Projekt Dorferneuerung widmet sich der Jugend und dem Zusammenhalt der Bürger
Beim Rundgang durch Stebach wurden Pläne geschmiedet
Brücke über den Stebach soll für Fußgänger geöffnet werden
Stebach. Beim ersten Dorfrundgang seit Beginn der Dorfmoderation in Stebach haben sich die Einwohner gemeinsam mit den Planerinnen Claudia Redlin und Carina Griegoleit einige markante Stellen im Ort angesehen, an denen Verbesserungsbedarf besteht. Mittlerweile haben einige Treffen stattgefunden, bei denen diese Dinge auch besprochen wurden. An den verschiedenen Terminen der „Dorfwerkstatt“ nehmen Bürgerinnen und Bürger in unterschiedlichen Zusammensetzungen teil. Auch die Kinder und Jugendlichen in Stebach werden in die Gespräche mit einbezogen beziehungsweise bilden eigene Arbeitsgruppen. Hier zeichnet sich schon ab, dass bei der jungen Generation ein großes Interesse besteht, mehr Raum im Dorfgemeinschaftshaus zur Verfügung gestellt zu bekommen. Den älteren Bürgern soll der Wunsch eines Rundwegs mit Überquerungsmöglichkeit über den Stebach erfüllt werden.
Als wichtige Handlungsfelder haben sich bei den bisherigen Treffen die Stärkung des Zusammenhalts, bauliche Maßnahmen zur Ortsverschönerung und Sanierung von Gemeinschaftseinrichtungen, aber auch die Verbesserung des Mobilfunknetzes herauskristallisiert. Für die vielfältigen Pflege- und Unterhaltungsarbeiten im Dorf und in der Landschaft soll nach Wunsch der Teilnehmer eine Freiwilligengruppe gefunden werden.
Jugend ist heimatfixiert
Claudia Redlin fasst die bisherigen Aktivitäten zusammen: „Wir haben die Auftaktveranstaltung Dorfwerkstatt gemacht, um Ideen zu sammeln für die Zukunftsentwicklung und um ein Dorferneuerungskonzept aufzustellen. Dann gab es einen Jugendworkshop. Daran haben Kinder im Alter zwischen 7 und 11 teilgenommen und einige Erwachsene, die die Jugendarbeit in Stebach unterstützen wollen.“ Carina Griegoleit ist aufgefallen, dass sehr viele Gemeinschaftsaktionen gewünscht werden. Die Kinder und Jugendlichen seien „heimatfixiert“ und möchten das auch gerne ausleben.
Der Dorfrundgang startete am Dorfgemeinschaftshaus. Hier war direkt das Anliegen der Jugendlichen ein Thema, die sich mehr Platz im Dorfgemeinschaftshaus wünschen. Dahingehend hat man schon einen Anbau ans Dorfgemeinschaftshaus ins Auge gefasst, um ein Lager für die Bestuhlung zu haben und einen WC-Raum für die Jugendlichen einrichten zu können. Auch sollen die bisherigen Toilettenanlagen barrierefrei umgebaut werden. Claudia Redlin: „Für die Jugendlichen soll eine Aktivierung stattfinden, vielleicht in Form eines Workshops. Bauen von Paletten-Möbeln ist eine Idee oder ein Kinoabend. Man kann die noch nicht so aktiven Kinder am besten über Projekte erreichen.
Einfach nur ein Aufruf ist da meistens nicht so erfolgreich.“ Momentan gibt es in Stebach 29 Kinder im schulpflichtigen Alter.
Für die Erwachsenen sollen Angebote geschaffen werden, die dem Bedürfnis nach Gemeinschaft entgegen kommen, zum Beispiel offene Treffs.
Der in die Jahre gekommene und nicht mehr so attraktive Dorfbrunnen steht auch im Visier der Dorferneuerung. Er soll optisch attraktiver gemacht werden. Immerhin handele es sich hier um einen echten Dorfmittelpunkt, betont Claudia Redlin.
Brücke über den Stehbach
Eine kleine Veränderung mit großer Wirkung soll am Ende des Adenrother Wegs passieren. Eine massive Brücke über den Stebach kann nicht genutzt werden, weil dahinter das Gelände einer ehemaligen Kläranlage beginnt, das komplett eingezäunt ist.
Dieser Zaun soll um ein kleines Stück nach links versetzt werden, damit Spaziergänger die Brücke nutzen können.
Dadurch entsteht ein begehbarer Rundweg um das Dorf herum. Bisher nutzen einige wagemutige und sportliche Fußgänger einen Holzbalken, der neben der Brücke die Überquerung des Stebachs ermöglicht. Das birgt allerdings ein erhebliches Gefahrenpotenzial.
Für Eltern mit Kinderwagen oder ältere Bürger stellt der Balken überhaupt keine Option dar. Ortsbürger
meister Karl-Heinz Klein nennt als weiteres Projekt den Bürger steig im Adenrother Weg, der mit der Zeit immer unebener geworden ist und saniert werden muss. Das soll nach Möglichkeit schon nächstes Jahr gemacht werden.
Ebenfalls im kommenden Jahr sollen im Ort die Straßenlaternen mit LED-Leuchten bestückt werden. In der Maischeider Straße wird damit jetzt schon begonnen.
Der Gemeinde kann man nur wünschen, dass viele der entwickelten Ideen und Projekte umgesetzt werden können, um dem großen Ziel von noch mehr Gemeinschaft und Gemeinschaftssinn wieder ein Stück näher zu kommen.
