Allgemeine Berichte | 13.11.2018

Beim Sessionsauftakt der Großen Erpeler KG trat er unterstützt von Ehemann Holger sein Amt an

Bernd I. aus dem Hause Walbrück ist der neue Prinz der Erpeler Narrenschar

Ehemann Holger wies ihn auf die für eine Proklamation unpassenden Treter hin . Fotos: DL

Erpel. Genau am Sonntag, dem 11. im 11. hatte die Große Erpeler KG (GEK) um die Vorsitzende Martina Schwager und Präsident Jörg Buchmüller zum Sessionsstart mit Prinzenproklamation in den Bürgersaal eingeladen. Angesichts der vielen Jecken, darunter neben der Hausherrin, Bürgermeisterin Cilly Adenauer und dem Sprecher des Ordenskapitels „Alt Erpilla“, Gregor Noll, auch VG-Chef Karsten Fehr und der Erste Kreisbeigeordnete Michael Mahlert, fiel das erste dreifache Alaaf der GEK besonders kräftig aus.

Mit diesem begrüßte die Jecken als erste Gäste das Kinderprinzenpaar der Breitbacher KG „Me haalen et us“, Prinz Moritz I. und Lilli I., mit ihren Pagen Amelijya und Tim. Mitgebracht hatte die kleinen Tollitäten um Prinzenführerin Karolina Laufenberg auch die „Sterne“ sowie die von Sandra Bovelet trainierte Kleine und Große Burggarde. Nachdem die Breitbacher „Prinzenbagage“ erklärt hatte. „Mir nehme üverall met hin en Stückche von Breitbach am Rhing. Un jeder kann hier sehn, wie gern wie bei Üch auf der Bühne stehn!“, wirbelten über diese zunächst die „Sterne“, bevor die Gardistinnen mit „Miljö“ bewiesen: „Mer bruch nit vill zom Jöcklichsin!“

Da wollte die Unkeler Prinzessin Konstanze I. „aus dem Hause Ottersbach“ nicht nachstehen, die flankiert von ihren Adjutantinnen Saskia Kessel und Paula Obliers zur Melodie der „Raining Men“ mit den „Majoretten“ um Schwester Viktoria sowie natürlich mit dem Elferrat um Präsident Markus Winkelbach und den Vorsitzenden Manfred Himmelbach einzog. „Janz jeck op d’r Fastelaer“, erklärte das charmante Trio als Gutschi-Gäng: „Unkel sin mer all, verrückt op jede Fall“, bevor die elf Sterne mit Pagin Paula „schwerelos“ berichteten: „Ich han d’r Millowitsch jesehn“ und Konstanze I. samt Pagin Saskia mit dem Majoretten über die Bühne wirbelte. „Es war ein Genuss hier bei Euch aufzutreten“, erklärte Winkelbach, bevor sein Erpeler Kollege dann die von Simone Spannuth trainierte Kleine Prinzengarde der GEK ankündigte.

„Steh auf, mach laut!“, forderten die zehn jüngsten Gardistinnen die Jecken mit den „Höhnern“ auf auf, bevor sie von ihren zwölf älteren Kolleginnen abgelöst wurden, um danach auf der Bühne Platz zu machen für die Fründe us Hünnije um den Ex-Prinzen 2014/15, Karsten Blechschmidt. Der stellte zunächst Kinderprinzessin Nele I. aus dem Hause Muthers vor. Zusammen mit ihrem Bruder Jonas und ihrer Freundin Leonie Carmona erklärte die Prinzessin mit Buff-Tata und Chala-La: „Wer jetzt noch schlöf, hät jet verpass‘. Ich sing un rock heut für üch all, Prinzessin Nele es jetz am Ball!“ Da wollte ihr Vor-Vorgänger als Kinderprinz 1976, die Jubiläums-Tollität Guido I., natürlich nicht nachstehen, nachdem das Tanzpaar Annika und Tim den meisten Jecken mit „Man müsste noch mal 20 sein“ aus der Seele gesprochen hatten. Zusammen mit seinem Team, Kaufmann Robert Janke, Kutscher Konrad Hecken, Nachtwächter Achim Zemke, Spielmann Christian Feltens und Winzer Tobias Harzmann stimmte der Prinz das Sessionslied an: „Mir Hünnijer, mir Hünnijer, mir sin von janz besond´rer Art!“. Mit den „Domstürmern“ erklärte dann die Prinzengarde: „Mir sin jekumme öm ze fiere, mir sin jekumme öm ze blieve!“

Allerdings blieben die Bad Hönninger nicht auf der Bühne, sondern suchten sich wie auch der Strünzer Prinz Baffy I. „aus dem Hause Baars“ im Saal ein Plätzchen, von dem aus die die Verabschiedung von Axel I. und Andrea I. „aus dem Hause Mohr“ verfolgen konnten.

