Mendiger Stadtbücherei weiter auf Erfolgskurs
Bestand auf über 4000 Bücher angewachsen
Die städtische Einrichtung feierte ihr dreijähriges Bestehen - Förderverein freut sich über weitere Mitglieder
Mendig. Als die Mendiger Stadtbücherei am 3. Juli 2015 von Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel und Gisela Rösner offiziell eröffnet wurde, zählte zu den zahlreichen Gästen auch der Kultur-Staatssekretär des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Walter Schumacher, der nicht mit leeren Händen gekommen war, sondern zwei gut gefüllte Bücherkisten von der Mainzer Stiftung Lesung mitgebracht hatte. Damals war die Bücherei bereits mit etwa 2.500 Büchern, bei denen es sich zum größten Teil um Spenden aus der Mendiger Bevölkerung handelte, gut aufgestellt. Inzwischen verfügt die Stadtbücherei, die in der vergangenen Woche ihr dreijähriges Jubiläum feierte, über 4.000 Bücher inklusive 1.400 Kinder und Jugendbücher, die von den inzwischen etwa 300 treuen Leserinnen und Lesern im Alter von drei bis 80 Jahren in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen ausgeliehen werden. Die Bücherei ist mittwochs von 14 bis 17 Uhr und donnerstags von 17 bis 19 Uhr geöffnet – und dies sogar auch während der Ferienzeit. Für den Besuch von Gruppen ist eine vorherige Terminabsprache möglich. So freuen die Kinder des städtischen Kindergartens „Zauberwald“ sich ebenso wie die Jugendlichen des städtischen Kinderhortes „Kunterbunt“ immer wieder, wenn sie der Bücherei einen Besuch abstatten dürfen. Außerdem lockt die städtische Einrichtung jedes Jahr an den beiden verkaufsoffenen Sonntagen: „Frühlingserwachen“ und „Bratapfelsonntag“ nicht nur mit interessanter Literatur, sondern auch mit vielen kleinen Überraschungen, angefangen von themenbezogener, zum Teil origineller Deko bis hin zu kleinen Schmankerln, die von Gisela Rösner und ihrem 20-köpfigen Team liebevoll hergerichtet beziehungsweise zubereitet werden. Das Bücherei-Team trifft sich alle drei Monate zu einer Besprechung, bei der auch die Einsatztermine festgelegt werden. Laut Gisela Rösner, die 21 Jahre lang bis zur ihrer Pensionierung im Buch- und Kunstverlag Maria Laach arbeitete, erhält die Stadtbücherei von der Buchhandlung Maria Laach hin und wieder unverkäufliche Rezensionsexemplare für Erwachsene und Kinder.
Da die Bücherei über keine regelmäßigen Einkünfte verfügen konnte, freute die Mitbegründerin sich ganz besonders, als sie im Mai 2017 nach mitunter äußerst komplizierten und langatmigen Behördengängen zahlreiche potenzielle Mitglieder zur Gründungsveranstaltung eines Fördervereins im Tagungsraum des Mendiger Hotel-Restaurants Felsenkeller begrüßen konnte.
Dank an ehrenamtliche HelferInnen
Ohne Umwege brachte die ambitionierte Literaturfachfrau den Grund für den von ihr gewünschten Förderverein auf den Punkt: „Wir brauchen Geld!“ Weiter erklärte sie: „Bücher sind bekanntlich teuer, und mit einem jährlichen Beitrag in Höhe von 18 Euro, den jedes Fördermitglied entrichten müsste, könnten wir unser Angebot aktueller und noch attraktiver gestalten. Wir freuen uns zwar sehr darüber, dass die Leserinnen und Leser bei ihrem Besuch in der Stadtbücherei unser dort aufgestelltes Sparschweinchen gut füttern, der Inhalt reicht jedoch lediglich für kleinere Anschaffungen“, so Gisela Rösner, die sich bei dem Landtagsabgeordneten Marc Ruland ebenso für die großartige Unterstützung bei den formalen Vorbereitungen bedankte, wie bei dem Staats- und Finanzminister i.R. Gernot Mittler und bei Friedel Arndt, der insbesondere in Sachen Eintrag ins Vereinsregister behilflich war. Last, but not least dankte Frau Rösner den ebenfalls anwesenden ehrenamtlichen HelferInnen, ohne deren Einsatz es kaum möglich wäre, den laufenden Betrieb der Stadtbücherei zu bewältigen. Heute zählt der Förderverein 75 Mitglieder, so dass der Bestand an Neuerscheinungen immer wieder aktualisiert werden kann.
Der Landtagsabgeordnete Marc Ruland, der das Team in den vergangenen drei Jahren wohlwollend begleitete, brachte seine Wertschätzung gegenüber den ehrenamtlichen MitarbeiterInnen zum Ausdruck, indem er sie kürzlich zu einem Besuch nach Mainz einlud, wo die „Jubilare“ den Landtag und das ZDF besichtigten. FRE
