Allgemeine Berichte | 09.03.2026, 09:27 Uhr

Frühwarnsystem AhrSure in Ahrweiler präsentiert:

Bemerkenswerte Resonanz zu einem wichtigen Thema

Zahlreiche Pressevertreter kamen zur Präsentation von AhrSure.  Foto: Dominik Ketz
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Ahrweiler. Am vergangenen Donnerstag hat die inframeta eG im Alvitha in Ahrweiler das kommunale Frühwarnsystem ahrSure vorgestellt. Bereits im November wurde das Konzept der lokalen Öffentlichkeit präsentiert. Nun ging es ins Detail und die Resonanz auf die Veranstaltung war bemerkenswert. Mehrere interessierte Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen aus dem gesamten Ahrtal waren vor Ort, ebenso zahlreiche kommunale Betriebe und Unternehmen aus der Region. Besonders eindrucksvoll war, dass alle Gebietskörperschaften im Ahrtal vertreten waren.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie sich die Region künftig besser auf mögliche Überflutungen vorbereiten kann. Markus Becker und Dr. Oliver Buchholz erklärten anschaulich, wie die Einführung des Systems Schritt für Schritt erfolgen kann und welche Möglichkeiten sich daraus für Kommunen, Betriebe und Bürger ergeben.

Der zentrale Vorteil von AhrSure liegt in der Zeit: Das System kann bis zu 72 Stunden vor einer möglichen Lage Hinweise darauf geben, wo konkret mit Überflutungen zu rechnen ist. Diese zusätzliche Zeitspanne kann entscheidend sein, um sich vorzubereiten, Schutzmaßnahmen einzuleiten und Schäden zu begrenzen.

Gleichzeitig wurde deutlich: Der technische Hochwasserschutz – etwa durch bauliche Maßnahmen – bleibt unverzichtbar. Allerdings wird dessen vollständiger Ausbau im Ahrtal noch Jahre, teilweise Jahrzehnte dauern. Bis dahin braucht es ergänzend deutlich bessere Warnsysteme. Dabei geht es nicht nur um Hochwasser aus der Ahr und ihren Seitentälern, sondern auch um Risiken aus Außengebieten sowie aus dem Kanalnetz.

Warnen, bevor es zu spät ist

Die inframeta eG hat gemeinsam mit dem Aachener Wasser- und Umweltingenieurbüro Hydrotec ein einsatzbereites Frühwarnsystem entwickelt. Dieses kann rund um die Uhr vor drohenden Überflutungen innerhalb der nächsten 72 Stunden warnen. Wenn bestimmte Warnstufen erreicht werden könnten, erfolgt automatisch eine Benachrichtigung per SMS oder Telefonanruf.

Betrieben wird das System durch die inframeta eG gemeinsam mit lokalen Experten und Fachleuten aus der Region. Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts ist dabei das kontinuierliche Lernen aus realen Ereignissen. Ziel ist eine enge Zusammenarbeit mit öffentlichen Stellen sowie den Verantwortlichen in Kommunen und Betrieben.

Für die Prognosen wertet das System im Fünf-Minuten-Takt Daten des Deutschen Wetterdienstes aus und integriert sie in die Warnmodelle. Dadurch können auch Starkregenereignisse in Außengebieten früh erkannt werden. In der höchsten Ausbaustufe kann das System sogar darstellen, welche Wasserstände an einzelnen Grundstücken zu erwarten sind.

Schutz geht nur gemeinsam

Die inframeta eG betont, dass der Schutz vor Überflutungen eine gemeinsame Aufgabe ist. Entsprechend groß war bei der Veranstaltung die Bereitschaft zur Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Fachleuten und Unternehmen.

Die Genossenschaft bedankt sich bei allen Teilnehmenden für das große Interesse und den offenen Austausch. Weitere Informationsveranstaltungen und Webinare zur Vorstellung von AhrSure sind bereits geplant. Eingeladen sind ausdrücklich auch Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Der Fokus ist klar gesetzt: Ziel ist ein Frühwarnsystem für das gesamte Ahreinzugsgebiet. Das gilt für Überflutungen aus der Ahr und ihren Nebengewässern ebenso wie aus Außengebieten und dem Kanalnetz.

Weitere Informationen unter: www.inframeta.de ROB

Markus Becker erläuterte die Details zu dem Frühwarnsystem.Foto: Dominik Ketz

Markus Becker erläuterte die Details zu dem Frühwarnsystem. Foto: Dominik Ketz

Markus Becker erklärte die Funktionsweise des Frühwarnsystems. Foto: Dominik Ketz

Markus Becker erklärte die Funktionsweise des Frühwarnsystems. Foto: Dominik Ketz

Dr. Oliver Buchholz erläuterte die technische Komponente von AhrSure. Foto: Dominik Ketz

Dr. Oliver Buchholz erläuterte die technische Komponente von AhrSure. Foto: Dominik Ketz

Wendelin Abresch stellte das Preismodell vor. Foto: Dominik Ketz

Wendelin Abresch stellte das Preismodell vor. Foto: Dominik Ketz

Zahlreiche Pressevertreter kamen zur Präsentation von AhrSure. Foto: Dominik Ketz

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