Interessengemeinschaft Niere Rhein-Ahr-Eifel e.V.
Besuch der Straussenfarm Gemarkenhof Remagen
Remagen. Der Besuch der „Straussenfarm Gemarkenhof“ auf der Remagener Höhe wurde als außergewöhnlicher IGN Programmpunkt von den 18 Teilnehmern mit Begeisterung wahrgenommen. Zumal sich die Freunde bei schönem Sommerwetter wieder trafen und die anschließende Fahrt mit der Bimmelbahn auf dem 27 Hektar großen und teils naturbelassenen Gelände genossen. Ralph Schumacher führte mit großem Sachverstand verständlich und amüsant durch das 1,5 stündige Programm. Angegliedert an den landwirtschaftlichen Farmbetrieb sind noch der Hofladen, das Straußenmuseum und ein Restaurant.
Auf der Straussenfarm leben ca. 530 Tiere aller Altersstufen auf verschiedenen Koppeln, wobei auch eine Brutstation in den Zuchtbetrieb integriert ist. Strauße sind die weltweit größten Vögel. Sie können aber wegen ihres Gewichts nicht mehr fliegen. Die faszinierenden Tiere mit den großen dunklen Augen am flauschigen Haupt, dem langen weißen Hals und dem ovalen Korpus beeindrucken doch sehr. Das prächtige Federkleid, in vorwiegend Grau - oder Schwarztönen, schimmert dazu stellenweise weiß. Zwei eben solange weiße Beine tragen den kräftigen Vogelstrauß auf Zwei-Zehen-Füßen mal gemächlich, mal schnell durch das Gelände.
Wobei die bis zu 2,7 Meter hohen Tiere auch mal 70 km/h laufen können. Rennt einer los, dann folgen ihr oder ihm alle. Sie fressen vorwiegend Gras, Blätter, Körner und Insekten. Der Flüssigkeitsbedarf wird dabei fast ausschließlich über diese Nahrung gedeckt. Dazu fressen die Vogelstrauße kleine Steine, die bei der Zerkleinerung der schwerverdaulichen Nahrung im Magen helfen. Am Zaun sind die außergewöhnlichen Artgenossen zwar ängstlich, dazu aber auch neugierig. Hält man ihnen frisches Gras hin, dann können sie nicht widerstehen, werden zutraulich und schnappen mit ihren fächerartigen Schnäbeln zu. Dabei fressen die Tiere einem regelrecht aus der Hand. Da die Strauße auch als Nutztiere auf der Farm gezüchtet und verwertet werden, haben das Fleisch der Beinmuskulatur, die Lederhaut sowie die Federn und Eier ihren eigenen Absatzmarkt. Aus dem Leder können Taschen, Schuhe und Geldbörsen etc. gefertigt werden. Die Federn werden u.a. zu Staubwedel für die Automobil Industrie weiterverarbeitet. Aus den riesigen Eiern mit der porzellanähnlichen Schale können Lampen, Tee -oder Windlichter entstehen.
Die Gruppe kehrte zum Ende der Vorführung in das hauseigene Restaurant ein. In geselliger Runde wurde das außergewöhnliche Erlebnis noch einmal von den Freunden revue passieren gelassen, wobei jeder seine eigene, interessante und spannende Perspektive äußerte. Hier gilt noch ein besonderes Dankeschön dem IGN Planungsteam für die gelungene Veranstaltung. Als nächstes Highlight ist der Besuch der Wacholderheiden Osteifel in Arft und dem Bendisberg Besucherbergwerk in St. Jost vorgesehen.
