„Café der Begegnung“ in Kobern feierte Geburtstag
Begegnung gelingt nur im Zusammenspiel
Kobern-Gondorf. Fast 100 Menschen k im Pfarrheim St. Lubentius in Kobern den Jahrestag der Eröffnung des „Cafés der Begegnung“ feiern. „Hoher Besuch“ hatte sich angekündigt und konnte das Büffet mit Köstlichkeiten aus aller Welt genießen. Das „Café der Begegnung“ in Kobern ist seit einem Jahr die Plattform, auf der sich Geflüchtete der Region und Deutsche treffen und austauschen.
„Nur geöffnete Hände können sich die Hand reichen. Fäuste zeigen nicht ihre Lebenslinien“, so eröffnete Werner Huffer-Kilian den Jahrestag. Er wies darauf hin, dass vier Institutionen Hand in Hand für das Café zusammengearbeitet haben: die Verbandsgemeinde mit ihren beiden Integrationsbeauftragten, das Dekanat Maifeld-Untermosel, die Caritas-Koblenz und die Pfarrgemeinde St. Lubentius. Martina Best-Liesenfeld, Direktorin der Caritas Koblenz, konnte dies bestätigen und bedankte sich ausdrücklich für das hohe Engagement der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit.
„Spirit and Rock“, der Chor aus Brey, rundete den ersten Teil des Programms mit Volksweisen ab. Die tolle Stimmung unter den Anwesenden lud zum Mitsingen ein. Zum Tanzen mit orientalischer Musik luden die „Tonspuren“ ein, die das musikalische Programm des Abends gestalteten.
Einige Frauen aus Syrien, Afghanistan und Aserbaidschan hatten wahre Köstlichkeiten gezaubert und trugen so zum vielfältigen Büffet des Abends bei.
Miguel Vicente, der Beauftragte der Landesregierung für Migration und Integration, war der Einladung der Veranstalter gerne gefolgt und betonte in seiner Rede, wie wichtig solche Veranstaltungen der Begegnung seien. „Hand in Hand heißt auch, zupacken können“, das sei nötig in heutiger Zeit. „Konkrete Begegnung wie diese zwischen Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen, die schon lange in der Region leben, ist die beste Prävention gegen den Rechtspopulismus. Wir brauchen mehr davon.“
Auch Ralf Dötsch, Beigeordneter der Verbandsgemeinde begrüßte die Initiative ausdrücklich, wie auch Zeynep Begen, die Vorsitzende des Beirats für Migration und Integration Mayen-Koblenz. Unter den Gästen weilten auch der Bürgermeister von Kobern-Gondorf, Michael Dötsch, und der Beauftragte für Flüchtlingsfragen der Kreisverwaltung, Michael Kock.
Die „Tonspuren“ erfreuten als Hauptact die Anwesenden mit einem Lied über Kobern: „Kobern ich liebe dich, Du bist so schön für mich. Du bist nicht gefährlich, ich liebe dich ehrlich. Ich bin hier angekomm’, Du hast mich angenomm’. Boah, soviel Bürokratie, krass! Ich krieg kein deutschen Pass! Kobern mein Visum, Kobern mein Aufenthalt, Kobern mein Visum, Kobern mein Zuhause, Kobern – hier lebe ich.“
Auch Miguel Vicente (v. l.) und Zeynep Begen gratulierten.
