Allgemeine Berichte | 22.03.2016

Von Aleppo über Koblenz und Pirmasens zurück ans Deutsche Eck

Bemühungen haben sich gelohnt

Syrischer Flüchtling kehrt nach Koblenz zurück

Zurück im Raum Koblenz: Mohammed Yalaba ist froh, dass er mit breiter Unterstützung nun endlich dort angekommen ist, wo er sich wohlfühlt und sich als Übersetzer engagieren kann. HÜ

Koblenz. In der Woche 6 berichtete BLICK aktuell über das Schicksal von Mohammed Yalaba (Name geändert), einen 29-jährigen Flüchtling aus Aleppo in Syrien. Er kam im Dezember zur Erstaufnahme nach Koblenz, Ende Januar folgte dann ein Transfer in die Nähe von Pirmasens. Neben den Umständen in seiner Wohnung, u.a. der Zustand einiger Bereiche dort, wollte er gerne wieder an das Deutsche Eck zurückkehren - auch aufgrund gewonnener Freundschaften und der Möglichkeit zur ehrenamtlichen Tätigkeit im Camp in Koblenz.

Nach rund sechs Wochen intensivster Bemühungen konnte dieses Ziel nun erreicht werden! Mohammed spricht sehr gut Englisch, hatte aber zum Glück „deutsche“ Unterstützung gefunden. Achim Seifert (Name geändert) startete Anfang Februar damit, eine Rückkehr (Umverteilung) von Mohammed zu erreichen. Dies gestaltete sich jedoch zunächst äußerst schwierig. Es war sehr schwer herauszufinden, welcher Weg bei den Behörden gegangen werden muss bzw. auch die richtigen Ansprechpartner zu finden. Aufgrund eines Tipps einer örtlichen Verbandsgemeinde konnte ihm ein Mitarbeiter bei der Kreisverwaltung genannt werden, der sich umgehend um dieses Anliegen bemühte. Innerhalb von einem Tag konnte dieser Mitarbeiter klären, dass die Möglichkeit zur Unterbringung im Raum Koblenz besteht.

Dieser wichtige Schritt war jedoch erst der Anfang. Nun konnte der junge Syrer den schriftlichen Antrag auf Umverteilung bei der Verbandsgemeinde in Pirmasens stellen. Es folgte diverser Schriftverkehr unter den zuständigen Behörden und unzählige Telefonate in den folgenden 3-4 Wochen durch Achim Seifert. Es war des öfteren nicht eindeutig, wer nun wo als Nächstes tätig werden musste.

Als die Umverteilung dann tatsächlich erfolgreich abgeschlossen war, ergab sich plötzlich die nächste Schwierigkeit. Zwar hatte die Kreisverwaltung vorab eine Wohnungsmöglichkeit mit einer Verbandsgemeinde besprochen, jedoch erfolgte nun von dort keine Zustimmung, Mohammed aufzunehmen. Seitens der Kreisverwaltung handelte man aber erneut sehr schnell, und eine sehr gute Alternative im Raum Koblenz konnte gefunden werden. In der selben Woche erledigten Mohammed mithilfe von Achim Seifert bei der entsprechenden Verbandsgemeinde die letzten erforderlichen Formalitäten. Auch hier sei die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter vor Ort hervorzuheben. Mohammed konnte am folgenden Tag seinen Umzug über die Bühne bringen. Auch in seinem neuen zu Hause ist er mit anderen Flüchtlingen zusammen untergebracht. Aber dieses ist in einem besseren Zustand, auch die Unterstützung durch die örtliche Verbandsgemeinde ist viel positiver und gut organisiert.

Am nächsten Werktag war er bereits als ehrenamtlicher Übersetzer in seinem ursprünglichen Camp aktiv!

Was bleibt als Fazit?

Es ist nicht immer einfach, im deutschen Behörden-Dschungel erfolgreich zu sein. Hierbei trifft man auf verschiedene Resonanz. Sowohl auf freundliche und hilfsbereite Menschen, die Hoffnungen unterstützen. Aber auch auf Personen, die sagen „das geht sowieso nicht“... Aber die Arbeit kann auch belohnt werden. Ein Flüchtling aus Aleppo konnte einen wichtigen Schritt in Deutschland nach vorne gehen!

Zurück im Raum Koblenz: Mohammed Yalaba ist froh, dass er mit breiter Unterstützung nun endlich dort angekommen ist, wo er sich wohlfühlt und sich als Übersetzer engagieren kann. Foto:

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