Junggesellenverein Fidelitas Heimerzheim feierte vier Tage lang
Beim Auftritt von „Miljö“ und „F!asko“ platzte das Festzelt aus allen Nähten
Beim Festumzug durch den Ort waren sämtliche Junggesellenvereine aus der ganzen Region mit von der Partie und ließen ihre Fähnriche auf der Kölner Straße ihr Können präsentieren
Heimerzheim. Zwar hatte der Junggesellenverein „Fidelitas“ Heimerzheim schon im vergangenen Jahr der Corona-Pandemie mit einem hervorragend besuchten Dorffest samt ausverkauftem Benefizkonzert der „Klüngelköpp“ getrotzt, doch ein „richtiges“ Junggesellenfest wurde in erst in diesem Jahr wieder gefeiert, und das gleich vier Tage lang. Junggesellen-Präsident Dominik Bolde war jedenfalls vom Erfolg hellauf begeistert. Schon am Freitag zur Eröffnung unter dem Motto „Layla on fire“ mit Bier-Happy-Hour gab es ein volles Kirmeszelt bei hervorragender Stimmung und viel Spaß, allerdings ohne Maikönigspaar. Auf dieses hatten die 28 aktiven Heimerzheimer Junggesellen angesichts der unsicheren Gesamtsituation verzichtet, wollen aber im nächsten Jahr wieder ein Majestätenpaar küren.
War der Freitag schon sehr gut besucht, so platzte das Festzelt am Samstag beim Auftritt der Kölner Stimmungsgruppen „Miljö“ und „F!asko“ im wahrsten Sinne des Wortes aus allen Nähten, denn auf diese Musik konnten sich alle Generationen verständigen. Natürlich waren auch sämtliche befreundete Junggesellenvereine aus der ganzen Region mit von der Partie und sorgten zusammen mit ihrem Anhang dafür, dass die Stimmung förmlich durch die Decke ging.
Heilige Messe zum Auftakt des Sonntags
Am Sonntag stand das traditionelle Junggesellenfest auf dem Programm, das mit einer Heiligen Messe unter der Leitung von Pater Marek in der Pfarrkirche Sankt Kunibert begann. Nach der Kranzniederlegung am Ehrenmal in das Programm weiter im Festzelt, während sich entlang der Straßen von Heimerzheim schon das Publikum in Position stellte, um dem gigantischen Festumzug zuzujubeln. Der Lindwurm mit mehr als 500 Teilnehmern zog sich fast über einen Kilometer hin, denn mit dabei waren nicht nur alle Junggesellenvereine aus der näheren und weiteren Umgebung, manche sogar mit den amtierenden Maikönigspaaren, sondern auch sämtliche größeren Vereine des Dorfes. Ein großartiges Schauspiel gab es zum Abschluss auf der Kölner Straße zu sehen, wo sämtlicher Fähnriche aller anwesenden Junggesellenvereine zur Musik des Tambour Corps „Frei Weg“ Heimerzheim ihre Fahnen fliegen ließen. Dass die Fähnriche die Pandemiezeit bestens genutzt hatten, um ihre Fertigkeiten zu optimieren, stellten sie beim anschließenden Preisschwenken im Festzelt unter Beweis, das der Fähnrich des JGV Waldorf für sich entscheiden konnte.
Natürlich gab es für die befreundeten Junggesellenvereine wieder jede Menge schöne Preise zu gewinnen. Den Pokal für die beste Festzugordnung holte sich Hemmerich vor Urfeld und Bornheim, der Pokal für die weiteste Anreise ging an den JGV Fischenich. Bei der Meistbeteiligung hatte Gielsdorf vor Walberberg und Kardorf die Nase vorn, den Stimmungspokal durften die Junggesellen aus Flerzheim mit nach Hause nehmen. Den Meterbierpokal sicherte sich nach intensivem Wettkampf der JGV Walberberg, und den Präsidentenpokal holte sich der JGV Vernich.
Kirmesmann musste für seiner Schandtaten geradestehen
Wie immer war der Montag für den Kirmesausklang vorgesehen mit der traditionellen Pajasverhandlung am Abend, bei der der Kirmesmann in diesem Jahr besonders viel einstecken musste. Staatsanwalt Wolfgang Allendorf hatte sämtliche Vergehen aufgelistet, Verteidiger Christian Euskirchen hatte dem nur wenig Entlastungsmaterial entgegenzusetzen, so dass Richter Dominik Bolde nur zu einem Urteil kommen konnte: Verbrennung auf dem Kirmesplatz
. JOST
