Schönstätter Marienschule in Assisi und Rom
„Bello e fantastico“
Vallendar. Die Tage vom 14. - 19. Oktober wurden für 120 Mitreisende der Schönstätter Marienschule (Schülerinnen, deren Familien sowie Lehrerinnen und Lehrer) zu einem unvergesslichen Erlebnis. Geplant war die große Romfahrt bereits zum Jubiläum 75 Jahre Schönstätter Marienschule im Herbst 2020. Das Vorbereitungsteam (Sr. Christamaria, Jutta Jocks, Ulrike Normann-Bühler und Daniela Speier) organisierte beharrlich auch in den beiden darauffolgenden Jahren die Reise, bis die Corona-Lage sie endlich zuließ. Zu Beginn der Herbstferien konnte es losgehen: in zwei großen Bussen, umweltfreundlich nach dem Motto „Miteinander fair leben“ und reisen. Dieses Motto war auch auf gelben Halstüchern mit dem SMS-Logo, die während der Fahrt als Gemeinschafts- und Erkennungszeichen dienten, zu lesen. Nach einer im Bus verbrachten Nacht (Pilgerreisen sind keine Kaffeefahrten) wurde Assisi am 15. Oktober bei herrlichstem Sonnenschein erreicht. Der Franziskanerbruder Thomas Freidel, Diakon und Pilgerseelsorger in Assisi, geleitete die Gemeinschaft in die Klosteranlage für deutschsprachige Pilger. Nach einem Picknick stimmte er auf die Besichtigungen ein. Der heilige Franziskus, so Bruder Thomas, sei zwar fast 800 Jahre tot, doch könne man ihm, seinen Spuren und seiner Botschaft in Assisi begegnen. Die Erfahrungen in den Basiliken San Franceso und Santa Clara sowie der Rundgang durch die Stadt waren entsprechend intensiv und beeindruckend und wirkten bei der Weiterfahrt nach. Das Programm an den folgenden Tagen gestaltete sich für die Reisenden je nach vorab getätigter Modulauswahl. Daniela Speier besichtigte am ersten Tag mit einer großen Gruppe von Schülerinnen den Petersdom, war mit ihnen auf der Kuppel, geleitete sie zur Engelsburg und zum Kapitol, besichtigte mit ihnen das Forum Romanum, das Kolosseum und viele andere attraktive Orte. Andere Gruppen hörten bei Führungen zu schönen Plätzen viel Wissenswertes über Rom und die Römer in der Antike und Gegenwart. Um 12 Uhr versammelte sich die ganze Reisegruppe auf dem Petersplatz, wo sich im Apostolischen Palast das Fenster öffnete und der Heilige Vater eine Ansprache für die versammelten Pilger hielt und mit ihnen den Angelus betete. In der zweiten Tageshälfte fanden für viele hochinteressante Führungen im Forum Romanum und die Besichtigung des Kolosseums statt. Den Abend gestaltete jede und jeder, wie sie wollten. Es gab während der Reise genügend Zeit zur freien Verfügung. Rom hat für jeden Geschmack viel zu bieten. Die Schülerinnengruppe besuchte die bedeutsamen Kirchen Santa Maria Maggiore, Santa Prassede, den Lateran und die Scala Santa, das Pantheon sowie weitere Sehenswürdigkeiten wie die Piazza Navona und den Trevibrunnen. Für die weiteren Gruppen standen die Peterskuppel, der Petersdom und der Petersplatz auf dem Programm. Danach zog es viele nach Ostia. Während die einen in Ostia antica und Ostia Lido unterwegs waren inclusive San Paolo und Weiterfahrt zum Strand, trafen sich die anderen auf dem Campo Santo. Volker Lemke erläuterte dort seine Forschungsarbeit über Philipp Müller (1804-1870), einen deutschen Theologen und Kirchenhistoriker, der auf dem deutschen Friedhof im Vatikan beigesetzt ist. Professor Dr. Stefan Heid, Rektor des Päpstlichen Instituts für christliche Archäologie und Direktor des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft, erklärte den Campo Santo Teutonico und die Kirche auf dem deutschen Friedhof im Vatikan, in der er auch die Heilige Messe mit der Reisegruppe feierte. Der erlebnisreiche Tag klang mit einem gemeinsamen Abendessen. Nachdem die Koffer verladen waren, hieß es „Arrivederci Roma!“ und „Gracie“ dem Vorbereitungsteam und allen, die mit dazu beigetragen haben, dass es eine Fahrt war, von der noch lange geschwärmt werden wird: BELLO E FANTASTICO
