Allgemeine Berichte | 10.11.2020

Berufsbildende Schule Technik (Carl-Benz-Schule) erhält Elektroauto

Betriebliche Realität und theoretische Ausbildung wird praktiziert

Bei der Fahrzeugübergabe: Dr. Margit-Theis-Scholz (v.li.n.re.), Bernd Kircher, Markus Esser, Jürgen Karbach, Isabelle Nieder-Raspiller und Jörg Kreuser. Foto: privat

Koblenz. Die Stadt Koblenz als Schulträger hat für die Berufsbildende Schule Technik (Carl-Benz-Schule) ein Elektroauto angeschafft, denn die Neuzulassungen an Fahrzeugen mit Elektroantrieb steigen. „Die Elektromobilität ist ein Trend der Wirtschaft“, betont die Schulleiterin der Carl-Benz-Schule Isabelle Nieder-Raspiller: „Diesem Trend entsprechend nimmt die System- und Hochvolttechnik eine besondere Stellung im Rahmenlehrplan ein.“ Denn die neue Technik stellt auch die angehenden KFZ-Mechatroniker vor neue Herausforderungen: „Auch Elektroautos müssen gewartet und repariert werden, ein realitätsnaher Unterricht ist für uns besonders wichtig“ erläutert die Schulleiterin. Die Carl-Benz-Schule hat dies frühzeitig erkannt und bildet zukunftsorientiert bereits im sogenannten Hochvolt-Bereich aus. Neben einem bereits angeschafften Schulungssystem wird der Berufsschule nun ein Elektroauto zur Verfügung gestellt. An diesem kann die betriebliche Realität und die theoretische Ausbildung auf dem aktuellen Stand der Technik erfolgen.

Bildungsdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz betont, dass „wir uns der Sache angenommen und dafür auch gekämpft haben. Denn auch im MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) - Kontext vertreten wir die Auffassung, moderne und innovative Entwicklungen in unserer Stadt mitzugestalten und auch dem regionalen Mangel an Fachkräften entgegenzutreten.“ Angehende Kraftfahrzeug-Mechatroniker sind nun in die Lage versetzt, neben traditionellen Antriebssystemen auch an einem straßentauglichen Fahrzeug für den beruflichen Alltag zu lernen. Dies ist neben den Auszubildenden vor allem für lokale Autowerkstätten ein bedeutender Zugewinn, denn sie profitieren von gut ausgebildetem Nachwuchs.

Für die Beschaffung konnte ein ortsansässiges Unternehmen gewonnen werden: „Die Löhr und Becker Gruppe ist ein großes Unternehmen und legt natürlich sehr viel Wert auf Ausbildung, zeitgemäße Technik sorgt für motivierte Auszubildende“, so Markus Esser von VW Löhr und Becker Koblenz.

Für Frau Dr. Theis-Scholz steht hierbei der wichtige Aspekt im Vordergrund: „Das Mobilitätsbedürfnis der Menschen muss mit dem Klimaschutz einhergehen“.

Bei der Fahrzeugübergabe: Dr. Margit-Theis-Scholz (v.li.n.re.), Bernd Kircher, Markus Esser, Jürgen Karbach, Isabelle Nieder-Raspiller und Jörg Kreuser. Foto: privat

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