Kamalashila-Institut feierte im Rahmen des alljährlichen Lichterfestes sein 20-jähriges Bestehen
Besonderes Jubiläum in Langenfeld
Langenfeld. Vor 20 Jahren fand das Kamalashila Institut für buddhistische Studien und Meditation seine Heimat in dem ehemaligen Kloster der Weißen Brüder in Langenfeld. Gegründet 1981, im Schloss Wachendorf nahe Euskirchen, öffnete das Institut die Pforten des Eifelklosters in Langenfeld erstmals mit einem großen Fest am 12. August 1999, einen Tag nach der totalen Sonnenfinsternis über Mitteleuropa. Zahlreiche hohe Würdenträger, Mönche und Nonnen des Karma Kagyü Ordens des Tibetischen Buddhismus sowie Repräsentanten, Bürgerinnen und Bürger aus Langenfeld und den umliegenden Orten, aber auch Gäste aus aller Welt, nahmen an der Feier teil. Das Programm bietet seither ein breites Spektrum unterschiedlicher Themenbereiche und hat Menschen aus ganz Deutschland sowie vielen anderen Nationen der Welt nach Langenfeld gezogen. Meist werden in mehrtägigen Seminaren buddhistische Meditation und Philosophie, Achtsamkeit und Mitgefühl vermittelt und geübt. Im Alltag werden sie zu wichtigen und wirkungsvollen Werkzeugen, insbesondere für den Umgang mit Stress, Überforderung und Krisenerfahrungen. Kurse, die sich mit der körperlichen, seelischen und emotionalen Gesundheit und Heilung befassen, befähigten in der Vergangenheit bereits viele Menschen zu Hilfe und Selbsthilfe; Seminare zum Thema Leben und Sterben versuchen immer wieder, Hilfe und Antwort zu geben auf Fragen im Umgang mit der eigenen Sterblichkeit, sowie mit Sterben und Tod von Angehörigen und Freunden und im Bereich der Sterbebegleitung. Das Kamalashila Institut schlägt dabei eine Brücke zwischen den alten Weisheitstraditionen des Ostens und dem modernen westlichen Leben, stets verbunden mit dem Ziel der Entwicklung von innerer Ruhe und Frieden als unverzichtbare Impulse für Glück, Harmonie und äußeren Frieden in der Welt. Große Ereignisse in der 20-jährigen Langenfelder Geschichte des Instituts
waren unter anderen der Bau und die Einweihung des „Friedensstupa“ im Zentrum des Anwesens, die 900-Jahrfeier der Übertragungslinie des „armapas“, und der zweimalige Besuch „Seiner Heiligkeit“, des Karmapas in Langenfeld. Im Rahmen des alljährlichen Lichterfests „Marme Mönlam“ feierte das „amalashila-Institut“ gemeinsam mit Rund 300 Gästen aus Langenfeld, und weiteren Gemeinden der Verbandsgemeinde Vordereifel nicht nur sein 20-jähriges Jubiläum, sondern gleichzeitig gelebte Toleranz und die verbindliche Freundschaft, die über die Jahre gewachsen ist. Mit einem Gartenfest begann das „Marme Mönlam“ am frühen Abend, musikalisch bereichert durch ein Konzert des Musikvereins Harmonie Langenfeld. Um 20 Uhr startete dann ein buntes, künstlerisches Programm mit den „Lichttänzerinnen“ Mardshana und Pema Rasch, mit dem Gitarristen Wolfgang Voigt und einer faszinierenden Jonglage des Licht- und Feuerartisten René Albert, ergänzt durch den zauberhaften Gesang der Wiener Künstlerin Vivian Stürze. Einige Rückblicke auf die vergangenen 20 Jahre, ließen die Geschichte des Eifelklosters Revue passieren und machten neugierig auf die kommende Epoche.
Von Tibet in die Eifel: Im Garten des Kamalashila-Instituts vergessen Besucher in Windeseile, dass sie sich in der Dorfmitte von Langenfeld befinden.
Passend zum Festtag: ein anmutiger Lichtertanz.
Die „Friedensstupa“ steht in der Mitte des Anwesens.
