Breitbandausbau im Rhein-Lahn-Kreis
Bauarbeiten haben begonnen
Rhein-Lahn-Kreis. Nun rollen die Bagger: Der symbolische „Erste Spatenstich“ durch Innenminister Roger Lewentz und Landrat Frank Puchtler in Wasenbach markierte jetzt den offiziellen Beginn des praktischen Teils des Breitbandausbaus im Rhein-Lahn-Kreis. Bis Ende 2017 sollen 96 Gemeinden und Städte im Kreisgebiet mit schnellem Internet versorgt sein. Partner des Rhein-Lahn-Kreises ist das Telekommunikationsunternehmen „inexio“, das für den Ausbau sorgt; finanziert wird ein Großteil des Gesamtpakets durch einen erheblichen Zuschuss des Landes Rheinland-Pfalz sowie des Bundes.
Viele Gäste beim symbolischen "ersten Spatenstich"
Großer Bahnhof in Wasenbach: Selten hat Ortsbürgermeister Reiner Schäfer so viele illustre Gäste in der kleinen Lahnhöhengemeinde begrüßen können. Denn neben Innenminister Roger Lewentz und seine Ministerialbeamten, Landrat Frank Puchter und Thorsten Klein von der Firma „inexio“, waren auch die Landtagsabgeordneten, die Bürgermeister aller Verbandsgemeinden und Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte, erschienen. Denn es ging hier um ein landesweit einzigartiges Gemeinschaftsprojekt. Klar, dass auch die Medien in großer Zahl vertreten waren.
Pilotprojekt für ganz Rheinland-Pfalz
So sprach Innenminister Lewentz gar von einem „Pilotprojekt für ganz Rheinland-Pfalz“: Der Rhein-Lahn-Kreis habe es geschafft, alle Gemeinden zusammenzubringen, um den flächendeckenden Ausbau des schnellen Internets im gesamten Landkreis zu realisieren. Und das auch in den kleinen Gemeinden, bei denen sich für die Telekommunikationsunternehmen ein Ausbau aus wirtschaftlichen Gründen kaum lohnt. Dank der Zuschüsse aus Mainz, rund fünf Millionen Euro und einem ähnlichen hohen Beitrag des Bundes, rund vier Millionen Euro, konnte der Kreis im Auftrag der Gemeinden die Ausschreibung auf den Weg bringen und schließlich in dem saarländischen Unternehmen „inexio“ einen Partner gewinnen, der den kompletten, kreisweiten Ausbau „in einer Hand“ übernimmt. Dass dabei einige verwaltungstechnische, finanzielle und auch juristische Hürden zu überwinden waren, versteht sich von selbst.
Daher galt der Dank des Landrats zunächst dem Breitband-Koordinator des Kreises, Wilhelm Herm. Der ehemalige Büroleiter der Kreisverwaltung und der SGD-Nord war reaktiviert worden, um dieses diffizile Projekt zu steuern – mit dem erhofften guten Ergebnis. Der Dank des Landrats galt aber auch allen Ortsgemeinden, der Stadt Lahnstein und den Verbandsgemeinden für das gemeinschaftliche Zusammenwirken. So waren alle bereit, die genannten Mittel des Bundes, die für Investitionen der Gemeinden bestimmt waren, in dieses eine Projekt zu stecken. Landrat Puchtler machte dabei noch einmal deutlich, wie wichtig schnelles Internet gerade auch im ländlichen Raum ist: Egal ob Unternehmen oder Familien – die Frage nach dem schnellen Internet ist heutzutage mitentscheidend dafür, dass die Menschen im ländlichen Raum bleiben oder sich hier neu ansiedeln.
Schnelles Internet bis Ende 2017
Gemeinsam griffen dann alle Beteiligten zum Spaten, um das symbolträchtige Startschuss-Foto zu machen. Thorsten Klein, Geschäftsführer von „inexio“ hatte versprochen, dass bis Ende 2017 alle beteiligten Ortschaften ans schnelle Internet geschlossen sind. Reiner Schäfer kann sich aber schon jetzt freuen: In seiner Gemeinde dürfte es schon in wenigen Tagen soweit sein.
Pressemitteilung des
Rhein-Lahn-Kreises
