Allgemeine Berichte | 05.10.2023

Begebenheiten in Ahrweiler

Werner Schüller (rechts) bei seinem Vortrag im Kreis der Gästeführer.  Foto:Armin Küpper

Ahrweiler. Nach der Flut im Juli 2021 hatten die Gästeführer erstmals die Gelegenheit, das weitgehend wiederhergestellte Haus der Schützen zu besuchen. Werner Schüller, ein angesehener Heimatforscher und Autor zahlreicher heimatkundlicher Bücher, war der Einladung der Gästeführer gefolgt. Er teilte sein umfangreiches Wissen über Ahrweiler und seine unterhaltsamen Anekdoten gerne mit ihnen.

Werner Schüller ist nicht nur Heimatforscher, sondern auch in der Kommunalpolitik aktiv und hatte maßgeblich zur Gründung des Frühburgunder-Forums beigetragen.

Die Gästeführer lauschten gespannt den Erzählungen von Werner Schüller. Er berichtete von Fassbindern und Schrötern, von der Räucherwehr, die die Reben vor Frost schützte, und von der Gründung der Dr. v. Ehrenwall’schen Klinik. Er erklärte auch, wie die Elektrizität mit dem Bau eines Maschinenhauses nach Ahrweiler kam und nicht nur die Klinik, sondern auch die gleislose Straßenbahn antrieb.

Besonders interessant waren seine Erläuterungen zur Erhaltung des Frühburgunders, einer Rebsorte, die in der Mitte des letzten Jahrhunderts fast ausgestorben war. Die Schwierigkeiten bei ihrer Kultivierung und die ungleichen Erträge führten dazu, dass Winzer lieber auf „sichere“ Rebsorten setzten. In Bachem wurden Versuchsparzellen angelegt, die nach vier Jahren erfolgreich waren und hochwertige Weine produzierten.

Während seines lebhaften Vortrags präsentierte Werner Schüller viele Fotos und Zeitdokumente. Anekdoten über den Kartoffelkauf, den Schuhmacher Palm, das Schnapsbrennen und vieles mehr rundeten den interessanten Abend ab.

Die Gästeführer konnten eine Fülle von Informationen und Anregungen mitnehmen, um ihren Wissensschatz zu erweitern und ihn gerne an die Besucher weiterzugeben.

Werner Schüller (rechts) bei seinem Vortrag im Kreis der Gästeführer. Foto:Armin Küpper

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