Freiwillige Feuerwehr Dieblich
Beim Übungsmarathon verschiedene Szenarien geübt
Dieblich. Seit einigen Jahren ist der sogenannte Übungsmarathon ein fester Bestandteil des Übungsplanes der Dieblicher Wehr. Kürzlich war es wieder so weit. Von 14 bis 19 Uhr galt es für die Aktiven der Dieblicher Wehr, drei unterschiedliche „Einsatzszenarien“ unter möglichst realistischen Bedingungen abzuarbeiten. Der erste Einsatz rief die Kameraden und Kameradinnen ins Kondertal. Hier war in einem Bereich, der nicht mit Hydranten versorgt ist, ein Flächenbrand ausgebrochen. Dieser musste erst einmal mit dem im Tank des Fahrzeuges vorhandenen Wasser begrenzt werden. Gleichzeitig wurde im Bach eine geeignete Wasserentnahmestelle gesucht und hergerichtet. Hierfür wurde ein sicherer Zugang mittels Steckleiter zum Bach geschaffen, damit die Tauchpumpe entsprechend gesetzt werden konnte. Nachdem die Wasserversorgung zum Fahrzeug stand, konnte dem Brand mit drei D-Rohren zu Leibe gerückt werden. Nach dem Übungsende und Abbau wurde ein erstes positives Resümee gezogen: Die Themen der letzten Übungen, die sich mit Pumpenkunde und Leitern befasst haben, wurden verinnerlicht und angewendet.
Nachdem im Gerätehaus wieder alles aufgerüstet war, startete die nächste Übung. „Auslaufende Gefahrstoffe am Rastplatz Glattlay“, lautetet die Meldung. Hier war offenbar ein Gefahrstoffbehälter leckgeschlagen und eine unbekannte Flüssigkeit trat aus. Der Fahrer des Gefahrstofftransporters lag bewusstlos neben dem Behälter. Nachdem die Mannschaft eingetroffen war, wurde der gesamte Parkplatz zunächst großräumig abgesperrt. Der Gruppenführer und sein Melder erkundeten die Lage und sammelten Informationen über den auslaufenden Stoff. Als dieser sowie die von ihm ausgehenden Gefahren bekannt waren, wurde ein Trupp unter Atemschutz zur Menschenrettung vorgeschickt. Ein weiterer Trupp stand mit dem Schnellangriffsschlauch bereit, um den Verunfallten abzuduschen und die Kontaminierung mit dem Gefahrstoff zu verdünnen. Nachdem die Person aus dem Gefahrenbereich gebracht war, wurde er von weiteren Kameraden zur Erstversorgung übernommen. Hier endete dann die zweite Übung. Auch hier lautete das Fazit: Übungsziel erreicht- es wurde nach der GAMS-Regel vorgegangen: Gefahr erkennen, Abstand halten, Menschrettung, Spezialkräfte anfordern.
Bei der dritten und letzten Übung hieß es: „Verpuffung in einer Halle im Gewerbegebiet, zwei Personen vermisst“. Am örtlichen Bauhof angekommen, informierte ein Nachbar über einen lauten Knall und Rauch aus der Halle und dass er zuvor zwei Personen dort gesehen habe. Als erstes galt es, sich Zugang zum Gebäude zu verschaffen, da das Tor mit einem Vorhängeschloss gesichert war. Zeitgleich rüstet sich schon ein Trupp für den Innenangriff und es wurde eine Wasserversorgung vom Hydranten hergestellt. Nachdem Wasser am Rohr war, ging der Angriffstrupp in die völlig verrauchte Halle vor, um diese abzusuchen. Währenddessen hatte der Gruppenführer bei seiner weiteren Erkundung eine Person außerhalb der Halle verletzt aufgefunden. Diese wurde umgehend aus dem Gefahrenbereich gebracht und erstversorgt. Da in der Halle kein offenes Feuer zu sehen war, wurde ein zweiter Angriffstrupp zum Öffnen der Tore vorgeschickt. Zwischenzeitlich war die vermisste Person gefunden worden. Allerdings war diese unter einem Mähwerk eingeklemmt. Mit vereinten Kräften gelang es jedoch, die Person ohne weitere Hilfsmittel aus ihrer Lage zu befreien. Nachdem auch die zweite Person ins Freie gebracht war und die Halle nochmals vollständig kontrolliert worden war, endete auch diese Übung. Auch hier konnte ein positives Fazit gezogen werden.
Es war ein gelungener und lehrreicher Übungsnachmittag, mit dem sich sowohl die Wehrführung als auch die Teilnehmer zufrieden zeigten. Zum Abschluss ging es dann zu den Kameraden nach Dreckenach aufs Feuerwehrfest.
„Auslaufende Gefahrstoffe am Rastplatz Glattlay“, lautetet die Meldung.
Als erstes galt es, sich Zugang zum Gebäude zu verschaffen, da das Tor mit einem Vorhängeschloss gesichert war.
