Verbandsgemeindeverwaltung Bad Ems informiert zu Flüchtlingsthemen
Bestmögliche Integration und Betreuung der Flüchtlinge
Ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht
Bad Ems.
Keine Notunterkunft in Bad Ems
Die Entscheidung der Landesregierung, dass in der ehemaligen Nachrichtenschule der Bundeswehr in Bad Ems keine Notunterkunft eingerichtet wird, ist eine gute Nachricht für Bad Ems. Die Massenunterbringung mitten in der Stadt wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit sowohl für die Flüchtlinge als auch für die Bürgerinnen und Bürger zu einer großen Herausforderung geworden. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Josef Oster, sieht sich in seiner Richtung beim Thema Flüchtlinge bestätigt: Es ist besser, sich nicht an Spekulationen zu beteiligen, sondern Entscheidungen auf der Basis von Fakten zu treffen. Das Team der Verbandsgemeinde setzt deshalb weiter auf eine bestmögliche Integration und Betreuung der Flüchtlinge. Dazu gehören die Unterbringung in freien Wohnungen, das Anbieten von Sprachkursen sowie die menschliche Betreuung durch Flüchtlingspaten. In Kooperation mit der Caritas und der evangelischen Kirche, die sich federführend um Sprachkurse kümmern, sowie den vielen Ehrenamtlichen, die sich als Pate oder im entstehenden Bekleidungsraum engagieren, bekommen die Flüchtlinge nach ihrer Ankunft in der Verbandsgemeinde wertvolle Unterstützung. Dabei legt das Team des zuständigen Sozialamtes immer Wert darauf, dass es bei aller Arbeit für die Flüchtlinge nie alle anderen Bedürftigen aus den Augen verliert. Die Integration der Flüchtlinge funktioniert in der Verbandsgemeinde Bad Ems auch deshalb so gut, weil das Prinzip der Gleichbehandlung mit den bedürftigen Bürgerinnen und Bürgern gelebt wird. Ein Beispiel: Anders als in vielen anderen Städten und Gemeinden wird es in Bad Ems in wenigen Tage einen Bekleidungsraum für alle Bedürftigen geben und keine Kleiderkammer für Flüchtlinge.
Sporthallen sind kein Thema
Kaum war das Gerücht von einer Notunterkunft des Landes in der „Nachrichtenschule“ vom Tisch, wurde in Bad Ems ein neues Gerücht befeuert. Tenor: Das Land plane die Unterbringung von Flüchtlingen in Sporthallen der Verbandsgemeinde. Verwaltungschef Josef Oster bleibt auch bei diesem Thema seiner Linie treu. „Dies steht nicht zur Debatte. Deshalb beschäftigen wir uns damit auch nicht und konzentrieren uns auf unsere Arbeit.“
Fahrräder werden gesucht
Mittlerweile leben rund 160 Flüchtlinge in der Verbandsgemeinde Bad Ems. Damit diese nach einer Eingewöhnungszeit, in der sie oft von ihren Paten zum Einkaufen, zu Behörden, zum Arzt oder zu den Sprachkursen gefahren werden, möglichst selbstständig werden, wäre es gut, wenn sie Fahrräder zur Verfügung hätten. Wer also ein verkehrssicheres Fahrrad - gerne auch Kinderrad - spenden will, meldet sich bitte beim Sozialamt. Das oder die Räder werden dann beim Spender zu Hause von einem Mitarbeiter der Verwaltung abgeholt.
Das Integrationsnetzwerk wächst
Am Dienstag dieser Woche trafen sich im Bad Emser Rathaus am Abend Vereinsvertreter, ehrenamtliche Paten, ehrenamtliche Mitarbeiter des entstehenden Bekleidungsraumes und Bürgermeister zu einem Erfahrungsaustausch. Ziel dieser Runde war es, sich gegenseitig über die Arbeit zu informieren, Ideen und Anregungen zu sammeln und künftig gut koordiniert die Integrationsarbeit zu leisten. Am Mittag hatten sich Schulleiter mit Vertretern der Kirchen getroffen, um Möglichkeiten einer Zusammenarbeit bei Deutschkursen, Nach- und Hausaufgabenhilfe zu erörtern. Die beiden Runden haben gezeigt, dass das Integrationsnetzwerk in der Verbandsgemeinde Bad Ems wächst.
Kontakte zur Verwaltung
Das Team des Sozialamtes der Verbandsgemeinde Bad Ems ist dankbar für Anregungen, die zur Unterstützung der Integrationsarbeit beitragen. Auch Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren, werden gebeten, sich beim Team des Sozialamtes zu melden. Gesucht werden derzeit ehrenamtliche Paten, ehrenamtliche Mitarbeiter für den Bekleidungsraum, ehrenamtliche Dolmetscher (arabisch, paschto, persisch, somali) und ehrenamtliche Deutschlehrer. Interessenten wenden sich bitte per Mail (soziales@bad-ems.de) oder telefonisch bei
Oliver Tiwi unter (0 26 03) 79 3-1 38. Pressemitteilung der
VG Bad Ems
