Allgemeine Berichte | 02.11.2017

Förderkreises St. Medard Bendorf

Berlin, Brandenburg und das Havelland besucht

Die Reisegruppe vor dem Commun-Gebäude am Neuen Palais in Potsdam. Karl-Rudolf Goergen

Bendorf. Die diesjährige Herbstfahrt des Förderkreises St. Medard Bendorf führte nach Berlin, Brandenburg und ins Havelland. Ein familiengeführtes Hotel auf der Insel Werder (Havel) war für eine Woche Ausgangspunkt vieler und interessanter Ausflüge.

Eine Stadtrundfahrt im nahegelegenen Berlin mit Bus und Schiff führte die Reisegruppe zu den Sehenswürdigkeiten, die man bei einem Berlinbesuch gesehen haben muss. Den Spreewald mit seiner einzigartigen Flusslandschaft erkundet man am besten bei einer Kahnfahrt auf den Fließen, wie die unüberschaubare Anzahl der Nebenarme der Spree genannt werden. In dem Örtchen Dorf wurden die Kähne bestiegen und die herrliche Landschaft in dem Biosphärenreservat genossen. Fährmann und -frau wussten bei der Fahrt viele Informationen zur Geschichte und Entwicklung des Spreewaldes zu geben. Fand die Kahnfahrt bei herrlichem Sonnenschein statt, gab es nach der Rückkehr im Fährhafen einen Regenschauer, der die Teilnehmer schnell an die bereitete Kaffeetafel flüchten ließ. Bei leckerem Kuchen und traditionellen Spreewälder Hefeplinsen klang ein wunderschöner Tag aus. Potsdam, die Stadt Friedrichs des Großen, war weiteres Ziel der 50-köpfigen Gruppe. Das „Versailles des Ostens“, Schloss Sanssouci, wurde besucht. Neben den wunderschönen Gärten, den Weinbergterrassen und gepflegten Anlagen gab es Prunk und Pomp in dem von außen unscheinbar wirkenden Schloss. Die Gästeführer gaben Einblicke in das höfische Leben. Am westlichen Ende des riesigen Gartens konnte das Neue Palais bewundert werden, das Friedrich selbst als Prahlerei bezeichnete, und die sogenannten Communs, zwei Gebäude, die früher als Wirtschaftsgebäude dienten und heute einen Teil der Universität beherbergen.

Potsdams andere Sehenswürdigkeiten, wie etwa das Holländische Viertel, die Altstadt mit Nikolai-Kirche, das Alte Rathaus oder das Stadtschloss wurden besucht.

Wenige Gehminuten vom Hotel entfernt erwartete die Reisegruppa am nächsten Tag ein gechartertes Schiff, mit dem sie eine Schlösserrundfahrt auf der Havel unternahmen. Auf ihren 334 km Länge durchfließt die Havel immer wieder kleine Seen und erscheint dadurch wie ein riesiges Labyrinth. Vorbei ging die Fahrt an wunderschönen Schlössern in einem landschaftlich einmaligen Gebiet. Noch rechtzeitig vor dem eintreffenden Orkantief Xavier wurde der Heimathafen erreicht und im Hotel konnten die Naturgewalten aus sicheren Räumen verfolgt werden. Eine Havelländige Landpartie brachte die Teilnehmer tags drauf zu Schloss Paretz, das bei einer Führung besichtigt wurde, bevor bei einer Schifffahrt die Schönheiten des Ruppiner Sees kennengelernt wurden.

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, ein Birnbaum in seinem Garten stand ….. Dieses Gedicht von Theodor Fontane machte Schloss Ribbeck erst bekannt und sorgte dafür, dass viele Touristen dieses in neubarocken Formen errichtete Gebäude besuchen. Wie Schlossherren fühlen konnte sich dann auch die Gruppe an der reichlich gedeckten Kaffeetafel, bei der der berühmte Birnenkuchen nicht fehlen durfte. Den letzten Tag vor der Rückfahrt nutzte die Gruppe nochmals zu einem ausgiebigen Berlinbummel. Die Rückfahrt nach Bendorf wurde in Wittenberg unterbrochen, wo eine Besichtigung der Schlosskirche auf dem Programm stand, an der vor 500 Jahren der Legende nach Luther seine 95 Thesen angeschlagen haben soll. Bei einer interessanten Führung wussten die beiden Gästeführer viele Details zu dem Kirchenbau und seiner Geschichte zu berichten. Am späten Sonntagabend wurde dann wieder Bendorf erreicht und eine tolle Reise war zu Ende.

Die Reisegruppe vor dem Commun-Gebäude am Neuen Palais in Potsdam. Foto: Karl-Rudolf Goergen

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