Mit dem Möhnenclub und ihrem in ungewohntes Blau-weiß gekleideten Tambourcorps um Melanie Woelk war das scheidende Prinzenpaar zusammen mit ihrem Team, Nüssel-Verwalter Joachim Waldmann, dessen Frau Petra für das korrekte Outfit verantwortlich gewesen war, sowie Sohnemann Andreas als Mundschenk und Terminator Andreas Schwager eingezogen. „Auf gut 60 Veranstaltungen habt Ihr uns stets bestens gelaunt vertreten“, so Martina Schwager. Es sei eine superjeile Zeit gewesen, nicht zuletzt weil es ihnen gelungen sei, Stimmung in die Säle zu bringen, verabschiedete sich Andrea Mohr sichtlich gerührt, bevor ihr Göttergatte konstatierte: „Mir sinn stolz, dass wir eine so tolle Session mit Euch erleben durften!“

Unmittelbar nach dem Ausmarsch der Ex-Tollitäten war eigentlich der Einzug des neuen Narrenherrschers vorgesehen gewesen. Der aber war weit und breit nicht auszumachen. Satte 20 Minuten mussten sich die Jecken gedulden, um so frenetischer fiel jedoch dann der Jubel aus, als angeführt von der Gulaschkapell Bernd I. „aus dem Hause Walbrück“ mit seinem Prinzenteam um Ehemann Holger als Adjutant und Wirt dem Elferrat durch das Spalier der Prinzengarde folgte. Mit Gießkanne und Spaten bewaffnet wirbelte der Chef des Bauhofs und „Herr der „Dahlien“ als leidenschaftlicher Gärtner über die Bühne, bis er schließlich bekannte: „Jetz muss ich äver ihrstemol durchödeme!“ Da erst wurde jedoch zum Entsetzen von Präsident Buchmüller offensichtlich, dass er immer noch derbe Gartenschuhe trug, ein Fauxpas, den die für die Bewirtung zuständigen Teammitglieder, Gisela Ziegert und und Kathi Bender, flugs behoben, indem sie die beiden auf blaue Samtkissen gebetteten, Prinzenschuhe herbeibrachten. Und schon ging Adjutant Holger vor der Tollität auf die Knie, um den designierte Prinzen von den Gartenschuhen zu befreien, so dass Bernd I. endlich in die bequemen roten Treter schlüpfen konnte. In Amt und Würden war er jedoch erst, nachdem ihm Buchmüller die langen Fasanenfeddere an die Krätz gesteckt und Martina Schwager ihm unter dem tosenden Beifall der Jecken im Saal die Prinzenkette umgehängt und die Pritsch als Zeichen seiner Macht ausgehändigt hatte.

Fastelovend als sechste Jahreszeit

„Ich bin schon früher mehrfach angesprochen worden, ob ich nicht den Prinz machen wollte“, erinnerte Bernd I. auf seine 5. Jahreszeit hinweisend, die mit der Krönung der Erpeler Weinkönigin beginnen und schon im November, wenn die Dahlienknollen aus der Erde müssen, enden würde. „Von daher sind die Wochenende rund um den Sessionsstart eigentlich für die Gartenarbeit reserviert, bevor für mich dann der Fastelovend als sechste Jahreszeit beginnt“, so die Tollität. Dann aber habe er sich doch überreden lassen, die närrische Herrschaft zu übernehmen. Nachdem seine Berufswahl schnell klar gewesen sei, habe er in seiner Lebensplanung vorgesehen, ne nette Frau zu heiraten und wenn die gemeinsamen Pänz dann aus dem Hause wären, an die Verwirklichung dieses Traums zu denken.

„Äver dat met d’r Pänz han isch mir dann avschmicke müsse, denn us der netten Frau an minger Sick is en korpulenter Herr jedwede, mit dem isch vor zehn Johr Verpaarung jefiert han“, verwies Bernd I. auf seinen Adjutanten, bevor er auf die übrigen Mitglieder des Prinzenteams einging. Nicht nur mit Prinzenführer Uwe Trappe sei er seit Jahrzehnten eng befreundet. Sein ehemaliger Arbeitskollege, „Kellermeister“ Kurt Ziegert, sei als Allround-Man beim Wagenbau für den Blütenkorso ebenso unverzichtbar wie seine Frau Gisela als Floristin für die großen Blumengestecke. Kathi Benders Großvater Hans Bender habe schließlich 1968/69 als Prinz Johannes I: „Burgherr von Allianzia“ die närrischen Erpeler regiert, erinnerte Bernd I., bevor er mit seiner Entourage das von Tobias Wolf und Bernd Süßmilch arrangierte Sessionslied „Ich wollt schon immer der Prinz sein zu Erpel am Rhein“ anstimmte und danach sein Sessionsmotto bekannt gab: „Bunk wie ‚ne Rähnboche, so fiere mer fasteovelnd, Kirmes un Wingfeß en us jolodich Erpel am Rhing, met vermaach un baschtuch Sunnesching. Dahlien un Blomekorso, dat ist ming Levve, dodrop well isch met Üch de Jläser hevve!“!

