Allgemeine Berichte | 26.10.2019, 12:06 Uhr

Kursfahrt des Gymnasiums im Kannenbäckerland Höhr-Grenzhausen führte nach Österreich

Bei Wäller Schülern wallte Wiener Blut

Die Schülerinnen und Schüler besuchten die Wiener Volksoper sowie die Vorpremiere eines Theaterstücks. Foto: privat
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Höhr-Grenzhausen. Mit dem Zug entlang des Rheins und der Donau nach Wien machten sich zwölf Schüler/innen des Leistungskurses Deutsch mit ihren Lehrern Judith Kurz-Bieligk und Dirk R. Kästel auf, um nach Bezug des Hostels die Stadt zu erkunden. Durch die eindrücklichen Prachtstraßen und Gassen ging es auf den Rathausplatz, um den letzten Abend des großen Wiener Open-Air-Filmfestivals bei bestem sommerlichen Wetter zu genießen: Musikkurzfilme. Montags startete man mit einem Besuch der Kapuzinergruft und einem Stadtrundgang über Graben und Hofburg zum Heldenplatz (Ernst Jandl lässt grüßen!).

Nach einem Abstecher im Naturhistorischen Museum und der opulenten Venus von Willendorf gab‘s zum Mittagstisch ein klassisches Pfefferbrathendl mit Erdäpfeln und einem Kracherl. Abends erklangen dann Walzermelodien von Johann Strauß beim Besuch der Operette „Die Fledermaus“ in der Wiener Volksoper, was allgemeine Begeisterung und Beifall fand. Am Vormittag des Folgetages verschaffte man sich im Haus der Literatur einen Überblick über die österreichische Literaturgeschichte, nahm an einem Workshop teil und besichtigte nachmittags das Hofburgtheater, bevor es unter anderem auf den Spuren des dritten Mannes in den Wiener Prater (zum Teil in schwindelerregenden Höhen und rasanten Kurven) ging. Der Mittwoch startete mit einem literarischen Spaziergang rund um die Strudelhofstiege, wo es vor allem um Heimito von Doderers Nationalepos ging. Gleichnamiges Werk wurde dann auch in einer Vorpremiere als Uraufführung am Abend im Theater in der Josefstadt gegeben. Der Spaziergang führte aber auch zu vielen dem Leistungskurs Deutsch aus Robert Seethalers Roman „Der Trafikant“, der Unterrichtsgegenstand war, bekannten Orten, so auch in die Berggasse, ins Arbeitszimmer von Professor Sigmund Freud. Viel Tram und U-Bahn wurde am Donnerstag gefahren: Es ging zum Hundertwasserhaus, dem Naschmarkt und Secession, auf einen „[Der] Kuss“ (Gustav Klimt) ins Obere Belvedere, zum „Turmbau zu Babel“ ins Kunsthistorische Museum, in den glamourösen Prunksaal der österreichischen Nationalbibliothek und schließlich zum Wahrzeichen Wiens, dem Steffel, nämlich um und in die Domkirche Sankt Stefan. Den letzten Abend genoss man bei live gesungenen alten Wiener Liedern und typisch Wiener Gerichten in einem traditionellen Heuriger. Nach dem Packen und Zimmerräumen am letzten Tag wurde es royal: Das Schloss Schönbrunn mit seinen prachtvollen Räumen aus der Zeit Maria Theresias bis zu Sissi stand auf dem Programm sowie ein Spaziergang durch den Schlosspark inklusive Labyrinth und Irrgarten. Nachdem alle ihren Weg fanden, brach man zum Wiener Hauptbahnhof auf und machte sich somit auch auf den Heimweg. Was bleibt sind die mannigfaltigen Erinnerungen an eine sehr erlebnisreiche, interessante und gelungene Studienfahrt in die Donaumetropole Wien. Leiwand!

Die Schülerinnen und Schüler besuchten die Wiener Volksoper sowie die Vorpremiere eines Theaterstücks. Foto: privat

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