Der Besuch ist gut, wir sind zufrieden.“
HEP
Am Imbissstand hatten Mann und Frau alle Hände voll zu tun.
Mit vereinten Kräften geht vieles leichter.
Wenn das Feuer im brennenden Haus aus ist, geht das Blaulicht an.
Ungeahnte Sprungmöglichkeiten bot die Hüpfburg am Gerätehaus der Feuerwehr Melsbach.