Da warteten schon die Prinzengarde vom Kasbacher Karnevalskomitee und die KG Blau-Gold Leutesdorf vor dem Bürgersaal ungeduldig auf ihrer Auftritte. Allerdings mussten sie sich noch etwas gedulden, ließen es sich doch die Erpeler Stadtsoldaten um Kommandant Felix Weber und Solomariechen Lara Bender sowie die von Marina Heinemann und Nina Lambach trainierte Prinzengarde der GEK nicht nehmen, ihrer Tollität die Reverenz zu erweisen. DL

Kritisch beäugte Bernd I. die roten Prinzenschuhe, während ihn Holger vor ihm knieend von den Gartenschuhen befreite.

Kritisch beäugte Bernd I. die roten Prinzenschuhe, während ihn Holger vor ihm knieend von den Gartenschuhen befreite.

Ehemann Holger wies ihn auf die für eine Proklamation unpassenden Treter hin . Fotos: DL

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Mirko Walden: Es ging doch darum, dass nicht gewarnt wurde und die Lage nicht erkannt wurde. Ebenfalls wurden keine Maßnahmen umgesetzt. Was ist hierzu passiert? Was bringen neue Sirenen, wenn nicht evakuiert wird?...
  • Dieter Borrmann: Der landschaftlich großartige Weg unterhalb Brauselay über den Conder Kreuzweg nach Cond ist teils unbefestigt, teils sehr glatt, teils steil. Sehr gutes, rutschfestes Schuhwerk (Profilsohle) wird unbedingt angeraten.
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
Dauerauftrag Imageanzeige
Rund ums Haus "Baustellen / Wertstoffhöfe"
Kirmes Polch 2026
Suchen Auslieferungsfahrer
Kirmes Polch
Dachdecker (m/w/d)
Brunchanzeige
Werbeplan 2026
Empfohlene Artikel
Die aktuelle und die kommende Brunnenkönigin.
107

Bad Breisig. Während noch einige Gäste der Römerthermen ein Kaltgetränk genossen, fanden sich nach und nach Repräsentanten und bekannte Gesichter der Stadt Bad Breisig im Römer-Bistro ein, eine aufmerksame Spannung machte sich breit. Bürgermeister Marcel Caspers begrüßte die Anwesenden, darunter Vertreter der Kommunalpolitik, Sponsoren des Brunnenfestes, Mitglieder der Karnevalsgesellschaft und weitere...

Weiterlesen

Bereits jetzt freut sich Landrat Marko Boos, den MYK-Pokal zum ersten Mal an eine Gemeinde oder Stadt im Landkreis Mayen-Koblenz überreichen zu können. Wie der neue Preis genau aussieht, bleibt bis zur Verleihung allerdings noch ein gut gehütetes Geheimnis. Foto: Foto: Kreisverwaltung MYK/teilweise KI-generiert
27

Kreis MYK. Der Landkreis Mayen-Koblenz setzt ein starkes Zeichen für bürgerschaftliches Engagement: Erstmals wird im Jahr 2026 der MYK-Pokal verliehen. Mit dieser neuen Auszeichnung sollen Ortsgemeinden und Städte gewürdigt werden, die sich in besonderem Maße für das Gemeinwohl einsetzen und mit ihren Projekten eine nachhaltige Wirkung über die eigene Kommune hinaus entfalten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Stau auf der A3: Über 45 Minuten Zeitverlust
12

+++ Aktuelle Verkehrsinfo +++

Stau auf der A3: Über 45 Minuten Zeitverlust

Neustadt(Wied)/Siegburg. Auf der A3 in Richtung Köln staut es sich zurzeit auf einer Länge von sieben Kilometern. Der Stau liegt zwischen der Anschlussstelle Neustadt (Wied) und dem Kreuz Bonn/Siegburg. Verkehrsteilnehmende müssen mindestens 46 Minuten mehr Zeit einplanen. BA

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: ROB
1071

Hammerstein. Am Freitagnachmittag, 17. April, befuhr die 59-jährige Fahrzeugführerin eines PKW die B42 aus Neuwied kommend in Fahrtrichtung Bonn. Im Verlauf einer langgezogenen Rechtskurve in Höhe der Ortschaft Hammerstein verlor diese aus bislang unklarer Ursache die Kontrolle über ihr Fahrzeug und geriet hierbei auf die Gegenfahrbahn, wo sie anschließend mit der Leitplanke kollidierte und mit dem PKW einer entgegenkommenden weiteren Fahrzeugführerin (66) frontal zusammenprallte.

Weiterlesen

Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag 2025
Holz Loth-Entsorgung
Dauerauftrag 2026
Kirmes Polch
online Anzeige Konekt Wirges
neue Heizung?
Werksverkauf Anhausen
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Kirmes Polch
Lava Grill Buffet
Kirmes Polch
Kirmes in Löhndorf
Kirmes in Löhndorf
Maibaumstellen Heimersheim
Maibaumstellen Heimersheim