Allgemeine Berichte | 28.11.2018

Beständig für das Gemeinwohl engagiert

V.l. Jakob Zimmer, Petra Kalkbrenner und Maria Gleißner.privat

Ludendorf. „Die zu ehrenden Personen haben sich beständig für das Gemeinwohl engagiert, sich für die Gesellschaft in ihrer Gemeinde in besonderer Weise eingesetzt und Dinge verbessert“, sagte Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner zur postumen Verleihung der Ehrenmedaille der Gemeinde Swisttal an Werner Gleißner sowie zur Ehrung von Jakob Zimmer.

Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner überreichte in einer Feierstunde Maria Gleißner die Ehrengaben für ihren verstorbenen Mann. Gemeinsam gedachten die Anwesenden anschließend Werner Gleißners in einer Schweigeminute. Jakob Zimmer wurde ebenfalls die Ehrenmedaille der Gemeinde verliehen.

Der Rat der Gemeinde Swisttal hatte in seiner Sitzung am 24. April beschlossen, Rolf Esch, Jakob Zimmer, Benno Willers, Ernst Ostermann, Balthasar Schumacher und Werner Gleißner aufgrund ihrer Verdienste um die Gemeinde Swisttal die Ehrenmedaille mit Nadel der Gemeinde Swisttal zu verleihen. Bereits im Juli wurden Rolf Esch, Benno Willers, Ernst Ostermann und Balthasar Schumacher geehrt. In ihrer Rede erläuterte die Bürgermeisterin die Verdienste der geehrten Bürger.

Politisch und gesellschaftlich aktiv

Werner Gleißner war in der Gemeinde seit vielen Jahren politisch und gesellschaftlich stark engagiert. Für die SPD hat er in verschiedenen Funktionen Verantwortung übernommen. Mit Unterbrechungen gehörte er dem Vorstand des Ortsvereins von 1979 bis 2015 an. In seiner Zeit als Vorsitzender (1994-1998) machte er sich vor allem um den Austausch mit dem Partner-Ortsverein Zossen in den neuen Bundesländern und einem jährlichen Gedenken zum Antikriegstag am 1. September verdient. Zwischen 1979 und 1999 war er acht Jahre Mitglied des Swisttaler Gemeinderates. In einer für die SPD schwierigen Zeit übernahm er 1999 nach dem Ausscheiden von sieben Ratsmitgliedern der SPD für ein gutes halbes Jahr den Vorsitz der neuen SPD-Fraktion und trug so wesentlich zur Stabilisierung der Verhältnisse im Swisttaler Gemeinderat bei.

Über 30 Jahren – seit zwölf Jahren als Schriftführer im Vorstand – war Werner Gleißner in der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Swisttal aktiv, für die er unzählige Veranstaltungen und Fahrten für Senioren organisiert und betreut hat. Besonders zu nennen ist der bis vor Kurzem monatlich stattfindende „Swisttal-Treff“ im Dorfhaus Morenhoven, zu dem er die Senioren hin- und zurückfuhr. Organisiert hat er auch die Rumänien-Hilfe der AWO Swisttal, die ein bis zwei Mal im Jahr einen LKW mit Spenden für ein Caritas-Kinderheim in Satu Mare beladen hat. Gleißner schaute sich das Projekt vor Ort an und knüpfte den Kontakt.

Über viele Jahre erbrachte der von Ernst Ostermann und ihm organisierte Flohmarkt im Rahmen des Odendorfer Dorffestes einen erheblichen finanziellen Zuschuss für die Jugend- und Seniorenarbeit im Ort. Die Freiwillige Feuerwehr, die Theatergruppe Odendorf und den Naturschutzbund Deutschland unterstützte er mit Mitgliedschaften.

20 Jahre lang Ratsherr

Jakob Zimmer war 20 Jahre lang – von 1994 bis 2014 – Ratsherr im Rat der Gemeinde Swisttal. In den Jahren 1998 bis 2014, also fast 16 Jahre lang, stand er der Gemeinde und den Bewohnern Dünstekovens als Ortsvorsteher mit Rat und Tat zur Verfügung. Dem Sportverein Rot-Weiß Dünstekoven stand er 20 Jahre lang als Vorstandsmitglied in den verschiedenen Funktionen als Kassierer, Jugendwart, Geschäftsführer und für weitere diverse Ämter zur Verfügung. In der Zeit von 1994 bis 2000 nahm er dort auch die Aufgabe des Ersten Vorsitzenden wahr.

Besonderer Einsatz für den Sportplatz

Für die Gestaltung des Sportplatzes hat er sich besonders eingesetzt. Dabei ist insbesondere die Sportplatzsanierung und -modernisierung im Jahre 2003 zu nennen, bei der unter anderem eine Flutlichtanlage gebaut wurde. Aber auch am Umbau zum Rasenplatz 2014 war Jakob Zimmer maßgeblich beteiligt.

Im Jahre 1988 wirkte er bei dem Zusammenschluss der Ortsvereine im Ortsausschuss maßgeblich mit, in dem er sich besonders für die Seniorenbetreuung einsetzte. In die Zeit seiner Vorstandstätigkeit für den Kindergarten in den 80er Jahren fällt unter anderem der Ausbau der dritten Kindergartengruppe. Den Umbau der „alten Schule Dünstekoven“ 2004/2005 hat er durch die Organisation und Koordination der Eigenleistungen der Vereine und Bürger mitgestaltet.

V.l. Jakob Zimmer, Petra Kalkbrenner und Maria Gleißner.Foto: privat

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