Allgemeine Berichte | 27.09.2017

Frauentreff Meckenheim e. V.

Besuch des Depots im „Haus der Geschichte“

Die Damen erlebten auf ihrem Ausflug sehr viel Interessantes. privat

Meckenheim. Elf Frauen des Frauentreffs Meckenheim e. V. nahmen an einer Führung mit Holger Pützstück durch das Metalldepot, eines von mehreren Depots, im „Haus der Geschichte“ in Bonn, teil. Im 2. Kellergeschoss des Museums werden systematisch hunderttausende Gegenstände gesammelt, die alle ihre Geschichte von Deutschland und dem Alltag früherer Generationen erzählen. Sie kommen nur ans Licht, wenn sie Teil der Ausstellung im Museum sind oder ausgeliehen werden.

Sammeln und Bewahren als Kernaufgabe

Kernaufgabe des Hauses ist das Sammeln und Bewahren. Was auf den ersten Blick wie Trödel für den Flohmarkt aussieht, ist streng nach bestimmten Kriterien geordnet. Jeder Gegenstand hat eine Nummer und kann im PC abgerufen werden. Bis heute sind ca. eine Million Gegenstände katalogisiert. 700.000 davon lagern im Depot, der restliche Teil ist nach Berlin und Leipzig ausgelagert. Im Metalldepot, der einzigen Lagerstätte die besichtigt werden kann, herrscht eine Temperatur von 21 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 44 Prozent. Alle Gegenstände sind aus Metall und ganz einzigartig zusammengestellt. Die Frauen machten einen 70minütigen Streifzug durch die „Deutsche Geschichte“. In langen Regalreihen standen Gegenstände des täglichen Gebrauchs, angefangen bei den Notbehelfen. Alle Arten von Waschmaschinen, Nähmaschinen, Öfen, Schreibmaschinen, Fernseher, vom Volksempfänger über das erste Kofferradio bis zum Kleinstradio in einer Kleiderbürste, Musiktruhen, Jukeboxen aus den 50gern, Flipperautomaten, Blechschilder mit allerlei Werbung, aber auch ein Konzertflügel aus der Semper-Oper, der bei dem Elbhochwasser 2002 zerstört wurde, oder ein Strandkorb vom G-8-Gipfel 2007 in Heiligendamm. Holger Pützstück machte auf ein ganz besonderes Blatt Papier aufmerksam, das zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Ein handelt sich dabei um die Original-Presseerklärung des EX-SED-Mitglieds Günther Schabowski vom 9. November 1989, die zum Fall der Berliner Mauer führte. Es war so interessant, dass man gar nicht gemerkt hatte, wie schnell die Zeit vergangen war. Ein Aufzug brachte die Frauen dann wieder zurück ins Erdgeschoss des Museums. Auf der Heimreise wurde noch angeregt über die interessante Führung erzählt.

Die Damen erlebten auf ihrem Ausflug sehr viel Interessantes. Foto: privat

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