Städte Remagen und Sinzig sowie Verbandsgemeinde Brohltal kooperieren
Besserer Trinkwasserschutz bei Löscheinsätzen der Feuerwehr
Kommunen schaffen gemeinsam 42 Systemtrenner an
Remagen. Die Bürgermeister der Städte Remagen und Sinzig sowie der Verbandsgemeinde Brohltal – Björn Ingendahl, Andreas Geron und Johannes Bell – haben am Mittwoch vergangener Woche an die Wehrleiter ihrer Feuerwehren 42 Systemtrenner sowie zwei Prüfgeräte übergeben. Diese Systemtrenner sollen das Trinkwasser zukünftig vor eventuellen chemischen Belastungen und Keimen schützen. Dies ist notwendig, da es bei der Entnahme von Löschwasser aus Hydranten zu einer Rückeinspeisung von Löschwasser und -zusätzen in die Trinkwasserleitung kommen kann.
Daher wurden die Systemtrenner im Wert von rund 43.000 Euro im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit angeschafft, um so auch einen nicht unerheblichen Mengenrabatt zu erhalten. Elf Systemtrenner gehen an die Feuerwehr Remagen, 13 an die Feuerwehr Sinzig sowie insgesamt 18 an die jeweiligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Brohltal. Zudem wurden zwei Prüfgeräte angeschafft, um die Wartung der Systemtrenner vor Ort durchführen zu können. Die Feuerwehren Remagen und Sinzig teilen sich ein Prüfgerät.
Vor Ort dabei im Remagener Feuerwehrgerätehaus waren neben den Bürgermeistern auch die Stadtwehrleiter von Remagen und Sinzig, Ingo Wolf und Andreas Braun. Wolf erläuterte den Einsatz der Systemtrenner, die jeweils vor dem Einsatz an den Hydranten angeschlossen werden. Schon lange sei dieser Trinkwasserschutz angedacht worden. Seit über zehn Jahren agiere die Feuerwehr bereits gegen den Rückfluss. Bis vor Kurzem habe es für die Systemtrenner aber noch keinen Anbieter gegeben, der den Rückfluss verhindere. Erst jetzt sei ein verlässliches Modell auf den Markt gekommen. Durch die gemeinsame Anschaffung hätten pro Gerät 200 Euro eingespart werden können, insgesamt knapp 9000 Euro. „Auch der Papierkrieg für die Verwaltungen ist so reduziert worden“, betonte Bürgermeister Björn Ingendahl die sinnvolle Zusammenarbeit.
Die drei Bürgermeister bekräftigten bei der Übergabe am Mittwoch die Absicht, die Feuerwehren auch zukünftig bestmöglich auszustatten, um Leib und Leben der ehrenamtlichen Kräfte zu schützen. AB
