Allgemeine Berichte | 08.05.2017

Eröffnung des Besucherzentrums Krupp’sche Halle

Bendorf ist um eine Attraktion reicher

Feierliche Einweihung mit vielen Gästen –

Jürgen Hey, Rehlinde Klöckner und Werner Prümmmit Thomas Steinhardt bei der Übergabe der Planskizze. Fotos: -GM

Bendorf-Sayn. Durch die Umplanung der 1909 von dem Unternehmer Krupp auf dem Areal der Sayner Hütte errichteten Maschinenbauhalle in ein Besucherzentrum haben die Architekten der Büros Heinrich+Steinhardt und Heyer zum Erhalt und der Förderung des zum Kulturdenkmal avancierten Areals beigetragen und damit einen neuen zentralen Anlaufpunkt geschaffen. Das neue Besucherzentrum „Krupp’sche Halle“ – eines der Highlights im Denkmalensemble Sayner Hütte – konnte nach denkmalgerechtem Rückbau der backsteinernen Außenfassade und einer Neugestaltung des Innenraums durch die Stiftung Sayner Hütte und die Stadt Bendorf jetzt feierlich eröffnet werden.

Das herausragende Denkmal der Industriegeschichte steht künftig allen Besucherinnen und Besuchern offen, und zwar täglich von 11 bis 17 Uhr bis zum 3. Oktober, in den Herbst- und Wintermonaten gelten eingeschränkte Öffnungszeiten.

Zu den Einweihungsfeierlichkeiten waren eine Vielzahl von Menschen erschienen, die Halle fasste kaum die Menge des Publikums. Bernhard Wiemer, Erster Beigeordneter der Stadt Bendorf konnte neben Innenminister Roger Lewentz und dem Landtagsabgeordneten Josef Dötsch eine ungewöhnlich große Anzahl von Repräsentanten des Bundes, des Landes und des Kreises begrüßen, ebenso Vertreter von Industrie, Wirtschaft und Institutionen sowie viele verdiente Persönlichkeiten, darunter die Ur-Ur-Enkelin von Alfred Krupp, Diana Maria Fritz und Eckbert von Bohlen und Halbach als Vertreter der Familie Krupp aus Essen. Er bedankte sich unter anderem bei allen Beteiligten für das große Engagement und die intensive Förderung des Projektes Sayner Hütte. Wiemer beendete seine emotionale Rede zur feierlichen Einweihung und Eröffnung des Besucherzentrums Krupp’sche Halle mit den Worten: „Die Sayner Hütte mit der historischen Gießhalle, die ja als Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst Deutschlands gilt, war ein wichtiger Standort der frühen Industrialisierung, ein Wirtschaftsfaktor für die Umgebung. Jetzt hat sie das Potenzial, zu einem herausragenden Projekt der Stadtentwicklung, des Städtebaus und der Industriekultur zu werden – einem Ort der Kultur, mit einer Ausstrahlung auf die Gesamtstadt und hinein in die Region. Die Sayner Hütte soll Schauplatz herausragender Veranstaltungen sein. Spezielle und besondere Ereignisse sollen hier möglich werden. Neue Perspektiven für die Zukunft, neue Netzwerke sollen entstehen.“

Im Anschluss betonte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz in seinen Ausführungen, dass jeder in die Sayner Hütte investierte Euro eine gute Investition sei. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass die Bundesbauministerin Barbara Hendricks die Sayner Hütte als eines der 24 nationalen Projekte des Städtebaus in Deutschland anerkannt hat. Das Hüttenareal in Sayn ist damit das einzige anerkannte und entsprechend geförderte Vorhaben in Rheinland-Pfalz.

Nach weiteren Grußworten von Rudi Zenz, dem Beigeordneten des Landkreises Mayen-Koblenz folgte der feierliche Einsegnungsakt, vollzogen von Joachim Fey, Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde und Edwin Dedekind, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde.

Danach bedankten sich die Architekten Dipl. Ing. Thomas Steinhardt und Jürgen Heyer unter anderem bei Rehlinde Klöckner und Werner Prümm von der Stiftung Sayner Hütte für deren unermüdliches Engagement und übergaben ihnen eine gerahmte Planungsskizze als Erinnerung. Weiter händigten sie in einem symbolischen Akt dem Abteilungsleiter im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes, Christoph Kraus als Vertreter des Stiftungsvorstandes Staatssekretär Professor Dr. Salvatore Barbaro den Schlüssel für das Besucherzentrum aus und übergaben damit die Halle ihrer Bestimmung.

Würdevoll musikalisch umrahmt wurden die Eröffnungsfeierlichkeiten von Niklas Liepe (Violine) und Yan Vaigot (Violoncello), beides Stipendiaten der Villa Musica Neuwied.

Die Veranstaltung fand ihre finale Krönung mit einem Konzertabend des A-Capella-Ensembles „VoicesInTime“ aus München unter der Leitung von Stefan Kalmer in der Gießhalle der Sayner Hütte.

Bendorf ist um eine Attraktion reicher

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Bendorf ist um eine Attraktion reicher

Jürgen Hey, Rehlinde Klöckner und Werner Prümm mit Thomas Steinhardt bei der Übergabe der Planskizze. Fotos: -GM

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